Heinrich Böll, Eine Welt ohne Christus (1957): „Selbst die allerschlechteste christliche Welt würde ich der besten heidnischen vorziehen, weil es in einer christlichen Welt Raum gibt für die, denen keine heidnische Welt je Raum gab: für Krüppel und Kranke, Alte und Schwache und mehr noch als Raum gab es für sie: Liebe für die, die der heidnischen wie der gottlosen Welt nutzlos erschienen und erscheinen.“

Eine Welt ohne Christus Von Heinrich Böll Ich frage mich vieles, vor allem das eine: Wie ist es möglich, dass…

Hans Urs von Balthasar, Crucifixus etiam pro nobis (1980): „Hier muss einer, ein Mensch, für ihn eintreten, ein Mensch, der zugleich vor Gott die Last der Sünde und die Unschuld der Liebe verkörpert, damit die Barmherzigkeit Gottes sich von der davon untrennbaren Gerechtigkeit nicht zu entblößen braucht. Wenn Jesus den Schuldzustand eines Abgewendeten in sich trägt, so geschieht dies aufgrund einer letzten raumschaffenden Entleerung seines Herzens, einer Kenosis, in der die Schuld der Welt Platz gewinnt.“

Crucifixus etiam pro nobis Von Hans Urs von Balthasar Die Ursprünglichkeit des »pro nobis« Die Formel, daß Jesus Christus »für…

Vom wundersamen Tausch (admirabile commercium): Meine Krankheit – Christus trägt sie an seinem Leib. / Meine Einsamkeit – Christus hat sie umarmt. / Meine Dunkelheit – Christus hat sie durchschritten. / Meine Verzweiflung – Christus hat sie ausgeschrien. / Meine Schwachheit – Christus hat sie eingeatmet. / Meine Sünde – Christus hat sie erlitten. / Mein Tod – Christus ist für mich gestorben. / Mein Leben – Christus hat es gerettet.

Vom wundersamen Tausch (admirabile commercium) Meine Krankheit – Christus trägt sie an seinem Leib.Meine Einsamkeit – Christus hat sie umarmt.Meine…

Rudolf Bultmann, Gedanken über die gegenwärtige theologische Situation (1958): „Was ist also die Aufgabe der Theologie in der gegenwärtigen Situation? Sie besteht darin, dass sie deutlich macht, dass der christliche Glaube keinerlei innerweltliche Sicherheit gibt, dass er aber, als der Glaube an Gottes offenbare Gnade, die Freiheit schenkt, getrost durch Dunkelheit und Rätsel hindurchzuschreiten und die Verantwortung für die Tat in der Einsamkeit eigener Entscheidung zu wagen und zu tragen.“

Gedanken über die gegenwärtige theologische Situation Von Rudolf Bultmann Die gegenwärtige Aufgabe der Theologie ist, wie mir scheint, durch zwei…

Gerhard von Rad, Das Geheimnis des alttestamentlichen Israel: „Ich fürchte, das alles, was ich sagen konnte, war nur ein Flü­sterwort von dem Geheimnis Israels. Sicher muß es in der Gegend der Gespräche Israels mit Gott liegen, in der ihm widerfahrenen Anrede, in deren Sicht Israel sich selbst offenbar geworden ist, und in dem prophetischen Warten auf das Kommen Gottes.“

Das Geheimnis des alttestamentlichen Israel Von Gerhard von Rad Die Formulierung des Themas könnte als etwas reißerisch empfunden werden. Man…

Martin Heidegger, Vom Geheimnis des Glockenturms: „Die geheimnisvolle Fuge, in der sich die kirchlichen Feste, die Vigiltage, und der Gang der Jahreszeiten und die morgend­lichen, mittäglichen und abendlichen Stunden jedes Tages in­einanderfugten, so daß immerfort ein Läuten durch die jungen Herzen, Träume, Gebete und Spiele ging …“

Vom Geheimnis des Glockenturms Von Martin Heidegger In der Frühe des Weihnachtsmorgens gegen halb vier Uhr ka­men die Läuterbuben ins…

Hans Joachim Iwand, Predigtmeditation zu Matthäus 28,16-20 (Trinitatis 1946): „Weithin lähmt die Erwartung des nahe bevorstehenden Endes das Heraustragen der Botschaft, darum die Bemühung, in frommen Kreisen zusammenzubleiben (in Jerusalem das Ende abzuwarten!), darum die Preisgabe der „Welt“ als einer endgültigen verlorenen, endgültig den Dämonen preisgegebenen Angelegenheit.“

Predigtmeditation zu Matthäus 28,16-20 (Trinitatis 1946) Von Hans Joachim Iwand Die Tauffe ist nichts anders denn eine Epiphania, Denn gott…