Rudolf Bohrens Predigt über Ezechiel 34,1-16 (1977): „Ist es nicht bald Zeit, dass jeder verzweifelte Schmierer seinen Pinsel und die grüne Farbe wegwerfen kann, weil Gott selbst ihn anruft und zur grünen Weide leitet? Ist es nicht bald Zeit, dass aus Juden und Christen eine Herde unter einem Hirten werde und das Wort wahr wird: „Auf guter Weide werde ich sie weiden, und auf den hohen Bergen Israels wird ihre Trift sein“? Ich meine, es wird Zeit.“

Predigt über Ezechiel 34,1-16 Von Rudolf Bohren „Und es erging an mich das Wort des Herrn: Menschensohn, weissage wider die … Mehr

Claus Westermann, Instrumentale Musik, Gesang und Dichtung in Israel (RGG): „Wenn Berge und Hügel (Ps 65, 13 f.) und Bäume (96, 2) in das Orchester des Gotteslobes aufgenommen werden und in Ps 148 die ganze Schöpfung zum Lob gerufen wird, so ergibt sich von daher der tiefste Sinn der Instrumentalmusik im Zusammenhang des Gotteslobes: die Instrumente tragen den Gottespreis aus Menschenmund hinüber in die Weite des Geschaffenen. Die ursprünglich selbständige Bedeutung der Musikinstrumente kehrt hier abgewandelt und des magischen Charakters entkleidet wieder; die Instrumente sind im Gotteslob mehr als nur Begleitung.“

Im Hinblick auf die neue Predigtperikope 1.Samuel 16,14-23 zum Sonntag Kantate, verbunden mit einer Bitte: Lasst die Harfe aus dem … Mehr

Warum David in 1. Samuel 16 entgegen der Luther-Bibel 2017 nicht zur Harfe greift: „Bei dem kînôr handelt es sich um eine Kastenleier, bestehend aus »einem Resonanzkörper (gegebenenfalls in Tierform) als Basis, zwei schräg nach außen weisenden Stäben und einem oft schrägen, nach vorne geneigtem Joch«, wobei die Saiten »über einem kurzen Stab am Resonanzkörper divergierend nach oben zum Querjoch« verlaufen.“

Warum David in 1. Samuel 16 nicht zur Harfe greift David und die Harfe passen nicht zueinander. Wenn in der … Mehr

Rudolf Bohrens Predigt über 1. Mose 32,23-32 – Göttlicher Überfall: „Man erkennt den Angreifer nicht, wenn man angefochten ist wie Jakob. Erst hinterher wird’s dem Jakob gesagt, dass der Gott seiner Väter mit ihm gekämpft hat. Im Augenblick des Kampfes ist nichts Göttliches an Gott. Gott begegnet dem Jakob als Nichtgott, als Gestalt, die aus dem Dunkel kommt.“

Göttlicher Überfall. Predigt über 1. Mose 32,23-32 Von Rudolf Bohren Wir sind in dieser Geschichte drin, oder wir werden noch … Mehr

Karl Rahner, Karsamstag: „Der Gestorbene ist der Abgeschiedene, der Schweigende, der Ferne. Er ist nicht gegangen, weil er irgendwo anders und in anderer Weise sein wollte. Das zwar auch. Aber er ist dadurch auch in Wahrheit der geworden, der dem entrückt ist, worin allein er ganz er selbst und vollendet sein kann: der Welt, der eigenen Leibhaftigkeit, der Konkretheit seines Lebens.“

Karsamstag Von Karl Rahner Wenn wir an den Karsamstag denken, können wir eine seltsame Beob­achtung machen: in unserem religiösen Leben … Mehr

Rudolf Bohrens Predigt über Jesaja 52,13-53,12 – Der Gottesknecht (1976): „Noch schieben die Menschen den Frieden vor sich her. Aber ein verkrüppelter Kirschbaum, zum Sterben in Ra­ten verurteilt, blüht über dem Asphalt. Allem Gift zum Trotz. – Noch ist der Knecht nicht wieder sichtbar. Noch ist sein Glück verborgen. Aber es kommt ein „Sommertag“ ohneglei­chen, der Tag Jesu Christi. Ihm gehen wir entgegen, wenn wir heute auseinandergehen.“

Der Gottesknecht. Predigt über Jesaja 52,13-53,12 Von Rudolf Bohren Am Anfang und am Ende unseres Textes hat der Gott Israels … Mehr

Kirsten Huxel über die Botschaft vom Karsamstag: „So wie mit der Geburt alle Not um der Freude über das Kind willen vergessen ist, so wird auch nach dem Tod keine Angst mehr, sondern reine Freude sein. Der Weg der Sterbenden führt durch einen neuerlichen dunklen Geburtskanal in eine andere Welt, die das ewige Reich Christi ist. Die tröstliche Gewissheit besteht für die Sterbenden darin, dass Christus nicht nur den gleichen Weg vorausgegangen ist, sondern überdies die Tür für die Seinen weit aufgetan hat, damit auch sie mit ihm ungehindert ins Himmelreich eingehen können.“

Die Botschaft von Karsamstag Von Kirsten Huxel Am Karfreitag gedenken wir Jesu Kreuzigung und Tod. Am Ostersonntag begehen wir das … Mehr

Fridolin Stier über Josef von Arimathäa: „Selbst auf den Hohen Rat fällt ein Licht, wenn in ihm einer saß, und dieser vielleicht nicht als einziger, der Jesus wohlwollte und sich ihm auf die Mächtigkeit Gottes zu geöffnet hielt. Denn er wartete des Reiches Gottes, und er nahm, nachdem er die Felsengruft geschlossen, seine Hoffnung in jene tiefe Nacht hinaus, in der Gott tatenlos zu schweigen schien.“

Joseph von Arimathäa Von Fridolin Stier Welche Bedenken auch immer seinem Gang zu Pilatus widerraten mochten – er setzte sich … Mehr

Timothy Radcliffe, Auf dem Heimweg von Emmaus (Lukas 24,13-35). Überlegungen zur Osterzeit: „Das erste Zeugnis für die Frohe Botschaft ist unsere Freude, noch bevor die Menschen verstehen, warum wir uns freuen. Aber das ist nicht die erzwungene Fröhlichkeit derer, die darauf bestehen, dass wir glücklich sein müssen, weil Jesus uns liebt. Es ist die Festlichkeit Jesu, sein Essen und Trinken und seine Freude an den Menschen, die seine erste Verkündigung des Evangeliums ist.“

Auf dem Heimweg von Emmaus. Überlegungen zur Osterzeit Von Timothy Radcliffe Viele Katholiken sind zutiefst empört über die Mitschuld der … Mehr