„Ich armer, stinkender Madensack“ – Martin Luthers unappetitliche Erinnerung in Sachen Reformationsjubiläum 2017 Bevor nun 2017 allerorts protestantisch „geluthert“ wird, … Mehr
Kategorie: Protestantismus und Religionismus
Hans Joachim Iwand, Theologische Einführung in Martin Luthers Schrift De servo arbitrio (Dass der freie Wille nichts sei), geschrieben im Gestapo-Gefängnis „Steinwache“ in Dortmund (1938): „Wer diese Schrift nicht aus der Hand legt mit der Erkenntnis, dass die evangelische Theologie mit dieser Lehre vom unfreien Willen steht und fällt, der hat sie umsonst gelesen. Das ist das Harte und Fordernde an diesem Buch, sein unüberhörbares, unausweichliches Nein gegenüber allen, die der Lehre von der Freiheit des Willens, aus welchen guten und einsichtigen Gründen auch immer, einen positiven Sinn abgewinnen möchten. Und wenn wir dem Leser einen Rat mitgeben dürfen für den atemraubenden Weg, den er an Luthers Hand durch alle Höhen und Tiefen der Gottes- und Menschenerkenntnis geführt werden wird, dann ist es der, sich nicht auf die vielen Umdeutungen und Abschwächungen einzulassen, die die Ausleger späterer Zeiten zur Abmilderung der Härten und zum Ausgleich der Paradoxien anbieten.“
Luthers De servo arbitrio von 1525 in Auseinandersetzung mit Erasmus von Rotterdam geschrieben ist bekanntlich die Schrift, an der sich … Mehr
Hans Joachim Iwands Brief an seinen theologischen Lehrer Rudolf Hermann vom 17. August 1943 und der Erfahrungsbezug seiner Theologie: „Mit einer fast grimmigen Genugtuung erlebt man den Untergang der industriellen Welt an sich selbst. Es ist eine unheimliche Predigt, wenn sich die Hand des Todes gerade auf die «große Stadt», die glaubte, am meisten gegen ihn gefeit zu sein, herabsenkt und dort die Menschen wieder einmal vor die letzten, ursprünglichen Fragen stellt. Wir haben mit den Gottesdiensten nicht ausgesetzt, freilich in sehr zerstörter Kirche, aber meine Kirche ist nun die einzige, die in der Innenstadt noch steht, und die Fenster sind jetzt wieder so weit, dass nicht mehr aller Lärm und Schmutz von draußen hereinkommt.“
Hans Joachim Iwands Brief an seinen theologischen Lehrer Rudolf Hermann vom 17. August 1943 aus seiner Zeit als Pfarrer an … Mehr
Hans Joachim Iwands Kritik des Protestantismus in seiner Bonner Vorlesung zu Luthers Theologie: „Wenn das Gewissen aufbrechen will, wenn das Schuldbewusstsein sich meldet, dann stellt sich eine Christuspredigt ein, die sofort dieses Gewissen wieder einschläfert. Darum ist auch die Kirche für viele Menschen unersetzlich. Von da aus wird auch verständlich, warum heute unser deutsches Volk die Kirche so braucht und warum wir uns dazu gebrauchen lassen.“
Kritik des Protestantismus Von Hans Joachim Iwand Das anspruchsvollste Buch zu Luthers Theologie dürfte wohl noch immer Hans Joachim Iwands … Mehr
Demokratie in der Kirche? Um Himmels willen! – Warum es in den verfassten Landeskirchen nicht zur Abschaffung der Kirchensteuer kommen kann
Demokratie in der Kirche? Um Himmels willen! Die neueste Umfrage in Sachen Kirchensteuer bringt es (mal wieder) ans Licht. Nach … Mehr
Martin Luther über die not-wendige Praxis des Gebets in seiner Schrift „Das schöne Confitemini“ von 1530: „Not und Angst erhalten uns wirksam im Christentum.“
Über die not-wendige Praxis des Gebets In seiner Schrift „Das schöne Confitemini“ von 1530 hat Martin Luther Psalm 118 ausgelegt. … Mehr
„Die Bibel ist ein Buch, das Gottes Wort nahebringt“ – Wie die revidierte Einheitsübersetzung 2017 gelesen sein will
In einem ist die revidierte (katholische) Einheitsübersetzung 2017 der neuen Luther-Bibel 2017 voraus, nämlich im kirchlichen Vorwort. Anders als im … Mehr
Jüngerschaft (Discipleship) und der verstümmelte Missionsbefehl Jesu in der neuen Luther-Bibel 2017
In der Luther-Bibel 2017 heißt es in Jesu Missionsbefehl nicht mehr „Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker„, … Mehr
Martin Luther wider den Reformationstag als gesetzlichen Feiertag: „Wollte Gott, dass in der Christenheit nur der Sonntag Feiertag wäre und man die Feste der Jungfrau Maria und der Heiligen alle auf den Sonntag legte! Dann unterblieben durch die Arbeit an den Werktagen viele schlimme Untugenden, würden auch die Länder nicht so arm und ausgezehrt. Aber nun sind wir mit vielen Feiertagen geplagt, zum Verderben der Seelen, Leiber und Güter, wovon viel zu sagen wäre.“
Martin Luther wider den Reformationstag als gesetzlichen Feiertag In mehr als der Hälfte der Bundesländer – Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, … Mehr