Klaus Koch, Der Schatz im Himmel (1968): „Die Hoffnung auf einen Vorrat von guten Werken im Himmel, der dereinst sich zum ewigen Leben auswirkt und zum Reich Gottes gehört, teilt also das Neue Testament mit der jüngeren spätisraelitischen Apokalyptik, zu der sich auch sonst reichlich Querverbindungen herstellen lassen. Es ist nötig, dass man dieser speziellen Beziehung ansichtig wird. Der für das Eschaton aufgespeicherte Vorrat im Himmel ist kei­neswegs eine zur Zeit Jesu in Israel allgemein verbreitete Vorstellung. Jene Ausleger machen es sich zu leicht, die von späteren jüdischen Be­legen her alsbald mit einer Geldvorstellung bei der Hand sind.“

Der Schatz im Himmel Von Klaus Koch Die deutschsprachige evangelische Theologie wird gegenwärtig von einem unstillbaren Drang nach Aktualität erfaßt. … Mehr

Peter Brown, „Schatz im Himmel“. Die Bedeutung eines Bildes (‘Treasure in Heaven’. The Implications of an Image): „Die Vorstellung vom ‚Schatz im Himmel‘ beruhte in ihrer Wirkung auf der imaginativen Spannung, die durch die Verbindung zweier Unvereinbarer entstand. Erde und Himmel wurden durch die christliche Gabe miteinander verbunden. Und dies geschah durch die gewagte Ausdehnung der irdischen Sprache des Austauschs, des Handels und des Schatzes (die Welt des schnellen, kurzen Umlaufs von Transaktionen) auf die unvorstellbare Welt des Himmels. Es wurde zu Recht bemerkt, dass selten in irgendeiner Literatur Geld und aus dem Handel entlehnte Bilder so sehr im Mittelpunkt standen wie in der Literatur des spät­römischen Christentums.“

„Schatz im Himmel“. Die Bedeutung eines Bildes (‘Treasure in Heaven’. The Implications of an Image) Von Peter Brown, Princeton University … Mehr