Zur Ethik des Ansehens unter der Gottesperspektive: „Erhebt solchermaßen ein Höherran­giger das Angesicht des Niederrangigen, begegnen sie sich auf Augenhöhe. Der Höherrangige selbst wird damit beobachtbar. Sein eigenes Ansehen hängt fortan davon ab, was ihm die Angesichtserhobenen zuerkennen werden. In der Öffentlichkeit seines Ansehens lässt sich das eigene Handeln nicht länger verbergen.“

Zur Ethik des Ansehens unter der Gottesperspektive In der theologischen Ethik wird „Ansehen“ nicht eigens als Terminus bedacht. Dabei kommt … Mehr

Rechenschaft über die Hoffnung statt Rechtfertigung Gottes. Über die Theodizee-Frage: „Theodizee-Versuche überzeugen nicht wirklich. Sie suchen sich den Gott zurechtzu­denken und diesen kategorisch aus dem Leidgeschehen zu entfernen. Um seiner ‚Idealität‘ willen hat der Gott vernünftigerweise ‚über den Dingen‘ zu stehen. Mit solch einer apathischen Gottesvor­stellung kann jedoch die biblische Gnadenformel ‚Barmherzig und gnädig ist der HERR, geduldig und von großer Güte‘ (Psalm 103,8) dem irdisch-menschlichen Geschehen nicht länger zugesprochen werden.“

Rechenschaft über die Hoffnung statt Rechtfertigung Gottes. Über die Theodizee-Frage Die Frage nach der Theodizee – die Rechtfertigung Gottes angesichts … Mehr

Origenes über das Leiden Gottes (Ezechiel-Homilie VI,6): „Selbst der Vater ist nicht leidensunfähig. Wenn er angerufen wird, erbarmt er sich und fühlt den Schmerz mit. Er erleidet ein Leiden der Liebe (passio caritatis) und wird etwas, was er wegen der Größe seiner Natur nicht sein kann, und hält unsertwegen menschliche Leiden aus.“

Es heißt, dass die Kirchenväter eine göttliche Apathie (impassibilitas) im Hinblick auf die Lehre von der göttlichen Unveränderlichkeit bzw. Unbeweglichkeit … Mehr

Doppelte Wahrheit und die Unterscheidung von Glaubens- und Vernunft­wahrheit: „Zur Wahrheitsbestimmung sind immer schon Geltungskontexte vorgegeben. Das heißt, es gibt keine referenzfreie, mithin abstrak­te Wahrheit. Wenn ein Sachverhalt als Aussage gefasst wird, braucht es einen bestimmten Kontext, um zu entscheiden, ob diese Aussage wahr oder falsch ist.“

Doppelte Wahrheit und die Unterscheidung von Glaubens- und Vernunft­wahrheit Das Stichwort „doppelte Wahrheit“ verweist auf einen universitären Konflikt im Hochmittel­alter. … Mehr