Friedrich Schleiermachers Predigt am Grab seines Sohnes Nathanael 1829: „Wie ich immer nur habe sein wollen ein Diener des göttlichen Wortes in freudigem Geist und Sinne: warum denn hätte ich nicht glauben sollen, daß der Segen der christlichen Gemeinschaft sich auch an ihm bewähren würde, und daß durch christliche Erziehung ein unvergänglicher Same in ihm wäre niedergelegt worden? warum sollt ich nicht auch für ihn, selbst wenn er strauchelte, auf die gnädige Bewahrung Gottes hoffen?“

Am 21. November gedenken wir des 250. Geburtstags Friedrich Schleiermachers und am 10. Dezember des 50. Todestages Karl Barths. Beide … Mehr

Hans-Georg Gadamer über den Tod als menschliche Frage: „Während eine ruhig herabbrennende Kerze, von dem Wind der Zeit hin- und herbewegt, zwischen Verdunkelung und neu ansteigender Helligkeit hin- und herschwankt, scheint das Flackern der verlöschenden Kerze zuweilen noch ein klein wenig mehr Helligkeit zu verbreiten als das der ruhig abbrennenden: Die Unbegreiflichkeit des Todes ist der höchste Triumph des Lebens.“

Über den Tod als menschliche Frage Von Hans-Georg Gadamer Anschaulich und hintergründig hatte sich Hans-Georg Gadamer 1975 in seinem Aufsatz … Mehr

Helmut Merkleins letzter Predigt über Matthäus 14,22-33: „Unser ganzes Leben ist eine Fahrt über das Wasser. Wir leben ständig am Rande des Chaos und des Todes. Wir bemerken das meistens nur nicht. Aber hin und wieder wird uns unser Grenzgang zwischen Tod und Leben bewusst. Wenn unsere Welt, die wir uns so schön zurechtgelegt haben, zerbricht. Wenn Krisen in den Beziehungen auftreten. Wenn wir hilflos und machtlos unser Leben nicht mehr gestalten können, wie wir es eigentlich wollen. Wenn schwere Krankheit uns überfällt.“

Da weiß der katholische Professor für die Exegese des Neuen Testaments Helmut Merklein (1940-1999), dass die Krebserkrankung ihn an das … Mehr

„Zerschlage mein Herz, dreieiniger Gott“. Wie durch Robert Oppenheimer der Ort der ersten Atombombenexplosion zum Namen „Trinity Site“ gekommen ist: „Warum ich den Namen gewählt habe, ist nicht klar, aber ich weiß, welche Gedanken mir durch den Kopf gingen. Es gibt ein Gedicht von John Donne, geschrieben kurz vor seinem Tod, das ich kenne und liebe. Daraus ein Zitat: ‚Wie West und Ost / In allen flachen Landkarten – und ich bin eine – sich berühren, / So berührt der Tod die Auferstehung.‘ (‚Hymne an Gott, meinen Gott, in meinen Krankheiten‘). Das macht immer noch keine Dreifaltigkeit aus, aber in einem anderen, bekannteren Andachtsgedicht beginnt Donne: ‚Batter my heart, three person’d God;-‚. Darüber hinaus habe ich keinerlei Anhaltspunkte.“

„Zerschlage mein Herz, dreieiniger Gott“ – wie durch Robert Oppenheimer der Ort der ersten Atombombenexplosion zum Namen „Trinity Site“ gekommen … Mehr