Martin Luther über das rechte Beten im Großen Katechismus: „Wenn aber ein Gebet recht sein soll, muss es ernst gemeint sein, sodass man seine Not empfindet – und zwar eine solche Not, die drückt und zum Rufen und Schreien treibt. Dann geht das Gebet von selbst so, wie es gehen soll, sodass man keiner Belehrung darüber bedarf, wie man sich darauf vorbereiten oder Andacht schöpfen soll. Die Not aber, die uns selbst wie auch jeden anderen angehen soll, findest du reichlich genug im Vaterunser; deshalb soll es auch dazu dienen, dass wir uns ihrer daraus erinnern, sie betrachten und zu Herzen nehmen, damit wir nicht lässig werden im Beten. Denn wir haben alle genug an dem, was uns mangelt; der Fehler liegt aber darin, dass wir es nicht fühlen und sehen. Darum will Gott auch, dass du diese deine Not und Anliegen klagst und vorbringst – nicht als ob er es nicht wüsste, sondern damit du dein Herz entzündest, stärker und mehr zu begehren, und den Mantel weit ausbreitest und auftust, um viel zu empfangen.“

Über das rechte Beten Von Martin Luther Eine ernsthafte Ermahnung und zugleich wunderbare Einladung zum Gebet findet sich in Martin … Mehr

„Die Bibel sagt … “ Warum es mitunter gefährlich ist, Wort Gottes und Bibel gleichzusetzen: „Wo unterschiedslos vom Gotteswort in der Bibel die Rede ist, werden Worte eigenmächtig isoliert und somit der kanonischen Interpretation entzogen. Menschen sind damit versucht, sich Bibelworte anzueignen, die der eigenen Überzeugung entsprechen. Und das, was man für sich zu besitzen glaubt, muss einem nicht länger zugesagt werden. So kann die Zitationsformel: ‚Die Bibel sagt …‘ gar zum Einfallstor für den eigenen Glaubensungehorsam werden. Auch der Teufel weiß sich ihrer zu bedienen.“

„Die Bibel sagt … “ Warum es mitunter gefährlich ist, Wort Gottes und Bibel gleichzusetzen Wer nach einem Nachweis christlicher … Mehr

That’s Not What Luther Meant: „‚Christian Freedom‘ as Martin Luther proposed, was not at all about freedom in civil society nor about do-it-yourself religion. According to Luther the thoroughly sinful human has no birthright to genuine freedom. Humans also have no native right to stand in freedom before the triune God.“

The Lutheran „Crossing Community“ published the translation of my article „So hat es Luther nicht gemeint“ (which originally appeared in … Mehr

So hat es Luther nicht gemeint – Warum das Reformationsjubiläum fragwürdig ist: „Solange man Kirche als weltanschauli­ches Unternehmen missversteht, das auf einer Gottesidee sowie je eigenen religiösen Vorstellungen basiert, kann der Re­formation nicht wirklich gedacht wer­den.“

In der FAZ  ist von mir im Dezember 2010 ein Artikel zum Reformationsjubiläum unter dem Titel „So hat es Luther … Mehr

Was verstand Luther unter Religion? (im Verständnis von Karl Holl): „Luthers Religion ist Gewissensreligion im ausgeprägtesten Sinne des Worts. Mit all der Eindringlichkeit und persönlichen Bedingtheit, die einer solchen zukommt. Wie sie aus einer Gewissenserfahrung bestimmter Art, aus dem von Luther in eigenartiger Schärfe erlebten Zusammenstoß eines zugespitzten Verantwortungsgefühls mit dem als unbedingt, als schlechthin unverrückbar geltenden göttlichen Willen hervorging, so ruht sie als Ganzes auf der Überzeugung, daß im Bewußtsein des Sollens, in der Unwiderstehlichkeit, mit der die an den Willen gerichtete Forderung den Menschen ergreift, das Göttliche sich am bestimmtesten offenbart. Und zwar um so klarer und unzweideutiger, je tiefer das Sollen den Menschen erregt und je schärfer es sich von den »natürlichen« Lebenswünschen des Menschen abhebt.“

Was verstand Luther unter Religion? Von Karl Holl Der Klassiker eines religionistischen Missverständnisses von Reformation ist noch immer Karl Holls … Mehr