Abraham Joshua Heschel, Die Bibel ist unsere Bestimmung (1969): „Ihre Kraft lässt nicht nach. In der Tat steht sie noch ganz am Anfang seiner Laufbahn, die volle Bedeutung ihres Inhalts hat kaum die Schwelle unseres Verstandes berührt; wie ein Ozean, auf dessen Grund unzählige Perlen liegen, die darauf warten, entdeckt zu werden, so ist ihr Geist noch zu entfalten.“

Die Bibel ist unsere Bestimmung Von Abraham Joshua Heschel Was ist das Besondere am jüdischen Leben? Die Tatsache, dass wir … Mehr

Julius Schniewinds Predigt über Hebräer 10,35-36 (1935): „Das Bekenntnis zu dem, der uns gleich ward ganz und gar, heißt Lobpreis Christi! Da hört dann alles Ungewöhnliche, Auffällige und Groß­artige vollständig auf, aber auch alles Sich-Quälen, Sich-Sorgen, alles Sich-Verstellen darf aufhören, alle Selbsttäuschung und Illusion, wo wir mit ihm selbst, mit Jesus, den Weg des Glaubens gehen, den Weg, den er uns eröffnet hat durch sein eigenes Leben, Leiden und Sterben.“

Predigt über Hebräer 10,35-36 Von Julius Schniewind „Werfet euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat. Geduld aber ist … Mehr

Hans Joachim Iwand, Die Gegenwart des Kommenden. Eine Auslegung von Lukas 12 (1954): „Jahr um Jahr wird das Evangelium vom reichen Kornbauern am Erntedankfest verlesen. Mitten hinein in die Freude und das Glück über die Ernte, eine Freude, die wir wohl alle verstehen, denn wir haben erfahren, was Hunger und Hungersnot bedeu­tet — aber mitten hinein in dieses Glück der Geborgenheit erklingt eine Warnung. Der Tod wird sichtbar als Grenze aller unserer Möglichkeiten des Sammelns und Sorgens. Das Erntefest und und der Tod — das ist eine seltsame Zusammenstellung.“

Die Gegenwart des Kommenden. Eine Auslegung von Lukas 12 Von Hans Joachim Iwand I Es lief das Volk zu und … Mehr

John Barton, Zehn Thesen zur Bibelkritik (The Nature of Biblical Criticism): „Bibelkritik ist ihrem Wesen nach weder reduktiv noch skeptisch, auch wenn beide Tendenzen bei einigen Praktikern zu beobachten sind. Sie führt nicht von sich aus zu ‚dünnen‘ oder positivistischen Lesarten von Texten, sondern erfordert Sensibilität für tiefe Bedeutungen und für die Möglichkeit vieler Bedeutungen in bestimmten Texten. Texte gut zu lesen ist ähnlich wie das Verstehen anderer Menschen, keine Frage der Anwendung blutleerer Methoden oder Techniken.“

Zehn Thesen zur Bibelkritik Von John Barton Die Identifizierung der Suche nach dem einfachen Sinn (plain sense) als Ziel der … Mehr

Gerhard Sauter, „Was ist der Mensch, dass Du seiner gedenkst?“ (Psalm 8,5): „Im Staunen nimmt der Mensch den Platz ein, den Gott ihm zugewiesen hat. Hier ist er ganz und gar Empfangender, selbstvergessen dem hingegeben, was Gott ihm zumisst in dem, was ihm begegnet. Im Staunen bewertet er nicht, denn er wird einer Wirk­lichkeit inne, die er sich nicht hätte ersinnen kön­nen.“

Was ist der Mensch, dass Du seiner gedenkst?“ (Psalm 8,5)[1] Von Gerhard Sauter Was ist der Mensch? – Immer wieder … Mehr

Mary Douglas über Verschmutzung bzw. Verunreinigung (pollution): „Ein großer Teil des Verschmutzungsverhaltens liegt daher außerhalb des Bereichs unserer eigenen Erfahrung: Es handelt sich um die heftige Reak­tion der Verurteilung, die durch alles hervorgerufen wird, was den scheinbar selbstverständli­chen Kategorien des Universums zu widersprechen scheint. Unsere Kultur erzieht uns zu dem Glauben, dass Anomalien nur auf eine vorübergehend unzureichende Formulierung der allgemeinen Naturgesetze zurückzuführen sind.“

Mary Douglas‚ religionsethnologische Abhandlung Purity and Danger. An Analysis of Concepts of Pollution and Taboo von 1966 (auf Deutsch Reinheit … Mehr