Gott hat das beste Regiment sich selbst vorbehalten Unser Herrgott hat sich und seiner Kirche das beste Regiment vorbehalten. Er…
Ich habe nicht Recht – Gott sei Dank: „Kommt der Zuspruch ‚Dir sind deine Sünde vergeben um Christi willen‘ im eigenen Glauben – d.h. im eigenen Christusbedingten Vertrauen in die göttliche Gerechtigkeit – für uns zur Geltung, vollzieht sich für unser Menschsein die lebensentscheidende Umkehrung. Ich muss als Mensch nicht aus meiner eigenen Selbstbehauptung leben – gleichsam wie in einer Ritterrüstung mit geschlossenem Visier –, sondern kann in Jesus Christus der liebestiefen Annahme meines Lebens offen ins Augen sehen. Wenn ich zu mir selbst sagen kann ‚ich habe nicht Recht, sondern Er hat für mich Recht‘, gebe ich mich selbst nicht verloren, sondern überlasse mich Seiner Gerechtigkeit und finde mich in Jesus Christus als Seinem Ebenbild wieder.“
Ich habe nicht Recht – Gott sei Dank „Ich habe nicht Recht“ ist für Christen der Grundsatz menschlicher Selbstgewissheit. Eine…
Grimms Wörterbuch (DWB) über den ‚lieben Gott‘: „Die heute gebräuchlichste Wendung ‚der liebe Gott‘ entspricht nicht dem biblischen Sprachgebrauch und kommt auch in der Lutherbibel nicht vor. Im Althochdeutschen erscheint liobi nur in Verbindung mit truhtîn (Herr), nicht aber mit got (Gott). Erst im Mittelhochdeutschen und besonders in älteren Volksliedern wird die Verbindung ‚der liebe Gott‘ gebräuchlich. Im eigentlichen Sinne des Attributs, also im Sinne von ‚gütig, gnädig, freundlich‘, wird es jedoch nur selten verwendet, wie etwa in dem Beispiel: ‚dass er vor sie den lieben Gott bat, damit er sie erlöse.'“
Über den „lieben Gott“ im Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (DWB) Kindersprache ist mitunter Elternsprache, wenn verharmlosend…
Eberhard Jüngels Stellungnahme zum Kirchenasyl von 1994: „Die Kirche hat das geltende staatliche Recht zu respektieren, in einem demokratischen Rechtsstaat zumal. Hält sie es für verbesserungsbedürftig, so hat sie den Gesetzgeber um entsprechende Verbesserungen zu bitten. Sie kann ihn aber nicht zwingen und auch nicht zwingen wollen. Und sie kann schon gar nicht für sich selber ein das geltende staatliche Recht brechendes Kirchenrecht proklamieren. Es sind Fälle denkbar, in denen die staatliche Handhabung des geltenden Rechtes diesem nicht gerecht wird. In solchen Fällen ist mit den Mitteln des Rechts gegen die staatliche Handhabung des Rechts Einspruch zu erheben. Das ist der Kirche genauso aufgegeben wie jedem Bürger.“
Immer noch lesenswert ist, was Eberhard Jüngel 1994 in Sachen Kirchenasyl in der F.A.Z. geschrieben hatte: Die Gewaltfreiheit des Kirchenraumes…
Was ist der Mensch? Theologische Anthropologie im Anschluss an Psalm 8: „Psalm 8 ist für die Rede vom Menschen in der christlichen Lehre wie auch im christlichen Leben maßgeblich, wird doch explizit darin die Frage nach dem Menschsein gestellt. Allerdings liefert der Psalm selbst keine Definition des Zustandes ‚Menschsein‘, sondern findet den Menschen im staunenden Gotteslob. Gerahmt ist der Psalm vom göttlichen NAMENslob: ‚HERR, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen!'“
Was ist der Mensch? Theologische Anthropologie im Anschluss an Psalm 8 Was ist der Mensch? heißt die Frage, die es…
Hannah Arendt über die Lüge in der Politik: „Die bewusste Leugnung der Tatsachen – die Fähigkeit zu lügen – und das Vermögen, die Wirklichkeit zu verändern – die Fähigkeit zu handeln – hängen zusammen; sie verdanken ihr Dasein derselben Quelle: der Einbildungskraft. Es ist nämlich keineswegs selbstverständlich, dass wir sagen können ‚Die Sonne scheint‘, wenn es tatsächlich regnet (gewisse Hirnverletzungen haben den Verlust dieser Fähigkeit zur Folge). Es beweist vielmehr, dass wir mit unseren Sinnen und unserm Verstand zwar für die Welt gut ausgerüstet, dass wir ihr aber nicht als unveräußerlicher Teil eingefügt sind. Es steht uns frei, die Welt zu verändern und in ihr etwas Neues anzufangen. Ohne die geistige Freiheit, das Wirkliche zu akzeptieren oder zu verwerfen, ja oder nein zu sagen – nicht nur zu Aussagen oder Vorschlägen, um unsere Zustimmung oder Ablehnung zu bekunden, sondern zu Dingen, wie sie sich jenseits von Zustimmung oder Ablehnung unseren Sinnes- und Erkenntnisorganen darbieten –, ohne diese geistige Freiheit wäre Handeln unmöglich. Handeln aber ist das eigentliche Werk der Politik.“
Die Lüge in der Politik (Lying in Politics) Von Hannah Arendt Als 1971 Teile des sogenannten Pentagon-Papiere, ein Geheimdokument des…
Predigt zum Turmbau zu Babel (Genesis 11,1-9) an Pfingsten: „Was nun vom Himmel kommt, ist kein göttliches Donnerwetter, auch kein Weltgericht, nur ein kleiner Eingriff: Einem jedem wird die eigene Sprache verdreht, so dass keiner mehr den anderen versteht und damit auch nichts mehr zusammengeht. Was Menschen dem Diabolos, zu Deutsch dem Teufel als Durcheinanderwerfer zuschreiben, übernimmt der HERR Gott selbst: Er schafft Uneinigkeit unter den Menschen. Mangels Verständigung muss sich die Gemeinschaft auflösen. Die Hochkultur ist am Boden gescheitert. Wer in den Himmel hinauf will, wird auf der ganzen Erde wie Saatgut verstreut.“
Predigt zum Turmbau zu Babel (Genesis 11,1-9) an Pfingsten Was für ein Menschheitstraum: Alle sprechen eine Sprache, leben zusammen und…
Gerhard von Rad über den Turmbau zu Babel: „Die Vielheit der Völker zeigt nicht nur die Mannigfaltigkeit der Schöpferkraft Gottes, sondern auch ein Gericht“
Am Pfingstensonntag ist die alttestamentliche Lesung die Turmbauerzählung in 1. Mose 11,1-9. Was dazu hat Gerhard von Rad in seinem…
opak 4 – die theologische Kreuzigung Gottes
Da finden sich der Aufsatz wieder, den ich 1993 am Ende meiner Studentenzeit zusammen mit Harald Olschner geschrieben hatte: opak…