Dietrich Bonhoeffer über die Dummheit: „Es gibt intellektuell außerordentlich bewegliche Menschen, die dumm sind, und intellektuell sehr Schwerfällige, die alles andere als dumm sind. Die Dummheit scheint vielleicht weniger ein psychologisches als ein soziologisches Problem zu sein. Bei genauerem Zusehen zeigt sich, dass jede starke äußere Machtentfaltung, sei sie politischer oder religiöser Art, einen großen Teil der Menschen mit Dummheit schlägt. Ja, es hat den Anschein, als sei das geradezu ein soziologisch-psychologisches Gesetz. Die Macht der einen braucht die Dummheit der anderen. Der Vorgang ist dabei nicht der, dass bestimmte – also etwa intellektuelle – Anlagen des Menschen plötzlich verkümmern oder ausfallen, sondern dass unter dem überwältigenden Eindruck der Machtentfaltung dem Menschen seine innere Selbständigkeit geraubt wird und dass dieser nun darauf verzichtet, zu den sich ergebenden Lebenslagen ein eigenes Verhalten zu finden.“

Von der Dummheit Von Dietrich Bonhoeffer Dummheit ist ein gefährlicherer Feind des Guten als Bosheit. Gegen das Böse läßt sich…

Søren Kierkegaard, Das Kriminalverbrechen: „Christ­liche Staaten, christliche Lande, ein christliches Volk, eine – wunderlich! – eine christliche Welt. Und wäre auch etwas Wahres an dieser Rede von christlichen Völkern und Staaten, wenn, wohlgemerkt, alle Zwischenbestimmungen, jeder Abstand vom Christentum des Neuen Testaments redlich und ehrlich angegeben und kenntlich gehalten würde: Sicher ist, daß an diesem Punkt – christlich – ein ungeheuerliches Kriminalverbrechen verborgen liegt.“

Das Kriminalverbrechen Von Søren Kierkegaard Man erzählt von einem Bierzapfer eine lächerliche Geschichte. Man erzählt, er habe sein Bier flaschenweise…

Eberhard Jüngel, Predigt über Römer 11,25-33: „Dieser strahlende Final­satz »auf dass er sich aller erbarme« bringt Licht nicht nur in die dunklen Stellen der Bibel, sondern eben deshalb auch in die dunklen Abgründe unseres Lebens. In alles, was für sich allein genommen schwer oder gar nicht erträglich ist, ist nun Gott selber hineingezogen: mit dem ganzen Gewicht seiner göttlichen Gerechtigkeit und mit dem noch größeren Gewicht seiner Barmher­zigkeit. Barmherzig sein – das heißt ja: sein eigenes Herz nicht verschonen. Das hat Paulus gemeint, als er an anderer Stelle schrieb, Gott habe seinen eigenen Sohn nicht verschont. Das also ist Gottes großes Geheimnis: dass er sein eigenes Herz nicht verschont hat. Am Kreuz Jesu Christi blutete es. Und wenn je ein Herz, dann hat dieses Herz nicht umsonst geblutet.“

Predigt über Römer 11,25-33 (10. Sonntag nach Trinitatis) Von Eberhard Jüngel Liebe Gemeinde! Ein Geheimnis nennt der Apostel das, was…