„Alles, was Gott geschaffen hat, ist gut“ – Predigt über 1. Timotheus 4,4-5 an Erntedank: „Wer im Gotteslob und im Dankgebet den alltäglichen Dingen und Aufgaben Gottes Güte immer wieder neu zuspricht, dessen Wahrnehmung der Schöpfung verändert sich zum Positiven. Im Lobpreis lichtet sich unsere Lebenswelt, weitet sich unser Gesichtsfeld auf den Himmel zu.“

Predigt über 1. Timotheus 4,4-5 an Erntedank „Alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich, was mit…

Warum der Religionsbegriff für Christen unpassend ist: „Wenn man von der eigenen christlichen Religion spricht, ist diese unvermeidlich dem Tod ausgesetzt. Glaubensinhalte sind nicht ‚unsterblich‘. So sterben Religionen mit der Zeit aus, wenn sie keine Anhänger mehr haben. Und Aussagen über eine postmortale Auferstehung der Toten gelten religiös nur solange wie man selbst am Leben ist. Stirbt der Mensch als ‚reli­giöses‘ Subjekt, ist damit für ihn die persönliche Glaubensüberzeugung ‚Leben nach dem Tod‘ erledigt. Sie mag ihm zu Lebzeiten Trost (im Falle des Todes eines Angehörigen) oder eigene Hoffnung (angesichts des eigenen bevorstehenden Todes) gegeben haben, aber letzt­endlich vernichtet der Tod Glaubensinhalte. Sie haben keine eigene Wirklichkeit, die den Tod überwindet. Was auch immer religiös gedacht, gelehrt oder praktiziert wird, findet im Tod ihr Ende. Im Tod ist es aus mit der Religion. Sie erweist sich letztendlich als unwirklich (anergetisch).“

Warum der Religionsbegriff für Christen unpassend ist Wenn vom Christentum als (Welt-)Religion mit Jesus als Religionsstifter – analog zu Mose,…

Adolf von Harnack, Zehn Gebote für Autoren, die mit Anmerkungen umgehen: „Fasse deinen Text so, dass er auch ohne die Anmerkungen gelesen werden kann. Sei sehr sparsam mit Anmerkungen und wisse, dass du deinem Leser Rechenschaft geben musst für jede unnütze Anmerkung; er will in deinen Anmerkungen ein Schatzhaus sehen, aber keine Rumpelkammer. Betrachte die Anmerkungen nicht als Katakomben, in denen du deine Voruntersuchungen beisetzest, sondern entschließe dich zur Feuerbestattung.“

Von Adolf von Harnack gibt es einen wunderschön geschriebenen Text „Zehn Gebote für Autoren, die mit Anmerkungen umgehen“ über Praxis…

Wie gegenständliche Segnungen (Realbenediktionen) in der evangelischen Kirche angebracht sind. Von der Pastoralen Einführung zum katholischen Benediktionale lernen: „Was Segnungen im biblischen Verständnis vorsehen, ist der gotteslöbliche Einbezug von Gegenständen wie auch von Personen in die göttliche Heilsökonomie. Anstelle einer magischen Kraftübertragung wird das Gesegnete in seiner Gottesverbindung heilsam wahrgenommen, so wie dies ja mit den Berachot (Lobsprüchen) jüdischerseits praktiziert wird. Wer dennoch meint, einen gegenständlichen Lobpreis-Segen ablehnen zu müssen, sollte konsequenterweise folgendes Tischgebet auf den protestantischen Index setzen: ‚Vater, segne diese Speise, uns zur Kraft und Dir zum Preise. Amen.'“

Wie gegenständliche Segnungen (Realbenediktionen) in der evangelischen Kirche angebracht sind. Von der Pastoralen Einführung zum katholischen Benediktionale lernen „Danach von…

Helmut Merkleins letzter Predigt über Matthäus 14,22-33: „Unser ganzes Leben ist eine Fahrt über das Wasser. Wir leben ständig am Rande des Chaos und des Todes. Wir bemerken das meistens nur nicht. Aber hin und wieder wird uns unser Grenzgang zwischen Tod und Leben bewusst. Wenn unsere Welt, die wir uns so schön zurechtgelegt haben, zerbricht. Wenn Krisen in den Beziehungen auftreten. Wenn wir hilflos und machtlos unser Leben nicht mehr gestalten können, wie wir es eigentlich wollen. Wenn schwere Krankheit uns überfällt.“

Da weiß der katholische Professor für die Exegese des Neuen Testaments Helmut Merklein (1940-1999), dass die Krebserkrankung ihn an das…