Was ist evangelisch? Leben vor dem Kreuz Christi, dessen Perfektum nicht zum Präteritum wird

Was ist eigentlich evangelisch? Viel ließe sich dazu sagen. Auf ein Bild hin möchte ich Evangelisch-Sein verdichten: Bleibendes Leben vor dem Kreuz Christi. Dieses Bild bedarf einer kurzen Erklärung: Ich stehe im Glauben an das Evangelium permanent vor Christus in seiner Selbsthingabe am Kreuz. Es gibt in meinem irdischen Leben weder eine Zeit noch eine Situation, in der ich das Kreuz Christi in meinem Leben hinter mir lassen kann. Weder durch eine richtige (Glaubens-)Entscheidung noch durch eine eigene vortreffliche Lebenshaltung vermag ich das Heilswerk Christi mir anzueignen. Das Kreuzesgeschehen gehört für mich niemals der Vergangenheit an. Als Sünder, der sich selbst verloren gibt, bleibe ich zeitlebens auf das Kreuz Christi angewiesen. Ich kann eben nicht selbst gerecht werden, so dass das Kreuz Christi mir nicht länger gelten muss. Das Perfektum des Kreuzes wird mir eben nicht zum Präteritum. Nur so kann ich im Jüngsten Gericht Jesus Christus als gerechten Richter, der sich zu meinem Heil am Kreuz hat hinrichten lassen, glauben.

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