Albrecht Haushoffers Moabiter Sonette (1945) zu Matthias Grünewald, Auferstehung Jesu: „Noch immer Wesen, dennoch grenzenlos, fährt Gottes Sohn empor zu Gottes Schoß“Nicht Menschenkunst allein hat so gemalt: / Dem Grabesdunkel schwerelos entschwebend, / das Haupt mit goldnem Leuchten rings umwebend. // Von allen Farben geisterhaft umstrahlt, / noch immer Wesen, dennoch grenzenlos, / fährt Gottes Sohn empor zu Gottes Schoß.Albrecht Haushoffers Moabiter Sonette (1945) zu Matthias Grünewald, Auferstehung Jesu: „Noch immer Wesen, dennoch grenzenlos, fährt Gottes Sohn empor zu Gottes Schoß“

Albrecht Georg Haushofer (* 7. Januar 1903 in München; † 23. April 1945 in Berlin) war ein deutscher Geograph, Schriftsteller … Mehr

Lebensaussicht auf dem Gipfel: „Was sind denn unsere Lebensaussichten, die sich nicht im Immer-weiter-Leben erschöpfen? Haben wir uns eigene Lebensziele gesetzt und diese gar erreicht, stellt sich die Frage neu: Und was kommt danach? Wo und wie soll es nun mit mir weitergehen? Wider die ausweglose Lebensmüdigkeit braucht es eine bleibende Aussicht, so wie sie im Alten Testament erzählt wird: Gott führt Mose auf den Gipfel des Berges Nebo. Wo es dort oben kein eigenes Weiterkommen mehr gibt, tut sich vor Moses Augen das ganze Land Kanaan auf. Göttliche Vorsehung findet neue Worte. Für dich ist dieses Land der Lebendigen vorgesehen, auch wenn du eigenen Fußes selbst nicht hineinkommen wirst.“

Lebensaussicht auf dem Gipfel Unser Leben kann nicht einfach immer weitergehen. Eigentlich wissen wir das. Und dennoch gehen wir tagtäglich … Mehr

Dietrich Bonhoeffer, Betrachtung zu Ostern: Auferstehung (1940): „Die Auferstehung Jesu Christi ist Gottes Ja zur Kreatur. Nicht Zerstörung, sondern Neu­schöpfung der Leiblichkeit geschieht hier. Der Leib Jesu geht aus dem Grabe hervor, und das Grab ist leer. Wie es möglich, wie es zu denken ist, dass der sterbliche und verwesliche Leib nun als der unsterbliche, unverwesliche, verklärte Leib da ist, bleibt uns verschlossen. Nichts vielleicht wird durch die Verschiedenartigkeit der Berichte über die Begegnung des Aufer­standenen mit den Jüngern so deutlich, wie dies, dass wir uns über die neue Leiblichkeit des Auferstandenen keine Vorstellung zu machen vermögen. Wir wissen, es ist derselbe Leib – denn das Grab ist leer; und es ist ein neuer Leib – denn das Grab ist leer.“

Im März 1940 schrieb Dietrich Blonhoeffer in einer hektographierte Beilage für den monatlichen Rundbrief des pommerschen Bruderrates der Bekennenden Kirche … Mehr

Dietrich Bonhoeffer, Der auferstandene Christus (Ethik): „Das Wunder der Auferstehung Christi hebt die Vergötzung des Todes, wie sie unter uns herrscht, aus den Angeln. Wo der Tod das Letzte ist, dort verbindet sich die Furcht vor ihm mit dem Trotz. Wo der Tod das Letzte ist, dort ist das irdische Leben alles oder nichts. Das Trotzen auf irdische Ewigkeiten gehört dann zusammen mit einem leichtfertigen Spielen mit dem Leben, krampfhafte Lebensbejahung mit gleichgültiger Lebensverachtung. Nichts verrät die Vergötzung des Todes deutlicher als wenn eine Zeit für die Ewigkeit zu bauen beansprucht und doch in ihr das Leben nichts gilt, wenn man große Worte spricht über einen neuen Menschen, eine neue Welt, eine neue Gesellschaft, die heraufgeführt werden soll, und wenn dieses Neue alles nur in einer Vernichtung des vorhandenen Lebens besteht.“

Der auferstandene Christus Von Dietrich Bonhoeffer Ecce homo – seht den von Gott angenommenen, von Gott gerichteten, von Gott zu … Mehr

‚Bei dir ist die Quelle des Lebens‘: „Die Natur kennt nur vergängliche Generationen – ein Werden und Vergehen ohne ein Danach. Uns aber führt das Osterevangelium weiter: Jesus Christus, Gottes Sohn, am Kreuz gestorben und begraben, ist von den Toten leibhaftig auferstanden. Mit Ostern ist der Vergänglichkeitslauf der Natur aufgehoben. Die Schöpfung ist durch Christus nicht auf den Tod ausgerichtet, sondern auf das ewige Leben beim dreieinigen Gott.“

„Bei dir ist die Quelle des Lebens“ Im Frühling macht uns die Natur das Leben leichter. Wo saftiges Grün und … Mehr

Jürgen Moltmann über die Auferstehung Jesu (2019): „Das Grab war leer, sonst hätten die Jünger die Auferstehung Jesu Christi nicht verkündigen können. In Jerusalem hätten die Juden darauf verwiesen: Da liegt er doch im Grab, er ist nicht auferstanden. Der Leichnam wurde auferweckt und ist wieder lebendig geworden. Jesus ist also der gleiche Mensch, der er vorher war. Sonst hätten die Jünger ihn nicht erkannt. Und sie erkennen ihn an seiner Stimme und an den Wundmalen. Jesus ist in der ersten Gegenwart den Jüngern erschienen und in der zweiten Gegenwart uns. Im Wort der Verkündigung und im Sakrament ist er gegenwärtig.  Für mich bedeutet dies: im Ende der Anfang. Christi Ende war sein wahrer Anfang. Das erlebe ich mit meinen 92 Jahren immer wieder: Im Ende der Anfang. Das hab ich erlebt, als ich ohne Hoffnung war, in dem ersten Jahr meiner Gefan­genschaft nach dem 2. Weltkrieg. Da habe ich in meinem Ende den Anfang mit Christus erlebt.“

„Wage es, mit der Gewissheit der Auferstehung zu leben“ Ein Gespräch mit dem Tübinger Theologieprofessor Dr. Jürgen Moltmann über die … Mehr

Dietrich Bonhoeffer, Predigtmeditation über Johannes 20,19-31 (1940): „Auf dem, was wir sehen, kann der Glaube nicht ruhen und gewiss werden, sondern allein auf dem Worte Gottes. Millionen von Zweiflern werden nach Thomas kommen. Ihr Zweifel wird nicht durch Sehen und Tasten überwunden werden, sondern durch das Zeugnis von dem lebendigen Christus. Auch Thomas konnte nicht seinen Augen und Händen trauen, sondern Christus allein. Darum das Schweigen über das, was er tat, und der schlichte Bericht über sein Osterbekenntnis.“

Für den Sonntag Quasimodogeniti 1940 hatte Dietrich Bonhoeffer folgende Predigtmeditation verfasst: Predigtmeditation über Johannes 20,19-31 Von Dietrich Bonhoeffer Am Abend … Mehr