Johannes von Lüpke hatte 1997 für das Theologische Begriffslexikon zum Neuen Testament hermeneutische Überlegungen in Sachen kirchliche Lehre präsentiert, die…
Dein NAME zerbricht das Glashaus undurchsichtiger Gedanken
Mit meinem Denken stelle ich mich Dir entgegen. Vernünftig suche ich Dich zu begreifen. Doch Dein NAME zerbricht das Glashaus…
Ernst Troeltsch über Kirchen und Sekten in ‚Die Soziallehren der christlichen Kirchen und Gruppen‘: „Der Typus der Kirche ist die überwiegend konservative, relativ weltbejahende, massenbeherrschende und darum ihrem Prinzip nach universale d. h. alles umfassen wollende Organisation. Die Sekten sind dem gegenüber verhältnismäßig kleine Gruppen …“
Es ist immer noch interessant zu lesen, wie Ernst Troeltsch in seinem Werk Die Soziallehren der christlichen Kirchen und Gruppen…
Jürgen Moltmann über den fehlenden Wahrheitsanspruch in der akademischen Theologie: „NEIN! Wir müssen wieder lernen, Ja oder Nein zu sagen. Ein Streit kann mehr Wahrheit enthalten als ein toleranter Dialog.“
Da kann man Jürgen Moltmann nur zustimmen, was dieser in seinem Vortrag zum Reformationsgedächtnis „Die unvollendete Reformation Ungelöste Probleme –…
Zustand oder Geschehen – worin „katholisch“ und „evangelisch“ sich möglicherweise entscheidend unterscheiden (und warum der liberale Protestantismus nicht dem Evangelium, sondern einem selbstbewussten Zustand glaubt): „Wo Heilwerdung – an Stelle einer zu geschehenden Zusage – als operationalisierbarer Transformationsprozess im Menschen verstanden wird, ist das Kreuzesgeschehen in eine verheißungslose Vergangenheit zurückgenommen.“
Zustand oder Geschehen – worin „katholisch“ und „evangelisch“ sich möglicherweise entscheidend unterscheiden Das ist eine Versuchung, den entscheidenden Unterschied zwischen…
Michael Welker über Engel: „Während Menschen sich durch Boten gleichsam vervielfachen, an mehreren Orten zugleich präsent werden können, bedeutet Gottes Gegenwart in den Engeln eine Selbstzurücknahme, eine Selbstverendlichung. Der allgegenwärtige Gott zieht sich in dieser Offenbarung zusammen, konzentriert sich auf eine geschöpfliche Situation. Diese Selbstverendlichung Gottes wird nie auf Dauer gestellt und nie konkret wiederholt. Deshalb ist es den Engeln wesentlich, zu verschwinden und nicht wiederzukommen. Engel werden nicht sesshaft und sterben nicht. Sie sind nicht »natürlich« im Sinne von naturwissenschaftlich faßbaren und meßbaren Sachverhalten. Ihre Realität ist die des einmaligen Ereignisses.“
Das dürfte wohl immer noch der klügste Lexikonartikel in Sachen Engel sein, den Michael Welker im Anschluss an seinen Aufsatz…
Gerhard von Rads Auslegung von 1. Mose 4,1-16 aus seinem Genesis-Kommentar: „Vergossenes Blut lässt sich nicht zuschaufeln, es schreit zum Himmel empor.“
Meisterlich ist Gerhard von Rads Auslegung von 1. Mose 4,1-16, also der Kain-und-Abel-Geschichte in seinem Genesis-Kommentar: Die Geschichte von Kain…
Gerhard von Rad, Predigtmeditation zu 1.Mose 4,1-16: „An ihrem Ende aber weist die Geschichte auf ein großes Geheimnis. Das letzte Wort in ihr hat ja nicht Kain, sondern Gott. War es schon ein Rätsel, daß Kain um seines Mordes willen nicht getötet wurde, so ist es vollends wunderbar, dass der von Gott verfluchte Kain, von Gott doch in ein ganz paradoxes Schutzverhältnis aufgenommen wird. Das Zeichen — wahrscheinlich war in einer älteren Gestalt der Geschichte an eine Tätowierung gedacht — ist als ein Schutzzeichen zu verstehen. Auch der von dem Angesicht Gottes weggehende Kain bleibt noch Eigentum Gottes. Das Hoheitsrecht Gottes über Kain ist wunderbarerweise noch nicht erloschen. Gott will nicht, dass die von ihm über Kain verhängte Strafe dem Menschen das Recht zu Verwilderung und Blutvergießen gibt. So endet die Kainsgeschichte mit einem verhaltenen Wort von einem göttlichen Gnaden- und Ordnungswillen.“
Predigtmeditation zu 1. Mose 4,1-16 Von Gerhard von Rad Auch in der neuen Perikopenordnung ist für den 13. Sonntag nach…
Maskulistische Geschlechterforschung aus dem Kriegsjahr 1917 – der Gynäkologe Ernst Bumm über das Frauenstudium: „Wie der Körper durch die Sekrete seinen weiblichen Charakter erhält, so wird auch die seelische Tätigkeit des Gehirns in besonderer, der Frau eigentümlicher Weise abgestimmt, was sich oft dem An- und Abschwellen der Drüsenfunktion entsprechend in wechselndem Maße äußert und beobachten lässt. Die weibliche Anlage und ihre Funktionen bewirken eine stärkere Erregbarkeit und deshalb bei allen geistigen Vorgängen ein stärkeres Mitklingen der Gefühlssphäre. Frauen sind im allgemeinen mehr als Männer Stimmungen und unbewussten Gefühlserregungen unterworfen, welche die Arbeit ungleichmässig machen, die rein verstandesmässige Ueberlegung einschränken und das Urteil trüben können. Die Stimmungen greifen auch auf die Willenskraft über, die anscheinend unbegründeten Schwankungen ausgesetzt ist und leichter beeinflusst wird. Bekannt ist die überfeine Empfindsamkeit gegen Lob und Tadel, man kann bei Frauen durch Lob und Anregung des Ehrgeizes alles herausholen, Tadel und Widerstände drücken ihre Leistungen herab und können sie vollständig hemmen. Weil sich in den Willensakt leicht Gefühle einmischen, fällt es der Frau schwer, weittragende Entschlüsse zu fassen und Verantwortungen zu übernehmen, sie liebt die Kompromisse, sie ist konservativ und zieht dem Einschlagen neuer Bahnen das ruhige Wandeln auf dem ausgetretenen Wege der Gewohnheit vor. Der vollen dauernden Hingabe der Seele ans Werk wirft sich der Körper entgegen: Deshalb bringt die Frau, die im Bereiche ihrer Veranlagung als Mutter zur höchsten Selbstentäusserung fähig und immer bereit ist, den Grad von Konzentration der Seelenkräfte nur selten auf, wie er zu grossen Taten auf dem Gebiete der Kunst und Wissenschaft nötig ist.“
Wer meint, dass universitäre Gender Studies Gaga seien, sollte sich die Rede „Über das Frauenstudium“ von Ernst Bumm (1858-1925), seinerzeit…