Artur Weiser, Kommentar zu Hiob 2,1-13 (ATD): „Sie mussten ihr erbärmliches Dasein auf dem Schutthaufen (mazbala) fristen, der sich außerhalb des Dorfes erhob. Dort finden wir den Hiob in der Asche sitzend, eine aufgelesene Scherbe in der Hand, mit der er sich die juckende eiternde Haut schabt; dieser Hiob ist ein Bild des Jammers, und doch gerade in seinem Jammer der Zeuge zu Gottes Ehre. Ein Bild, das den tiefen Sinn des gesamten Hiobbuches — noch unentfaltet — in sich schließt.“

Kommentar zu Hiob 2,1-13 Von Artur Weiser 2,1-6 Die zweite Wette im Himmel. Durch die Bewährung Hiobs ist Gott gerechtfertigt. … Mehr

Heinrich Groß, Kommentar zu Hiob 1 und 2 (NEB): „Satan gibt sein Spiel so schnell nicht auf und verloren. Er setzt neu ein. Dabei benutzt er ein im Be­duinenhandel gebräuchliches Sprich­wort. »Haut um Haut« ist Ausdruck der talio und damit der ausgleichen­den Gerechtigkeit; es zeichnet auf derbe Weise den Menschen in sei­nem urtümlichen Selbsterhaltungs­trieb. Alles ist ihm feil für seine Haut; in seinem innersten Wesen verhält der Mensch sich demzufolge sehr egoistisch. Erst wenn es ihm an die Haut geht, zeigt er, was wirklich in ihm ist.“

Kommentar zu Ijob 1,1-2,13 Von Heinrich Groß Das 42 Kapitel umfassende Ijob-Buch wird durch einen Bericht über die Titelgestalt, der … Mehr

Fridolin Stier zum Übersetzen der Bibel (Postscriptum zu Das Buch Ijob. Hebräisch und Deutsch, 1954): „Der zu übersetzenden Sprache steht es zu, von der anderen das weiteste Entgegenkommen zu verlangen. Sie verpflichtet den Übersetzer, diesem Anspruch zu willen seine Muttersprache aufs heftigste um das Wort zu bedrängen, das er braucht, um das Wort gerade, das die sonst überreiche ihm karg zu weigern scheint.“

Zum Übersetzen der Bibel Von Fridolin Stier Wer um das biblische Wort ringt, hat seinen harten Kampf mit den Wörtern … Mehr

Søren Kierkegaard über Hiob in Die Wiederholung von 1843: „Wo ich Hiob nicht hätte! Es ist unmöglich zu beschreiben und genau zu schattieren, welche Bedeutung und welche vielfältige Bedeutung er für mich hat. Ich lese ihn nicht, wie man sonst ein Buch liest, mit dem Auge, sondern ich lege das Buch gleichsam auf mein Herz, und mit des Herzens Auge lese ich es, verstehe wie in Hellsichtigkeit das Ein­zelne auf die verschie­denste Weise.“

Hiob, erlebt von einem Verzweifelten Von Søren Kierkegaard d. 19. September Mein verschwiegener Mitwisser! Hiob! Hiob! O Hiob! Hast du … Mehr

Søren Kierkegaard in seiner Rede über Hiob im Lichte des Glaubens: „Falls der Einzelne dennoch in seinen Gedanken das Entsetzliche erlebt, geängstigt wird von der Vorstellung, was das Leben an Grauen und Not bergen möge, und wie doch niemand wisse, wann die Stunde der Verzweiflung für ihn schlage, so sucht sein beschwerter Sinn Zuflucht bei Hiob, verweilt bei ihm, läßt sich von ihm zur Ruhe bringen.“

Hiob im Lichte des Glaubens Von Søren Kierkegaard Da stund Hiob auf, und zerriß sein Kleid, und raufte sein Haupt, … Mehr

Hans Joachim Iwands Hiobspredigt vom Juli 1944 im Hinblick auf Hiob 19,19-27: „Gerade weil es Gott ist, an dem er leidet, ist es auch Gott der ihm hilft. Hiob kann nicht dabei stehen bleiben, daß Gott sein Feind ist, er kann nicht dabei stehen bleiben, daß er von Gott selbst an den Satan preisgegeben ist. Zu allerletzt wird es anders sein.“

Im Sommer 1944 predigte Hans Joachim Iwand in den Wochenschlussgottesdiensten in der St.-Marien-Kirche in Dortmund über Hiob. Hier seine siebte … Mehr