Kornelis Heiko Miskottes homiletische Besinnung über das Buch Jona: „Wenn eine Gemeinde keinen Begriff von dem geist­lichen Humor hat, wenn sie keine Selbstironie kennt und ganz allgemein nicht zu dem Geheimnis des Lachens vorge­stoßen ist, dann ist es vielleicht besser, diesen Stoff liegenzulassen; denn hier reißt das Lachen gar nicht ab: das Lachen eines unerhört fremden Gerichts und einer unerhört fremden Gnade, ein Lachen auch über die psychologischen Unmöglichkeiten, die doch, schrecklich, die Seele des Frommen enthüllen – in ihrem Raffinement und in ihrer Einfältigkeit, in ihrem Dünkel und ihrer (Doch-)Gläubigkeit.“

Eine anregende homiletische Besinnung über das Buch Jona findet sich bei Kornelis Heiko Miskotte in seinem Opus magnum, Wenn die … Mehr

„Hineni – hier bin ich!“ Besinnung zu Jesaja 65,1: „Gott sagt sich uns zu, bevor wir ihn beanspruchen und anrufen. ‚Ich bin da – ich bin für dich da!‘ Ein größeres Geschenk kann er uns nicht machen. Jesus Christus ist Gottes lebendiges Hineni-Wort: ‚Ich bin für dich da!‘ Es braucht jetzt nur unser Vertrauen, um ihm im Gebet zu antworten: ‚Hier bin ich.‘ Wo wir so zueinanderfinden, tauche ich in Gottes Barmherzigkeit ein. Und dann verändern sich die Dinge im Leben …“

„Hineni – hier bin ich!“ Besinnung zu Jesaja 65,1 Es gibt im Hebräischen ein Wort, das es in sich hat: … Mehr

Karl Barth, Wer ist mein Nächster? Auslegung des Gleichnisses vom Barmherzigen Samariter (Lukas 10,25-37): „Auch der Samariter hat empfangen: von dem unter die Räuber Gefallenen empfangen, indem er ihm gab. Es war dies: dass er ihm der barmherzige Nächste wurde, nur das Zeugnis, dass er selbst in dem Halbtoten den barmherzigen Nächsten gefunden hatte. Und wer es ihm gleichtut, indem er selbst der Nächste ist, der Barmherzigkeit übt – und also solchen Nächsten als den Seinigen auch selber sieht und hat – der kennt das zweite und das erste Gebot.“

Eine höchst aufschlussreiche und feinsinnige Auslegung der Geschichte vom barmherzigen Samariter findet sich in Karl Barths Kirchlicher Dogmatik, wo dieser … Mehr

Paul Schempps Predigt über Prediger/Kohelet 4: „Was können wir Menschen tun? Du bist nicht einsam, denn Er ist der Verbündete und sammelt die Zerstreuten zu seiner Herde und zur guten Weide seines Wortes. Du bist nicht Produkt der Verhältnisse, sondern in Tod und Leben das Eigentum dessen, der für uns gestorben und auferstanden ist. Auferstehung und Leben heißt das Licht, das schon in der Nacht des Predigers der Nichtigkeit leuchtet.“

1952 hielt Paul Schempp in der reformierten Gemeinde in Stuttgart eine Predigtreihe über die ersten vier Kapitel des Buches Prediger … Mehr

Paul Schempps Predigt über Prediger/Kohelet 3: „Die ganze Weltgeschichte ist nun doch die Geschichte seiner Herrschaft, auch die Gottlosen, auch die Judasse sind da mit dabei und müssen erfüllen, was Gottes Rat und geheimer Weg ist. Die Juden und die Heiden, die Gerechten und die Gottlosen stehen gleich da vor ihm und haben keinen Grund, so zu tun, als ob sie nicht in der gleichen Wirklichkeit stünden, wo ein jegliches seine Zeit hat. „

1952 hielt Paul Schempp in der reformierten Gemeinde in Stuttgart eine Predigtreihe über die ersten vier Kapitel des Buches Prediger … Mehr

Paul Schempps Predigt über Prediger/Kohelet 2: „Wenn wir aber Gottes Urteil gehört haben, das Wort der Weisheit Gottes: Alles ist vergeblich — wenn wir das gehört haben, weil wir das Wort vom Kreuz, das Wort vom Bankrott Jesu Christi an der Welt der Juden und Heiden, das Wort vom Bankrott der Juden und Heiden am Kreuz Christi gehört haben, wenn wir glauben, dass wir durch die Gnade des Herrn Jesu Chri­sti selig werden, wenn wir das Sorgen für den andern Morgen uns versagen, weil es ein ver­gebliches Bemühen ist, dann erkennen wir uns durchaus als die Genossen derer, die wohl leben und gute Tage haben möchten.“

1952 hielt Paul Schempp in der reformierten Gemeinde in Stuttgart eine Predigtreihe über die ersten vier Kapitel des Buches Prediger … Mehr

Paul Schempps Predigt über Prediger/Kohelet 1: „Wir haben genug verzweifelte Menschen, genug zerbrochene Herzen um uns und unter uns, wir haben genug Leichtsinn und genug Schwermut in unserer bitteren Gegenwart und wohl auch genug von beidem in unserem eigenen Herzen, als dass wir diesen Prediger zur Rechtfertigung unserer Stimmungen, ja zum Bundesgenossen unserer Haltlosigkeit machen dürften.“

1952 hielt Paul Schempp in der reformierten Gemeinde in Stuttgart eine Predigtreihe über die ersten vier Kapitel des Buches Prediger … Mehr