„Hineni – hier bin ich!“ Besinnung zu Jesaja 65,1: „Gott sagt sich uns zu, bevor wir ihn beanspruchen und anrufen. „Ich bin da – ich bin für dich da!“ Ein größeres Geschenk kann er uns nicht machen.“

„Hineni – hier bin ich!“ Besinnung zu Jesaja 65,1

Es gibt im Hebräischen ein Wort, das es in sich hat: hineni, auf Deutsch „hier bin ich“. Werden in der Bibel Menschen von Gott bei ihrem Namen gerufen – so wie Abraham (Genesis 22,1.11) und Mose (Exodus 3,4) –, lautet ihre Antwort: „Hier bin ich.“ Damit zeigen sie sich bereit, auf das zu hören, was ihnen Gott zu sagen hat, und ihm zu folgen. Wer einen beim Namen ruft, kann diesen für sich beanspruchen. Mit gutem Grund lassen sich daher die meisten Eltern von ihren Kindern nicht bei ihrem Vornamen anreden.

Beim Propheten Jesaja geschieht etwas Neues. Es ist Gott selbst, der sich den Menschen zusagt: „Hier bin ich!“ Von seinem Volk Israel lässt er sich beanspruchen: „Wenn du schreist, wird er sagen: Siehe, hier bin ich.“ (Jesaja 58,9; vgl. 52,6) Und nun die Steigerung: „Zu einem Volk, das meinen Namen nicht anrief, sagte ich: Hier bin ich, hier bin ich – hineni, hineni!“ (Jesaja 65,1)

Hier bin ich!“ Gott sagt sich uns zu, bevor wir ihn beanspruchen und anrufen. „Ich bin da – ich bin für dich da!“ Ein größeres Geschenk kann er uns nicht machen. Sein Sohn Jesus Christus hat sich dafür hingegeben. „Ich bin für dich da!“ Es braucht jetzt nur unser Vertrauen, um ihm im Gebet zu antworten: „Hier bin ich.“ Wo wir so zueinanderfinden, tauche ich in Gottes Barmherzigkeit ein. Und dann verändern sich die Dinge im Leben …

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