Martin Luther, Predigt über Matthäus 8,23-27 (Jesu Sturmstillung, 1530): „Wenn das Schifflein auch im Abgrund versänke, so ist der im Schiff, der aus dem Wasser ein Gewölb machen kann. Wär ihr Glaube stark gewesen, so hätten sie so gesprochen. Aber ihr Glaube ist schwach; denn sie sprechen: hilf uns! Es ist ein kleines Blicklein in ihrem Herzen, das lebt und kennt den Heiland. Aber gegen dieses Blicklein stehen Wind, Wellen, Tod und Unwetter. Es ist ein einziges Fünklein gegen das ganze Meer. Wind und Meer hätten die Glut gewißlich bald gelöscht, wenn der Herr nicht aufgestanden wäre und hätte den armen schwachen Glauben gestärkt.“

Martin Luther hat über Matthäus 8,23-27 (Jesu Sturmstillung) mehrfach gepredigt. In seiner Predigt vom 30. Januar 1530 geht er in … Mehr

Hans Joachim Iwands Predigt über Jesaja 40,26-31 (1941): „Über ihm flattern wie graue Vögel der Nacht die häßlichen Fragen: Wozu, warum, warum gerade ich, warum hat mir das Le­ben nicht gehalten, was ich glaubte? — und Stück für Stück zieht die harte, böse Wirklich­keit in sein Herz mit all den häßlichen Namen, die sie sich dann gibt, ob das nun Geld ist, oder Essen und Trin­ken, oder Genuß, oder Selbstliebe; es ist so, als ob dann unter dem Hohnge­lächter der Hölle das ganze Heer aus der Tiefe Einzug hält in ein Herz, das einmal Gottes Tempel, Gottes Wohnung, das ein­mal erleuchtet war von dem großen kindlichen Vertrauen.“

Predigt über Jesaja 40,26-31 Von Hans Joachim Iwand Hebet eure Augen in die Höhe und sehet! Wer hat solche Dinge … Mehr

Martin Niemöller, Osterpredigt zu Johannes 20,11-18 aus dem KZ Dachau (1945): „Wir dürfen uns nicht durch die Macht solcher Naturstimmungen dazu verleiten lassen, dass wir die biblische Kunde von der Auferstehung des Herrn nur als ein Gleichnis ansehen für jenen Sieg des Lebens über den Tod, wie wir ihn alljährlich im Frühling sehen oder vielmehr zu sehen vermeinen. Es handelt sich dabei ja doch nur um einen Gedankenkurzschluss; wir wissen durchaus, dass das Leben, das jetzt da draußen aufblüht, doch auch dem Tode verfallen ist; wir schieben nur den Gedanken daran immer wieder von uns fort und wehren uns auf diese Weise gegen einen Pessimismus, der an sich berechtigt wäre, aber nun einmal zu nichts nütze ist. Nein, um recht Ostern zu feiern, müssen wir schon auf die Botschaft hören, die Gott uns in seinem Wort sagen lässt, und die weiß nichts von einem allgemeinen Naturgesetz, dass das Leben stärker sei als der Tod, dass das Gute kräftiger sei als das Böse, oder was dergleichen idealistische Dogmen mehr sein mögen, an die ja ohnehin niemand mehr recht glaubt.“

Drei Wochen bevor 163 Sonderhäftlige aus dem KZ Dachau von der Gestapo abstransportiert wurden, hält Martin Niemöller am Ostermontag, 2. … Mehr

Eduard Thurneysen: „Jesus Is Victor!“ An Easter Sermon on Ephesisans 2:1-2.4-6: „This is the Easter gospel. Why do we not believe it? Why do we always strive against this mighty „but God, who is rich in mercy . . .“? Why do we not crash through the imprisoning wall of our thought-life, which keeps us from the great resuscitation that can become our possession? Why is not this gospel preached from every pulpit? Why is it not heard in all our human constraints, upon all deathbeds, and at the side of all graves? Why do we not really know that all have been made alive through the mercy of God?“

And you did he make alive, when ye were dead through your trespasses and sins, wherein ye once walked according … Mehr