Gerhard von Rad, Predigt über Matthäus 20,1-15 (Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg): „Hier wird aus einer tiefen Solidarität heraus geurteilt. Dieses Offen­lassen des Letzten, diese verborgene Brüderlichkeit, die ist unter dem Schatten eines rein moralischen Gesetzes, eines nur menschli­chen Urteilens unmöglich, die gibt es nur da, wo man etwas von der anderen Wertung, von den Maßstäben des himmlischen Hausvaters weiß. Der wird am Ende allein recht behalten. Und er spricht auch! zu jedem von uns: »Mein Freund, ich tue dir nicht unrecht.« Amen.“

Im Kontext des Alten Testaments hatte Gerhad von Rad 1955 über Jesu Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg wie folgt … Mehr

Kein Buch mit sieben Siegeln. Wie Christus uns die Bibel mit sieben Lesezeichen als Gottes Wort erschließt: „Jesus Christus wird im Buch der Offenbarung als Lamm Gottes vorgestellt, der aus der Hand des Gottes das geheimnisvolle Buch mit den sieben Siegeln – Symbol des allumfassenden göttlichen Herrschaftsanspruchs über Himmel und Erde – empfängt und es zu öffnen weiß. Übertragen auf die Bibel lässt sich sagen, dass Christus uns die Heiligen Schriften Alten und Neuen Testaments als göttliches Wort verheißungsvoll erschließt. Durch ihn werden uns die sieben Siegel zu Lesezeichen.“

Kein Buch mit sieben Siegeln. Wie Christus uns die Bibel mit sieben Lesezeichen als Gottes Wort erschließt In Buch der … Mehr

Abraham Joshua Heschel, Gott sucht den Menschen (God in Search of Man): „Die Bibel spricht in jeder Sprache und zu jedem Lebensalter. Sie be­fruchtet alle Künste, ohne mit ihnen zu konkurrieren. Wir alle leben von ihr, und sie bleibt unangetastet, unerschöpflich und ganz. In 3000 Jahren ist sie nicht um einen Tag gealtert. Sie ist ein unsterbliches Buch. Sie kann nicht der Vergessenheit anheimfal­len. Ihre Kraft wird nicht geringer.“

In seinem Buch Gott sucht den Menschen (God in Search of Man. A Philosophy of Judaism. Farrar, Straus & Giroux, … Mehr

Reinhold Schneider, Rundfunkansprache „Begnadete Nacht“ vom 25. Dezember 1952: „Hier geht es einfach um Glauben, eine ringende, fast zerbrechende Kraft, die viel­leicht gerade stirbt in der Heiligen Nacht, weil sie von ihr über­fordert wird. Was ist damit gewonnen, dass wir die Frie­densbotschaft der Engel wiederholen! Was sind uns denn Engel! Wirklich schreckliche Boten, in Wahrheit Wirkkräfte, die, in erha­bener Stufenordnung, die Gestirne leiten, die Mächte des Weltalls regieren, auf Gottes Wort warten, ihn preisen, ihn anschaun? Ringender Glaube hat keinen Frieden in der Heiligen Nacht. Er kann sich ja nicht in einem Gespinst von Licht und Wärme verfangen lassen; er kann sich nicht einen Augenblick täuschen lassen über den Grund, auf dem er steht, nicht darüber, dass der Reiter, der über den Bodensee ritt, sein Symbol ist und bleibt; dass er gerade dann zusam­menbrechen kann, wenn er die Lichter der Gottesstadt er­blickt, nachdem das Herz so lange aushielt in der Eiseswüste der Zeit. Friede auf Erden: gewiss. Wer wünscht ihn nicht? Aber was soll er denn sein, wenn es nicht ein mit äußerster Kraft errungener Friede ist: Friede in uns, der immer wieder erzittert; Friede, den wir in die Welt tragen sollen und noch nicht einmal sicher in uns haben; Friede, von dem wir geste­hen müssen, dass er die zweifelhafteste aller Hoffnungen ist, eine Gabe, die uns in den Händen zerbricht, wenn wir sie weiter­reichen wollen, ein Glas, das zerspringt, sobald wir es an die Lippen führen.“

Begnadete Nacht Von Reinhold Schneider Der Stern, der die Weisen führte und über Bethlehem stehen blieb, ist der Gruß des … Mehr