Gustav W. Heinemann Von Diether Koch I. Von vielen anderen Gestalten der deutschen Kirchengeschichte unterscheidet sich Gustav Heinemann in zweierlei … Mehr
Kategorie: Protestantismus und Religionismus
„Es geht um die Erkenntnis, daß Christus nicht gegen Karl Marx gestorben ist, sondern für uns alle“ – Gustav Heinemanns Rede im Deutschen Bundestag vom 23. Januar 1958
Das gilt als eine der Sternstunden des Deutschen Bundestages, Gustav Heinemanns Rede am 23. Januar 1958, in der er sich … Mehr
Karl Barth in seinem Brief an Joachim Kahl in Sachen «Das Elend des Christentums» (1968): „Was ich vermisse, ist irgend etwas Lehrreiches, Hübsches, Einladendes und Hilfreiches über die «Humanität ohne Gott». Aber eben: Sie Glücklicher sind volle 55 Jahre jünger als ich, haben also noch weiten Raum vor sich, um diese m.E. bedenklichste Lücke Ihres Buches mit Hilfe der Philosophie, Soziologie und Politologie, der Sie sich nach Ihrem Ausgang aus der Theologie zugewendet haben, auszufüllen. Glückauf, tapferer Mann! Möge er sich auch als ein weiser Mann offenbaren!“
Brief an Joachim Kahl Von Karl Barth Nachdem Joachim Kahl 1967 an der Philipps-Universität Marburg mit der Arbeit Philosophie und … Mehr
„Was ich da geglaubt und bekannt habe, war nicht wirklich ernst gemeint“ – Warum die Martyriumsfrage Kriterium des christlichen Glaubens ist
Warum die Martyriumsfrage Kriterium des christlichen Glaubens ist Das ist ja die Frage: Welches Bekenntnis zu Jesus Christus bzw. welche … Mehr
„wie sich Theologie in einem eigenen Freiraum Geltung zu verschaffen weiß“ – Eine Rezension zu Ralf Frisch, Alles gut
So kennt man es ja bei den Gedenkjahren großer Gelehrter. Die betreffende Person wird historisch umfassend gewürdigt; und dann gibt … Mehr
Eberhard Jüngels Nachruf auf Karl Barth vom Dezember 1968: „Hat er denkend, redend und handelnd zu hoch gegriffen, um einer aus der – tiefer als je empfundenen – Tiefe nach Gott schreienden oder schon nicht mehr nach Gott schreienden, sondern nur noch sich selbst beklagenden und sich selbst beruhigenden Menschheit mit seinem Riesenwerk wirklich hilfreich werden zu können? Oder dachte er von dem sich erniedrigenden Gott so hoch, redete er deshalb so assertorisch, handelte er deshalb so kompromisslos, weil ihn die Anfechtung nicht nur beten, sondern eben auch denken, reden und handeln lehrte? In dem kleinen Seufzer, mit dem wir zu Gott sagen: Ach, ja!, steckt alles, und alles muß auch immer wieder zu diesem kleinen Seufzer werden – behauptete Barth. Hat ihn dieses ‚Ach, ja‘ empor gebracht?“
Einen Tag nach Karl Barths Tod hielt Eberhard Jüngel am 11. Dezember 1968 nach seiner Vorlesung im Rahmen des Dogmatik-Kollegs … Mehr
Karl Barths Nachwort zur Schleiermacher-Auswahl von 1968: „Mir bleibt als sicherer Trost nur übrig, mich mit Schleiermacher im Himmelreich in dessen erst kommender Gestalt über alle diese Fragen ein paar Jahrhunderte lang ausgiebig zu unterhalten.“
Zu der aus Anlass des 200. Geburtstags von Friedrich Schleiermacher 1968 herausgegebenen Schleiermacher-Auswahl (Siebenstern Nr. 113/114) bittet Heinz Bolli Karl … Mehr
Ernst Wolf, ‚Politischer Gottesdienst‘. Zum 80. Geburtstag des ‚Politikers‘ Karl Barth (1966): „Karl Barth musste der kulturprotestantischen, weithin lutherischen Tradition, er musste einem christlichen Nationalismus und einer kirchlichen Interessenpolitik in Deutschland einfach anstößig werden, denn er hat ihre Tabus angegriffen und zum Teil dann sogar entmachtet. Gerade damit aber hat er dem Christen in der Daseinsgemeinschaft mit Nicht- und Nichtmehr-Christen zu jener dienstbaren Freiheit verholfen, aus der allein echtes politisches Handeln am Gemeinwohl in Partnerschaft, an der salus publica sinnvoll und auch realisierbar ist, sofern es seine reine Weltlichkeit erkennt und bejaht.“
„Politischer Gottesdienst“. Zum 80. Geburtstag des „Politikers“ Karl Barth Von Prof. D. Dr. Dr. Ernst Wolf I. Man hat immer … Mehr
Karl Barth, Der Christ in der Gesellschaft. Eine Tambacher Rede (1919): „Nein nein, antworten wir, geht uns, ihr Psychiker, mit eurem Innseits! Apage Satanas! Jenseits, trans, darum gerade handelt es sich, davon leben wir. Wir leben von dem, was jenseits des Reichs der Analogien ist, zu denen auch unser bißchen Innseits gehört. Von den Analogien führt keine Kontinuität hinüber in die göttliche Wirklichkeit. Kein gegenständlicher Zusammenhang zwischen dem, was gemeint ist, und dem, was ist, darum auch kein gegenständlicher, etwa entwicklungsmäßig vorzustellender Übergang von hier nach dort. Das Himmelreich ist eine Sache für sich, seine Verheißung sowohl wie seine Offenbarung, wie die Fülle seiner Gegenwart, so gewiss es nicht für sich bleibt und bleiben kann. So ist das Ziel der Geschichte, das télos, von dem Paulus 1. Korinther 15,23-28 geredet, kein geschichtliches Ereignis neben andern, sondern die Summe der Geschichte Gottes in der Geschichte, in ihrer uns verhüllten, ihm aber und den von ihm erleuchteten Augen offenbaren Herrlichkeit.“
Im besten Sinne verstörend ist der expressive Gottesanspruch, den Karl Barth in seiner Tambacher Rede in die religiöse Landschaft nach … Mehr