„Gott achtet das Ansehen der Menschen nicht“ – Martin Luthers Auslegung von Galater 2,6: „Von Natur sind wir angelegt auf den Per­sonenkult. Dies Laster ist uns eingepflanzt, dass wir die Personen bewun­dern und mehr achten als Gottes Wort, während Gott doch will, dass wir hängen und haften allein am Worte selbst. Er will, dass wir den Kern und nicht die Schale erwählen sollen, dass wir uns mehr um den Hausvater, als um das Haus kümmern. Er will nicht, dass wir in Petrus und Paulus das Apostelamt bewundern und verehren, er will, dass wir Christus ehren, der in ihnen redet, und das Wort Gottes selbst, das aus ihrem Munde geht.“

„Denn Gott achtet das Ansehen der Menschen nicht“ (Deus personam hominis non accipit). Auslegung zu Galater 2,6 Von Martin Luther…

Reinhold Schneider, Pilatus (1942): „Die Wahrheit ist da und spricht und wird zum Tode geführt und bleibt doch in der Welt; ihr Dasein ist die große bewe­gende Tatsache der Geschichte, aber die Menschen stehen vor ihr und fragen nach ihr, ohne sie zu erkennen, oder sie lehnen mit einem halb schmerzlichen, halb verächtlichen Ausruf den Glauben an ihr Dasein, ja an die Möglichkeit dieses Daseins ab, und es ist nicht immer eine willentliche Abkehr, die sie da­zu bewegt.“

Pilatus »Was ist Wahrheit?« (Joh 18,38) Von Reinhold Schneider Das Wort des Pilatus ist durch die Welt gegangen wie das…

Hans Joachim Iwand, Predigt über Lukas 5,1-11 (1947): „Wie ei­ner, der aus dem Tode ins Leben tritt, wie einer, der gerettet ist, aber um den Preis, dass er nun seinem Retter gehört, hört Petrus, wie nun über sein Leben entschieden wird: Du wirst von nun an Menschen fangen. Du wirst – das ist ausgemacht von Gott – es ist keine Frage, auch kein Befehl, es gibt kein Ja oder Nein zu diesem Beruf, es gibt nur dies eine, daß sich erfüllt, was Gott im Sinne hat. Und mit einemmal versteht Petrus die ganze Ge­schichte, vom Ende her enthüllt sich der Sinn dieser seltsamen Erlebnisse. Die Fahrt aufs hohe Meer wird das Sinnbild seines Lebens sein, der Nachen das Sinnbild der Kirche, die ihn trägt, das Meer Bild der Welt, die sein Ar­beitsfeld werden soll, das Netz Bild für das Wort, mit dem er fischen muß, und der Fang Verheißung der Gemeinde, die gewonnen wird.“

Predigt über Lukas 5,1-11. Jesus und die Kirche Von Hans Joachim Iwand Es begab sich aber, da sich das Volk…