Rudolf Bohren, Das Wort und die Kraft von 1952: „Lessing antwortet: »Gewiß, lieber Herr Pfarrer Bohren, ich zweifle ja nicht, daß Sie und alle Ihre hier versammelten Kollegen sehr schön und rührend über die Seligen, die nicht sehen und doch glauben, zu predigen wüßten! Aber was soll dann ich Unseliger? Ich bin kein Gotteskind. Ich bin ein Zweifler. Ich muß schauen. Bin ich darum ewig verloren?«“

Das Wort und die Kraft[1] Von Rudolf Bohren I. Vorspiel Brauchen wir einmal unsere Phantasie. Stellen wir uns vor: hier…

Eduard Thurneysen, Predigtanfang, Predigtfortgang und Predigtschluss: „Predigen heißt nicht von sich her etwas vertreten oder beweisen oder gar anpreisen und be­teuern wollen — das wäre Verrat an der Predigt. Predigen heißt: etwas ausrichten, das mir selber übertragen worden ist. Lebendig ausrichten, mit der ganzen Kraft, die in einem lebt, aber ausrichten! Briefträger sein wollen und nichts anderes!“

Predigtanfang, Predigtfortgang und Predigtschluss. Eine homiletische Studie Von Eduard Thurneysen Pascal schreibt in seinen Pensées als Mahnung den geistvollen Satz:…

Karl Steinbauers Brief an Bischof Meiser vom Dezember 1938: „Ich bitte Sie, Bruder Meiser, weichen Sie nicht aus! Ich kann nicht so geschickt reden wie manch einer, der Sie berät und Ihnen schreibt; aber das weiß ich, es geht hier um die Grund­tatsachen unseres Chri­stus-Glaubens und Sie täten gut, sich von einem Bruder auf das Heil in dem einzig gültigen Opfer anreden zu lassen und nicht durch die Darbringung Ihrer ‚Opfer‘ zu erweisen, dass Sie nicht glauben an seine endgültige, d. h. bis zum Ende der Tage gültige Gültigkeit und Voll­kommenheit. Und den Gewinn dieses Opfers kann man durch Unglauben verleugnen und verlieren, endgültig verlieren! Und, Bruder Meiser, über den Sühne- und Op­fertod Jesu Chri­sti, des ewigen Hohenpriesters zur Rechten Gottes, werden wir nicht im Examenssaal in Ans­bach geprüft, sondern etwa in der Kanzlei des Mannes, der den Titel Kirchenminister trägt. Der Herr Kerrl hat Sie über das Thema: ‚Die Gültigkeit des Opfertodes Jesu Christi für die Kirche im Jahre 1938‘ geprüft und Sie selber wissen, wie Sie den ewigen Hohenpriester verleugnet haben.“

Brief an den bayerischen Landesbischof Hans Meiser (Dezember 1938) Als im September 1938 durch den Druck Hitlers auf die Tschechoslowakei…

Erklärung der Kirchlich-Theologischen Sozietät zum Gebetsgottesdienst der Vorläufigen Leitung der DEK: „Die Gemeinde handelt darum nach Gottes Wort, wenn sie nach dieser GO in drohender Kriegsnot bittet, Gott wolle den Krieg von uns ab­wenden und den Regierenden in allen Völkern das Herz lenken, daß sie ihre Völker zum Frieden regieren.“

Als in der SS-Zeitung „Das Schwarze Korps“ vom 27. Oktober 1938 der Gebetsgottesdienst anlässlich drohender Kriegsgefahr am 30. September 1938…

Kristlieb Adloff, GOTT? Nachdenkliches zum assistierten Suizid: „Kann jetzt ein Mensch, getragen von einem breiten gesellschaftlichen Konsens, darüber bestimmen, was ein menschenwürdiges Leben ist und was ‘lebensunwert’ heißen darf? Der den Schöpfer ehrende Mensch der Bibel weiß, dass er dazu, zu dieser Bestimmung, keine Freiheit hat.“

Eine lesenswerten Beitrag zur Frage des assistierten Suizids hat jüngst Kristlieb Adloff verfasst: GOTT? Nachdenkliches im Anschluss an das Urteil…

Paul Schempp, „Das Evangelium als politische Weisheit“ von 1948: „Das fröhliche Ereignis der Schöpfung ist in seiner Tragweite und Bedeu­tung stärker als das Ereignis des Sündenfalls, und das fröhliche Ereignis von Ostern ist in seiner Tragweite und Bedeutung stärker als das Ereig­nis der Kreuzigung Jesu, und das fröhliche Ereignis der Wiederkunft Christi ist in seiner Tragweite und Bedeutung stärker als der Schrecken der Endzeit.“

Paul Schempps „Das Evangelium als politische Weisheit“ von 1948 dürfte wohl als die erste evangelische Politische Ethik in der Nachkriegszeit…

„Der Glaube sieht am besten im Dunkeln.“ Søren Kierkegaards Trostwort in seiner Rede über ‚Mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht‘ (Matthäus 11,30): „Der Gläubige fühlt menschlich wie schwer das Lei­den ist, aber in der gläubigen Verwunderung darüber, dass es ihm gewinnreich ist, sagt er doch fromm: es ist leicht. Er kann es wohl nicht verstehen und sagt menschlich: es ist unmög­lich, aber er sagt es wieder in gläubiger Verwunderung darüber, dass es ihm gewinnreich ist. Wenn die Klugheit den Gewinn einsehen kann, da kann der Glaube Gott nicht sehen; aber wenn die Klugheit in der dunklen Nacht des Leidens keine Handbreit vor sich sehen kann, da kann der Glaube auf Gott sehen; denn der Glaube sieht am besten im Dunkeln.“

Nachdem Joe Bidens Sohn Beau mit 46 Jahren an einem Hirntumor gestorben war, postete Bidens Frau Jill an den Badezimmerspiegel…