L’Invadente. Ein Nachwort zum Lutherjahr Von Joseph Wittig Als ich in jungen Jahren einmal bei dem guten Papst Pius X. … Mehr
Kategorie: Protestantismus und Religionismus
Hermann Sasse im Kirchlichen Jahrbuch 1932: „Die Evangelische Kirche müsste mit dem offenen Geständnis beginnen, dass ihre Lehre eine vorsätzliche und permanente Beleidigung des „Sittlichkeits- und Moralgefühls der germanischen Rasse“ ist und dass sie demgemäß keinen Anspruch auf Duldung im Dritten Reich hat.“
Wie nur wenige andere evangelische Theologen hatte Hermann Sasse schon vor 1933 die grundsätzliche Unvereinbartkeit der nationalsozialistischen Ideologie mit der … Mehr
Reinhold Krauses antisemitische Sportpalastrede vom 12. November 1933: „Es wird aber auch notwendig sein, dass ein grundsätzlicher Verzicht auf die ganze Sündenbock- und Minderwertigkeitstheologie des Rabbiners Paulus ausgesprochen wird.“
Reinhold Krauses zweistündige Rede auf der Kundgebung der Deutschen Christen am 13. November 1933 im Berliner Sportpalast ist ein bedrückendes … Mehr
„Ein Theologe im Tod“ – Jorge Luis Borges‘ postmortale Melanchthon-Geschichte: „Um sie glauben zu machen, er sei im Himmel, verabredete er sich mit einem Hexenmeister von denen aus dem letzten Zimmer, und dieser täuschte sie mit allerlei Blendwerk von Glanz und Heiterkeit. Kaum jedoch zogen die Besucher sich zurück, so erschienen wieder die Armseligkeit und der Kalk, manchmal auch ein bißchen früher.“
Da hat sich Jorge Luis Borges geirrt, dass in Philipp Melanchthons Loci communes von 1521 die Loci „De caritate et … Mehr
Eugen Kogon, Das deutsche Volk und die Konzentrationslager (Der SS-Staat, 1946): „Der Protestantismus deutscher Herkunft und deutscher Prägung, Ausbruch des individuellen Gewissens aus fester Form, hat diese Tendenzen des Deutschtums noch wesentlich verstärkt. Denn er trennte das Gewissen, das er dem Schöpfer unmittelbar verbunden sah, auf den religiös-kirchlichen Raum es beschränkend, vom Machtgetriebe des irdischen Staates, der ihm verderbt, dem Bösen unterstellt und eigenen ihm innewohnenden Gesetzen der Schlechtigkeit hörig erschien. Je kraftvoller die Autorität, die ihn im Zaume hielt, umso besser daher und umso gottwohlgefälliger. Ein bedeutender Antrieb zum Absolutismus in Deutschland ging von dieser Anschauung aus. Er ließ die Kraft zur politischen Gemeinschaftsbildung erst recht verkümmern, und keine Intelligenzschicht, das nationale Gewissen verkörpernd, überwand den Widerstand zwischen dem deutschen Möglichkeitenreichtum und den unzulänglichen politischen Ausdrucksformen. Denn der deutsche Geistesträger – bezeichnenderweise »Akademiker« genannt – hatte selbst kein reales Verhältnis zur Politik außer dem des Untertanen. Sein Reich war der Geist, das Denken und Dichten. Viele widerspruchsvolle Züge im deutschen Charakter und in der deutschen Geschichte werden durch diese Grundveranlagung erklärlich.“
Das deutsche Volk und die Konzentrationslager (1946) Von Eugen Kogon Etwas Metaphysisches, das dem Verstand allein kaum mehr begreifbar ist, … Mehr
Martin Niemöller, Christus und die Atheisten. Erster evangelistischer Vortrag 1965 in Bremerhaven: „Wir dürfen deshalb nicht dem Wahn verfallen, ein Atheist sei vom Heil der Erlösung weiter entfernt als jemand, der an die Existenz Gottes »glaubt«. Solcher »Glaube« hat mit Christus gar nichts zu tun; und es ist sinnlos, einen Atheisten zur Anerkennung der Existenz Gottes zu bringen. Schon die Diskussion, ob es Gott gibt oder nicht gibt, ist sinnlos, weil der Sieg in einer solchen Aussprache dem zufällt, der geschickter ist, nicht aber dem, der Christus braucht, der der einzige Beweis für Gottes Existenz werden kann, wo in der Begegnung und Konfrontation mit ihm das Wunder des Glaubens geschieht.“
Christus und die Atheisten Von Martin Niemöller Vom 26. bis 28. September 1965 hielt Martin Niemöller eine dreiteilige Vortragsreihe in … Mehr
„The Famous German Pastor Who Defied Adolf Hitler“ – Martin Niemöller in der angloamerikanischen Wahrnehmung und der erfundene Mithäftling „Leo Stein“
„The Famous German Pastor Who Defied Adolf Hitler“.Martin Niemöller in der angloamerikanischen Wahrnehmung und der erfundene Mithäftling Leo Stein Das … Mehr
Fritz Bauer, Eine Grenze hat Tyrannenmacht. Plädoyer im Remer-Prozess 1952: „Ein Unrechtsstaat, der täglich zehntausende Morde begeht, berechtigt jedermann zur Notwehr gemäß § 53 StGB. Jedermann war berechtigt, den bedrohten Juden oder den bedrohten Intelligenzschichten des Auslandes Nothilfe zu gewähren. Insoweit sind alle Widerstandshandlungen durch den § 53 StGB gedeckt.“
Für die moralisch-rechtliche Beurteilung des Widerstandes vom 20. Juli 1944 in der Bundesrepublik hat Fritz Bauer im Remer-Prozess im März … Mehr
Wie sich Martin Niemöller 1947 erfolgreich gegen den Titel „Bischof“ gewandt hat: „Da haben wir es doch gemerkt, dass es um den Herrn Christus mit seiner lebendigen Gegenwart geht und dass er sich nicht an den Bischof bindet. Auch da, wo die Bischöfe abfallen, auch da, wo die Pastoren abfallen oder verhaftet werden, sorgt er dafür, dass das Wort und das Sakrament verwaltet werden und nicht unter den Tisch fallen. Das Amt ist da, der Herr Christus sorgt schon dafür, dass das Amt da ist.“
Einspruch gegen den Bischofstitel (1947) Von Martin Niemöller Sie, Christiane Tietz, heißt immer noch „Kirchenpräsidentin“, die in der Kirchenleitung der … Mehr