Gedenkveranstaltung zum "Deutschen Luthertag" am 19. November 1933 im Berliner Lustgarten. Der "Bischof von Brandenburg", Joachim Hossenfelder (1899-1976) hält die Ansprache auf der Rampe des Berliner Schlosses

Der „Deutsche Luthertag“ 1933 und die „Schreckenskammer der Luther-Jubiläen“: „Es war Hermann Sasse, der für den ideologischen Missbrauch eines kirchlichen Luther-Gedenkens klare Worte fand: ‚Je mehr die Lehre Luthers aus dem Bewusstsein seiner Kirche schwindet, umso törichter wird der Kultus seiner Person getrieben. Und je mehr man dem evangelischen Volk in schwülstigen, verlogenen Festreden den ‚Helden von Worms‘, den ‚Landsknecht Gottes‘ und wie die übrigen Gestalten und Symbole aus der Schreckenskammer der Luther-Jubiläen heißen, vorsetzte, umso mehr entfremdete es man der Reformation.'“

Der „Deutsche Luthertag“ 1933 und die „Schreckenskammer der Luther-Jubiläen“ In Sachen Reformationsjubiläum 2017 heißt es aufzupassen, dass man Luther und … Mehr

Geduldige Annahme und gekonnte Hingabe. Was man als Pfarrer vom Schäfer James Rebanks lernen kann: „Geduldige Annahme und gekonnte Hingabe – was als pastorale Tugenden benannt werden kann, bedarf einer besonderen Story, in der man sich als Christ in der Gemeinschaft der Heiligen auf die göttliche Verheißung hin wiederfindet.“

Geduldige Annahme und gekonnte Hingabe. Was man als Pfarrer vom Schäfer James Rebanks lernen kann Stanley Hauerwas hatte Anfang November … Mehr

Karl Barths Feuilletonartikel „Das Wunder der Weihnacht“ von 1927: „Wo gibt es denn das: Gott in unserer Welt, Gott in unserer Welt? Die Tatsachen schreien doch dagegen, dass das wahr ist, schreien von der Weltferne Gottes und von der Gottesferne der Welt. Es braucht wohl schon Bekenntnis dazu, Versöh­nung als Wahrheit zu anerkennen, Bekenntnis, das darin stark und schwach ist, dass es sich nur auf Offenbarung beruft, dass es nur im Glauben getan und nur im Glauben aufgenommen wer­den will und kann.“

In einem Feuilletonartikel für die Münchner Neuesten Nach­richten zu Weihnachten 1927 nimmt Karl Barth 1.Korinther 13,8 auf – „Die Liebe … Mehr

Rudolf Bultmann, Weihnachten (1953): „Wir sind des Lichtes Kinder. Wir sind es, weil das Licht göttlicher Liebe und Gnade, das in der Geburt Jesu Christi für die Welt aufgestrahlt ist, immer für uns alle leuchtet. Wir sind es, und zwar sind wir es als die, als die wir — unser eigentlich Ich — vor Gottes Augen im Lichte seiner Gnade dastehen. Wir sollen nicht wähnen, das wirklich zu sein, als was wir den Augen anderer, ja unsern eigenen Augen erscheinen. Wir sollen es nicht wähnen, weder im Hochmut der Selbstzufriedenheit noch in der Verzagtheit der Selbstverurteilung. Wir dürfen glauben, dass unser eigentliches Leben uns selbst verborgen ist. Wir sind wohl jetzt schon ‚Kinder Gottes‘, aber ‚es ward noch nicht offenbar, was wir sein werden‘ (1.Johannes 3,2).“

Weihnachten Von Rudolf Bultmann Warum entzünden wir an Weihnachten Kerzen und freuen uns ihres Glanzes? Welches auch die historischen Gründe … Mehr

Rudolf Bultmann, Was ist der Sinn unseres Weihnachtsfestes heute? (1964): „Was also ist das Eigentümliche der christlichen Weihnachtsfeier? Wenn ich es in theologischer Sprache ausdrücken darf, so ist es dieses, dass ein historisches Ereignis zugleich als das ‚eschatologische‘ Ereignis gilt, d. h. als das Ereignis, in dem die alte Welt ihr Ende gefunden hat und eine neue Welt heraufgeführt worden ist.“

Was Rudolf Bultmann 1964 im Feuilleton der Süddeutschen in Sachen Weihnachten geschrieben hat, dürfte in der einen oder anderen Weihnachtspredigt … Mehr

Ist der Missionsbefehl in der neuen Luther-Bibel 2017 falsch wiedergegeben? – Ja, schreibe ich in idea spektrum: „Was es heißt, als Jünger seinem Meister Jesus nachzufolgen, wird in den Evangelien erzählt: eine hingabevolle Gemeinschaft, die sich ganz auf Jesu Weisung und Lebensweg einlässt. Wenn nun der auferstandene Jesus seine Jünger beauftragt, Völker ebenso als Jünger zu gewinnen, sollen die Menschen in diese verbindliche Nachfolge eintreten. Zu Recht hat die Missionsbewegung im 20. Jahrhundert die grundlegende Bedeutung der biblisch verstandenen Jüngerschaft (Discipleship) wiederentdeckt. Wenn nun in der neuen Lutherbibel die Jünger-Werdung aus dem Missionsbefehl verbannt ist, wird damit – gewollt oder ungewollt – einem individualistischen religiösen Bewusstsein das Wort geredet.“

Ist der Missionsbefehl in der neuen Luther-Bibel 2017 falsch wiedergegeben? – Ja, schreibe ich in idea spektrum In der aktuellen … Mehr

Hans Joachim Iwand über Holls „Gewissensreligion“ als protestantische Selbstrechtfertigungslehre: „Der Mensch, der dabei herauskommt, ist dann nichts anderes als der verinnerlichte, der radikalisierte, verabsolutierte Gesetzesmensch. Es ist der durch sein inneres Sollen geprägte Gesetzesmensch, der permanent aber hinzufügt, er könne dieses Sollen nicht erfüllen — und deshalb brauche er Christus.“

Über Karl Holls  „Gewissensreligion“ Von Hans Joachim Iwand Eine treffende Analyse der protestantischen Selbstrechtfertigungs­lehre bietet Hans Joachim Iwand in seiner … Mehr