Zofia Posmysz, Christus von Auschwitz (Chrystus oświęcimski): „Ich hörte auf, mir Sorgen zu machen, ob ich Auschwitz überleben werde. Ich war frei, zumindest schien es mir so. Ich trug das Medaillon um den Hals, ohne darauf zu achten, dass es immer vollstän­dig verdeckt war. Das »Dein Wille geschehe« kam mir ohne innere Widerstände über die Lippen. Ich war auf alles vorbereitet, das heißt ich war frei. So dachte ich.“

Christus von Auschwitz (Chrystus oświęcimski) Von Zofia Posmysz Sein Haupt schmückt keine Krone. Stattdessen hat der Künstler den auf der … Mehr

Paul-Henri Thiry d’Holbach, Gebet eines tugendhaften Atheisten (1770): „Wolltest du mich hart und ewig strafen, weil ich auf die Vernunft hörte, die dein Geschenk ist, wolltest du mich für meine Täuschungen züchtigen, wolltest du mir zürnen, weil ich in die Schlingen fiel, die du mir überall stelltest, dann wärest du der grausamste und ungerechteste Tyrann, du wärest kein Gott, sondern ein boshafter Dämon, dem ich mich unterwerfen und dessen Wut ich sättigen müsste; aber dann wäre ich stolz daraus, dein unerträgliches Joch abgeworfen zu haben.“

Gebet eines tugendhaften Atheisten, der zu seiner Überraschung sich nach seinem Tode einem gerechten und gütigen Gott gegenüber befände (gekürzt) … Mehr

Claus Westermann, Gesundheit, Leben und Tod aus der Sicht des Alten Testaments: „Die Gotteserfahrung Israels hat mit der Erfahrung einer Rettung eingesetzt; diese Erfahrung weitete sich ganz von selbst aus: dieser Gott hat alles in Händen. Weil der Retter der Schöpfer ist, der Schöpfer des eigenen Lebens und der Schöpfer Himmels und der Erden, kann alles mit ihm in Verbindung gebracht werden. Dazu bedarf es nicht des Glaubens; es kann gar nicht anders sein, als daß Gott mit allem zusammengehört, was geschieht, auch wenn es widersinnig, empörend ist.“

Gesundheit, Leben und Tod aus der Sicht des Alten Testaments Von Claus Westermann Im Buch Jesaja wird erzählt, wie der … Mehr

Karl Barth über die Königsherrschaft Christi (Das Glaubensbekenntnis der Kirche, 1942): „Wenn man erklärt: Gott regiert die Welt, so heißt das: Jesus Christus regiert die Welt. Die in der Versöhnung am Kreuz, in der Vergebung der Sünden, im Akt der göttlichen Gerechtigkeit und Barmherzigkeit offenbarte Gewalt ist gleichbedeutend mit der Gewalt des bezeichnenderweise an eben dieser Stelle des Sym­bols erwähnten „allmächtigen Gottes“, mit seiner Ge­walt über die ganze Welt.“

Über die Königsherrschaft Christi Von Karl Barth Auf ähnliche Weise, wie wir bei der Erklärung der Auferstehung vorgegangen sind, wollen … Mehr

Adrian Schenker über das Sprichwort ‚Die Väter essen saure Trauben und den Söhnen werden die Zähne stumpf‘ in Ezechiel 18,2 (1981): „Wie Sprichwörter von Natur aus meistens keine kritische Funktion haben, sondern eher neutral und ohne Werturteil der Welt Lauf, wie er eben ist, in eine Sentenz einfangen, so auch hier in diesem Maschal: die Vergangenheit stutzt der Gegenwart die Flügel. Die Israeliten sind realistisch genug, dieses Gesetz an­zuerkennen, weit entfernt sich dagegen prometheisch oder zynisch aufzulehnen. Für sie ist damit kein Theodizeeproblem verbunden; es sind nicht die Israeliten, die sich hier an einem Problem stoßen, es ist vielmehr JHWH, der diesem Gesetz widerspricht!“

Der Sinn des Sprichwortes „Die Väter essen saure Trauben und den Söhnen werden die Zähne stumpf“ in Ezechiel 18,2 Von … Mehr

Johannes Rehm, Politisches Handeln auf biblischer Grundlage. Eine evangelisch-lutherische Perspektive: „Wenn der Herr nicht das Haus baut, so arbei­ten umsonst, die daran bauen.“ (Psalm 127,1) Ist das in unserer Kirche wirklich unsere Glaubensgewißheit, unsere gesellschaftsverändernde Hoffnung und unser persönliches Zeugnis? Wann fangen wir dann damit an in den Beratungen unserer Kirchenvorstände und Synoden in unserem praktischen Handeln und im konkreten Entscheiden uns am Wort Gottes selbst auszurichten, anstatt vorrangig an wirklichen oder vermuteten Erwartungen und Bedürfnissen unserer Mitmen­schen?“

Politisches Handeln auf biblischer Grundlage. Eine evangelisch-lutherische Perspektive Von Johannes Rehm Politisches Handeln von Christen bedarf immer wieder neu der … Mehr

James D. Watsons Vortrag „Die Ethik des Genoms. Warum wir Gott nicht mehr die Zukunft des Menschen überlassen dürfen“ (2000): „Ich sehe daher nur unnötiges Leid durch Gesetze entstehen, die auf der Grundlage der Macht willkürlicher religiöser Eingebungen die Geburt erblich behinderter Kinder erzwingen, obwohl die Eltern es vorziehen würden, solche Schwangerschaften abzubrechen, weil sie hoffen, daß ihr nächstes Kind gesund sein wird.“

Wie manche Naturwissenschaftler respektlos über andere Menschen und deren Leben zu reden wissen, zeigt James D. Watsons in seinem Vortrag … Mehr

Karl Barth, Einführung in den Heidelberger Katechismus (1938): „Der Schluß des Heidelberger macht deutlich, worum es im Ganzen gegangen ist: dass Dein heiliger Name ewig soll gepriesen werden (Frage 128)! Und Frage 129: «Das soll wahr und gewiß sein, denn mein Gebet ist viel gewisser von Gott erhört, als ich in meinem Herzen fühle, dass ich solches von ihm begehre.» Die Größe Gottes ist immer erhaben auch über das Beste – das Gebet – was vom Menschen zu sagen ist!“

Einführung in den Heidelberger Katechismus[1] Von Karl Barth Es ist wichtig, beim Studium des Heidelberger Katechismus die Absichten des Büchleins … Mehr