Karl Barths Predigt über den Guten Hirten (Johannes 10,11-13) vom April 1934: „Der Mensch, der sein eigener Herr ist, ist nur ein kümmerlicher Stellvertreter seines wirklichen Herrn. Darum sind wir in seinen Händen nicht gut aufgehoben. Es mag alles scheinbar gut gehen unter dieser Herrschaft, bis es ums Ganze geht. Geht es ums Ganze, bricht die letzte Gefahr herein, dann zeigt es sich, was das bedeutet, dass der Mensch nicht sich selber gehört, dann wird er sich selbst untreu. Reicher, starker, lebendiger Mensch! Du schaffst Vieles, aber dieses Eine wirst du nicht schaffen, du wirst dich selber dort, wo es wirklich nötig wäre – alles Andere ist ja vielleicht noch gar keine wirkliche Not gewesen –, nicht erretten.“

Sechs Wochen vor der Barmer Bekenntnissynode predigte Karl Barth am 15. April 1934 in der deutschsprachigen lutherischen Christuskirche in Paris … Mehr