Das Kreuz Von Joseph Wittig Das Kreuz ist die mathematische Formel des Lebens. Nach dieser Formel kann man alle Lebensaufgaben … Mehr
Kategorie: Literatur und Gedichte
In Gottes Händen. Ein Gebet von Joseph Wittig: „Und ist mein ganzer Glaube aus / und kann ich keinen Sprung mehr wagen, / so strecken sich zwei Hände aus, / die in ein fernes Vaterhaus / mich Ohnmächtigen weitertragen.“
In Gottes Händen Und ist mein ganzer Glaube aus und kann ich keinen Sprung mehr wagen, so strecken sich zwei … Mehr
Jan Twardowski über Gott und die Welt: „Gott hat sich verborgen, damit man die Welt sieht / würde er sich zeigen, gäbe es nichts anderes als ihn – / wer würde es wagen, neben ihm eine Ameise zu bemerken“
Die Welt Gott hat sich verborgen, damit man die Welt siehtwürde er sich zeigen, gäbe es nichts anderes als ihn … Mehr
Jan Twardowskis Klarstellung zu seinem Kinderglauben: „Ich mache mich nicht schön wie eine Ente im Oktober, / und Tränen zum Eingeständnis aller Schuld / werde ich auch nicht vergießen. / Ich werde Ihnen nicht mit dem Kaffeelöffel / Theologie ins Ohr träufeln. / Ich werde mich einfach neben Sie setzen / und Ihnen mein Geheimnis anvertrauen: / Dass ich, ein Priester, an Gott glaube / wie ein Kind.“
Die Gedichte des polnischen Priesters Jan Twardowski sind Gespräche mit Gott oder Mitmenschen, die dessen Glauben geschöpflich verorten. Hier ein … Mehr
„Es war einmal“ – Ein Altersgedicht von Rudolf Bultmann (1975) in seinem letzten Brief an Martin Heidegger: „»Es war einmal«, so pflegt das Märchen zu beginnen. / In diesem Satz entsteht das Wissen um die Zeit. / Was einmal war, – es ist ja jetzt von hinnen, / Verschlungen ist’s von der Vergangenheit. / Was kommen wird, die Zukunft wird es bringen / So kann das Märchen vom Vergangenen nur singen. / Doch ist im Märchen noch das Wissen nicht entfaltet, / Denn auch das Künftige wird in ihm gestaltet: / In Phantasien mit alten Bildern von Königen und von Megären, / Von Hexen, Zauberern, die uns am Leben zehren. / Doch solcher – Phantasien – Chor / Schwebt heut‘ nicht unsern Augen vor. / Doch ist die Zeit, in der wir heute leben, / mit unserm Planen und Bestreben / Von Märchen wirklich frei? Nein nie! / Nur heißt das Märchen jetzt Ideologie. / Drum frage jeder sich: bist du bereit / Für eine zukunftsreiche offne Zeit?“
Dem letzten Brief Rudolf Bultmanns (1884-1976) an Martin Heidegger (1889-1976) vom 20. September 1975 lag folgendes Gedicht bei – Bultmann … Mehr
„Stalker“ von Andrei Tarkowski – der Film
Es war während einer der Nachtwachen Anfang 1986, die ich als Zivildienstleistender in der Kinder- und Jugendpsychatrie im Kinderklinikum Josefinum … Mehr
Justus Delbrück, In den Tiefen, die kein Trost erreicht (1945): „In den Nächten, wo der Glaube weicht, / lass nicht deine Gnade von mir weichen. // Auf dem Weg, den keiner mit mir geht, / wenn zum Beten die Gedanken schwinden, / wenn mich kalt die Finsternis umweht, / wollest du in meiner Not mich finden.“
Der Jurist und Widerständler Justus Delbrück (mit der Familie Bonhoeffer befreundet bzw. verschwägert), der nach dem 20. Juli 1944 durch … Mehr
Ingeborg Bachmann über die Strahlkraft des Namens: „Es gibt nichts Mysteriöseres als das Leuchten von Namen und unser Hängen an solchen Namen, und nicht einmal die Unkenntnis der Werke verhindert das triumphierende Vorhandensein von Lulu und Undine, von Emma Bovary und Anna Karenina, von Don Quijote, Rastignac, dem Grünen Heinrich und Hans Castorp. Ja, der Umgang mit ihnen in Gesprächen oder in Gedanken ist uns so selbstverständlich, so geheuer, dass wir nicht ein einziges Mal fragen, warum ihre Namen in der Welt sind, als wäre jemand mit ihnen besser getauft als wir mit unseren Namen, als hätte da eine Taufe stattgefunden, bei der zwar kein Weihwasser hat herhalten müssen und von der kein Schriftzug in einem Register spricht — als hätte da eine Namensgebung stattgefunden, die endgültiger und von einem Vorzug ist, an dem kein Lebender teilhat. Diese Namen sind eingebrannt in erdachte Wesen und vertreten sie zugleich, sie sind dauerhaft und so mit diesen Wesen verbunden, dass, wenn wir sie ausborgen und Kinder so nennen, diese zeitlebens mit der Anspielung herumgehen oder wie in einem Kostüm: der Name bleibt stärker an die erschaffene Gestalt gebunden als an den Lebenden.“
Es sind Schriftstellerinnen (und weniger die Theologen), die es zur Sprache bringen können, welche Macht und Bedeutung Namen haben. Im … Mehr
Walter Wangerin, Der Lumpensammler (Ragman). Eine Erzählung zur Predigt an Karfreitag (Jesaja 52,13,-53,12): „Der kleine alte Lumpensammler – er kam zu einer Müllhalde. Er kam zu den Abfallgruben. Und dann wollte ich ihm bei dem helfen, was er tat. Aber ich blieb zurück und versteckte mich. Er stieg auf einen Hügel. Unter qualvollen Mühen räumte er eine kleine Fläche auf der Kuppe frei. Dann seufzte er und legte sich nieder. Seinen Kopf bettete er auf ein Taschentuch und eine Jacke. Seinen Körper bedeckte er mit der dünnen Decke. Und er starb.“
„Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und … Mehr