Der Mitherausgeber der RGG4 Eberhard Jüngel hat es sich nicht nehmen lassen, einen oinotheologischen Beitrag „Wein und Wahrheit“ in der … Mehr
Kategorie: Theologie
Fridolin Stier, Das Denkgemächt oder der Gott der Philosophen: „Als der Mensch Gott begegnet war, verschlug es ihm vor Schreck und Freude die Sprache, die nur mehr zu stammeln vermochte: Du … du … du. Aber da war etwas Starkes im Geiste des Menschen, das sich alsbald ermannte, aufstand und Gott bei der Hand nahm, um ihn auf der Steige der Steigerung, via eminentiae genannt, hoch, immer höher bis auf den Gipfel des höchsten, alle anderen Berge überragenden Berges zu führen. Unterwegs verlor Gott seine Hände und Füße, ein Glied um das andere, dann seinen Mund, seine Augen, seine Ohren, sein Herz – ein Organ um das andere, und mit dem Leib verlor Gott auch die Seele. Das gewisse Starke im Geist des Menschen vergeistigte/vergeistete alles Leib- und Seelhafte Gottes zu geistig Gemeintem.“
Fridolin Stier (1902-1981), katholischer Priester und westallgäuer Theologe, der in besonderer Weise der biblischen Denkungsart verpflichtet gewesen ist, hat in … Mehr
Jürgen Moltmann, Predigt zu 2. Korinther 13,13 über die Trinität (2009): „Die Christusgemeinschaft, Abba – lieber Vater –, die Lebenskräfte des Geistes – das ist die Gotteserfahrung im christlichen Glauben. Das ist die ganze Dreieinigkeit. Ich erfahre Gott in seiner Nähe als Liebe und den Heiligen Geist als meine Lebenskraft. Ich beginne, in der einzigartigen Gemeinschaft von Jesus, dem Sohn Gottes, und Gott dem Vater Jesu Christi und dem Heiligen Geist zu leben. Ich glaube gar nicht »an« den dreieinigen Gott, ich lebe und sterbe »in« dem dreieinigen Gott. Mit Christus lebe ich in Gott.“
In der Vakanzzeit der Tübinger Jakobusgemeinde infolge der Emeritierung von Karlfriedrich Schaller hatte Jürgen Moltmann 2009 am Sonntag Trinitatis über … Mehr
Eberhard Jüngel, Glauben heißt Vertrauen: „Im Glauben verlässt sich eine Person auf eine andere. Im Glauben wird ein Ich seiner selbst ledig, um sich bei einem anderen neu zu finden. Indem der Mensch dem rechtfertigenden Urteil Gottes glaubt, vertraut er diesem Gott, sagt er auf menschliche Weise Ja zu seiner eigenen Bejahtheit durch Gott. Und indem er so Ja sagt, verlässt er sich auf Gott, kommt er bei ihm in neuer Weise zu sich selbst und ist sich eben deshalb seines Gottes und seines eigenen Heils unüberbietbar gewiss. Glaube ist Heilsgewissheit.“
Glauben heisst Vertrauen. Über die Weisheit und den moralischen Sprengstoff der Rechtfertigungslehre Von Eberhard Jüngel «Weder der Abendstern noch der … Mehr
Jürgen Moltmann, Der Heilige Geist und die Theologie des Lebens: „Was von Gott durch Christus in die Welt gebracht wird, das ist mit dem Johannesevangelium einfach gesagt: Leben. »Ich lebe, und ihr sollt auch leben« (Joh 14,19). Denn der Heilige Geist ist die »Quelle des Lebens« und bringt Leben in die Welt; ganzes Leben, volles Leben, unbehindertes, unzerstörbares, ewiges Leben. Der schöpferische und lebendigmachende Gottesgeist bringt dieses ewig lebendige Leben schon hier vor dem Tod, nicht erst dann nach dem Tod, denn er bringt Christus in diese Welt, und Christus ist »die Auferstehung und das Leben« in Person.“
„Die Gabe und die Gegenwart des Heiligen Geistes ist das Größte und Wunderbarste, das uns, der menschlichen Gemeinschaft, allen lebendigen … Mehr
Esther-Maria Magnis, Menschwerdung. Eine Weihnachtsgeschichte: „Auf einmal ist Gott nackig und zittrig in der Welt und quäkt oder kräht so laut er kann.“
Esther-Maria Magnis Buch „Gott braucht Dich nicht„, das im September 2012 bei Rowohlt erschienen ist, hat als persönliches Glaubenszeugnis große … Mehr
Jürgen Habermas Anfrage an die akademische Theologie: Wenn es doch so sei, dass die Wahrheitsansprüche der Religion nicht nur für eine Doktrin gelten, sondern religiöse Erkenntnis sich als religiöse Sozialisation vollziehe, als Nachfolge auf einem Heilsweg – warum, entkoppelten sich dann die Theologen zunehmend von der rituellen Praxis der Gemeinde?
Schade, leider nicht dabei gewesen. Also doch nur indirekte Rede aus der Feder von Christian Geyer über das, was Habermas … Mehr
Die Mehrzahl der Theologen ist eine glaubenslose Herde, die ihre Verzweiflung gut verbirgt.
In einem Interview mit „Christ und Welt“ spricht der emeritierte Soziologieprofessor und Theologe Reimer Gronemeyer die Verschwiegenheit – oder sollte … Mehr
„Wir können Gott nicht einfach abschreiben“ – Martin Walser
Martin Walser lässt Karl Barth nicht los, genauer gesagt dessen Römerbriefkommentar von 1922. In einem Interview in The European mit … Mehr