Wilhelm Löhe über den liturgischen Vortrag im Gottesdienst: „Wer im Namen der Gemeinde in Geist und Wahrheit beten und lesen will, der bedarf vor allem subjektiver Frömmigkeit und geistlicher Übung; wem die eigene Andacht und Vorbereitung zum liturgischen Dienst kein Ernst ist, der lernt am allerwenigsten die große Kunst heiliger Diener Gottes, am Altar richtig zu lesen und zu betonen.“

Liturgischer Vortrag Von Wilhelm Löhe Es gibt einen homiletischen, einen katechetischen und einen liturgischen Vortrag. Der leichteste, das ist am…

Friedrich Mildenberger, Dem Wort vertrauen. Gedenkrede auf Hermann Diem: „Nur weil ich selbst erkannt bin, erkenne ich – das ist unumkehrbar der »biblische Erkenntnisweg«, auf den Hermann Diem immer wieder hingewiesen hat. Hier aber hat die dogmatische Aussage ihre notwendige Funktion. Das nicht als eine Wahrheit, die eben zu glauben wäre, und so den Glauben zu einem Werk mach­te, das der Mensch um seines Heiles willen aufzubringen hat.“

Karl Eberlein hat mit seinem Buch Zeitgemäß und schriftgemäß: Friedrich MildenbergerAuf den Spuren eines sperrigen Theologen (Lit Verlag, 2022) den…

Ernst Troeltsch, Meine Bücher (1921): „Die Philo­sophie als solche war in ihrem damaligen Zustande wenig ver­lockend; Medizin interessierte mich nur theoretisch. Also wurde ich Theologe. In der Theologie hatte man damals so ziemlich den einzigen Zugang zur Metaphysik und äußerst spannende historische Probleme zugleich. Mit dem Praktischen mochte es dann nachher werden wie es wollte. Ein urwüchsig starker religiöser Drang schien dafür zu bürgen, daß das schon irgendwie möglich sein würde.“

Meine Bücher (Die deutsche Philosophie der Gegenwart in Selbstdarstellung) Von Ernst Troeltsch Selbstanzeigen größten Stiles, wie sie diese Blätter aufweisen,…

Friedrich Dürrenmatt, Zu den Teppichen von Angers (1951): „Der fromme Glaube, der die Teppiche von Angers schuf, wissend um die Vergänglichkeit der Welt und dennoch ohne Verzweiflung, da es für ihn, noch wirklicher als der Tod, die Auferstehung gab und das selige Erwachen der Christen auf einer neuen Erde und in einem neuen Himmel nach den Schrecken der Apokalypse, hat einer Angst Platz gemacht, für die das Jüngste Gericht nur noch das Ende bedeutet, eine schauerliche Götterdämmerung der Zivilisation, der, dank der Atombombe, das Nichts folgen soll, das sinnlose Kreisen eines ausgebrannten Planeten um eine gleichgültig gewordene Sonne.“

Zu den Teppichen von Angers (1951) Von Friedrich Dürrenmatt Der fromme Glaube, der die Teppiche von Angers schuf, wissend um…

Rudolf Bohrens Predigt über Offenbarung 4-5 (nach dem Abwurf der ersten Atombombe auf Hiroshima am 6. August 1945): „Dieser Christus, der geschlachtete und siegreiche, er allein kann das Buch mit den sieben Siegeln öffnen, das heisst: ER ist der Herr der Weltgeschichte. Darum können wir einen Tag nicht mehr rechnen ohne IHN. Darum sind unsere Jahreszahlen alle ausgerichtet auf das Jahr seiner Geburt. Er allein kennt und lenkt die verborgene Fäden der Weltgeschichte. Er weiss auch, welchen Platz die Atombombe einnimmt in seinen Plänen.“

Da war Rudolf Bohren als 25-Jähriger noch kein halbes Jahr in die Gemeinschaft reformierter Prediger als Verbi Divini Minister (VDM)…

Martin Luther zu Psalm 119,105: „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte“: „Nicht verstehen musst du, sondern wollen, nicht wissen, sondern tun, was gehört wird. Und du wirst nicht irren, wenn du glaubst und wandelst, auch wenn du nicht siehst. Folge du nur ruhig dem Gehörten, denn sein Wort wird deinen Füßen eine Leuchte und ein Licht auf deinen Wegen sein.“

Zu Psalm 119,105: „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte“ Von Martin Luther „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte.“ Es ist…

Georg F. Vicedom, Missio Dei (1958): „Missio Dei besagt zunächst einmal, dass die Mission Gottes Werk ist. Er ist der Herr, der Auftraggeber, der Besitzer, der Durchführende. Er ist das handelnde Subjekt der Mission. Wenn wir auf diese Weise die Mission Gott zuschreiben, ist sie jeder menschlichen Willkür entzogen. Wir müssen also nachweisen, ob Gott die Mission will und wie er sie selbst durchführt.“

Die Missio Dei Von Georg F. Vicedom Die früheren Begründungen der Mission litten vor allem darunter, daß sie entweder den…

Martin Luthers furchtbarer Aufruf zum Judenpogrom in seiner Schrift „Von den Juden und ihren Lügen“ (1543): „Zum andern, dass man auch ihre Häuser desgleichen zerbreche und zerstö­re. […] Dafür mag man sie etwa unter ein Dach oder Stall tun wie die Zigeuner, auf dass sie wissen, sie seien nicht Herren in unserem Lande, wie sie rühmen, son­dern im Elend (= Ausland) und gefangen, wie sie ohne Unterlass vor Gott über uns Zeter schreien und klagen.“

Aufruf zum Judenpogrom (Von den Juden und ihren Lügen, 1543) Von Martin Luther Auch die dunklen Seiten Martin Luthers müssen…