Johann Baptist Metz, Erlösung und Emanzipation (1973): „Wo immer der Versuch ge­macht wird, die in Jesus Christus vollbrachte Erlösungsgeschichte und die menschliche Leidensgeschichte nicht einfach geschichtslos paradoxal gegeneinanderzusetzen bzw. das eine sub contrario im anderen zu behaupten, sondern die Entzweiung mensch­licher Leidensgeschichte selbst noch einmal in der Dialektik der trinitarischen Gottes­geschichte zu deuten und zu begreifen, liegt die genannte Verwechslung zwischen der Negativität des Leidens und der Negativität des dialektisch vermittelten Begriffs des Leidens vor.“

Erlösung und Emanzipation[1] Von Johann Baptist Metz I. Akzentuierung des Themas Der theologische Pluralismus, zuweilen nicht mehr als Ausdruck einer…

Walter Brueggemann, David verschont Saul in der Wüste von En-Gedi. Kommentar zu 1. Samuel 24,1-23: „Geschichte ist keine Abfolge von zufälligen Ereignissen. Geschichte ist die Verwirklichung einer Verheißung, die „erniedrigt und erhöht“, die „arm macht und reich“, die „erniedrigt und erhöht“. Saul wird nun erniedrigt, verarmt, zu Fall gebracht. Die Erzählung verweilt jedoch nicht bei Saul. Sie richtet ihr Augenmerk auf den, der zum Herrschen bestimmt ist.“

David verschont Saul in der Wüste von En-Gedi. Kommentar zu 1. Samuel 24,1-23[1] Von Walter Brueggemann Dieses Kapitel weist enge…

Hans Asmussens Vortrag zur Barmer Theologischen Erklärung auf der Bekenntnissynode vom 29. bis 31. Mai 1934: „Wenn wir im Laufe des letzten Jahres und jetzt erneut immer wieder zum Ausdruck gebracht haben, dass die Verkündigung der Kirche nicht der menschlichen Selbstherrlichkeit zum Dienst bereitgestellt werden dürfte und nicht menschlich gewählten Wünschen, Zwecken und Plänen unterstellt werden kann, so sagen wir nicht, dass die­se Wünsche, Zwecke und Pläne nicht innerhalb der menschlichen Einsicht und des menschlichen Vermögens gut und wünschenswert seien; aber wir sind dessen eingedenk, dass dieses Urteil, sie seien gut und wünschenswert, menschliches Urteil ist.“

Für die Bedeutung der Barmer Theologische Erklärung für die Gegenwart ist zu beachten, dass auf der Barmer Bekenntnissynode vom 29.-31.…

Ernstpeter Maurers Predigt über Römer 11,33-36: „Die Tiefe Gottes – das ist kein gähnender Abgrund, sondern die unerschöpfliche Kreativität, die spielerische Phantasie, die überschäumende Vielfalt der Ideen, die Gott zu einer wunderbaren Schöpfung gestaltet hat wie ein Kunstwerk, das an jeder Stelle auch anders sein könnte und doch gerade so gelungen ist. So ist alles von Gott her. Die Weisheit Gottes leuchtet auf in den Scheidungen, die schon in der Schöpfung – Licht und Finsternis, Himmel und Erde, Land und Meer – und erst recht in der Geschichte für die besondere Gestalt der Geschöpfe sorgen.“

Predigt über Römer 11,33-36 Von Ernstpeter Maurer Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemein­schaft…

Fridolin Stier: „Ich möchte, dass Sie es entfernen, wenigstens die Aufschrift ‚An dieser Stelle hat Gott meinen Mann Andreas mit dem Blitz erschlagen‘ ändern.“ – „Warum ändern? Es ist doch die Wahrheit!“ „Nein!“ erwiderte ich ihr, „die Wahrheit ist es nicht, es ist eine Anklage Gottes, eine Lästerung, ein Ärgernis! Tun Sie’s weg!“ „Nein, es bleibt! Es ist die Wahrheit, wie ich sie erfahre.“

„An dieser Stelle hat Gott meinen Mann Andreas mit dem Blitz erschlagen.“ Es ist die Wahrheit, wie ich sie erfahre…

Werner Schmauch, Reich Gottes und menschliche Existenz nach der Bergpredigt: „„Ihr seid das Salz des Landes.“ „Ihr seid das Licht der Welt.“ Diese Bestimmung widerstreitet allem natürlichen Selbstverständnis. Denn sie meint ja nicht eine ichbe­zogene Existenz, die sich zugleich auf die Nächsten, die anderen, auf die Welt richtet, sondern sie beseitigt alle Ichbezogenheit, auch die fromme, indem sie diese „Ihr“ ausschließlich in ihrem „Für-sein“, in der Proexistenz bestimmt. Und auch darin wiederum so, daß jede Inanspruchnahme dieses So-seins in der bloßen Reflexion ein böses, wenn auch bei Christen und Kirchen leider nicht seltenes Mißverständnis ist.“

Reich Gottes und menschliche Existenz nach der Bergpredigt[1] Von Werner Schmauch Sehe ich das Thema recht, so fragt es nach…

Timothy Fitzgerald, Religionswissenschaft als Kulturwissenschaft. Eine philosophische und anthropologische Kritik des Religionsbegriffs (1995): „Die fortgesetzte Verwendung des Wortes ‚Religion‘ in einem wissenschaftlichen Kontext richtet nur Schaden an, da sie die Illusion erweckt, dass etwas Substantielles herausgegriffen und analysiert wird.“

Religionswissenschaft als Kulturwissenschaft. Eine philosophische und anthropologische Kritik des Religionsbegriffs Von Timothy Fitzgerald Das Ziel meiner Argumentation[1] ist es, das,…