Am 23. Juli 1933, dem Wahltag der vom NS-Staat überraschend ausgeschriebenen Kirchenwahlen, predigte der 27jährige Dietrich Bonhoeffer in Berlin über … Mehr
Kategorie: Kirchengeschichte
„Der Papst hat recht. Ich habe schon in allerfrömmsten und allerkirchlichsten Katholiken den Luther entdeckt“ – Joseph Wittig zum Lutherjahr 1933
L’Invadente. Ein Nachwort zum Lutherjahr Von Joseph Wittig Als ich in jungen Jahren einmal bei dem guten Papst Pius X. … Mehr
Ernst Munzingers Gebetsgedicht „Versprich mir eins“ aus dem Gefängnis (1944/45): „Durch tiefe Nacht / Werd‘ ich dann zu Dir gehen / Auf müden Sohlen und in aller Not. / Ich werde lang in Deiner Nähe stehen / Und furchtlos harren auf den stummen Tod.“
Ernst Gustav Adolf Munzinger (* 6. Juli 1887 in Riga; † 23. April 1945 in Berlin) kam als Nachrichtenoffizier in … Mehr
Albrecht Haushoffers Moabiter Sonette (1945) zu Matthias Grünewald, Auferstehung Jesu: „Noch immer Wesen, dennoch grenzenlos, fährt Gottes Sohn empor zu Gottes Schoß“Nicht Menschenkunst allein hat so gemalt: / Dem Grabesdunkel schwerelos entschwebend, / das Haupt mit goldnem Leuchten rings umwebend. // Von allen Farben geisterhaft umstrahlt, / noch immer Wesen, dennoch grenzenlos, / fährt Gottes Sohn empor zu Gottes Schoß.Albrecht Haushoffers Moabiter Sonette (1945) zu Matthias Grünewald, Auferstehung Jesu: „Noch immer Wesen, dennoch grenzenlos, fährt Gottes Sohn empor zu Gottes Schoß“
Albrecht Georg Haushofer (* 7. Januar 1903 in München; † 23. April 1945 in Berlin) war ein deutscher Geograph, Schriftsteller … Mehr
Martin Niemöllers Predigt über Römer 3,28 zum Reformationstag 1933: „Das Bekenntnis zu Luther bleibt hohl und wirkungslos, wenn wir nicht mit Luther uns zu Christus und zu Christus allein bekennen.“
Was Martin Niemöller 1933 zum Reformationstag (verbunden mit dem 450. Geburtstag Luthers) in Sachen Lutherverehrung und Christusglaube gepredigt hat, ist … Mehr
Hermann Sasse im Kirchlichen Jahrbuch 1932: „Die Evangelische Kirche müsste mit dem offenen Geständnis beginnen, dass ihre Lehre eine vorsätzliche und permanente Beleidigung des „Sittlichkeits- und Moralgefühls der germanischen Rasse“ ist und dass sie demgemäß keinen Anspruch auf Duldung im Dritten Reich hat.“
Wie nur wenige andere evangelische Theologen hatte Hermann Sasse schon vor 1933 die grundsätzliche Unvereinbartkeit der nationalsozialistischen Ideologie mit der … Mehr
Reinhold Krauses antisemitische Sportpalastrede vom 12. November 1933: „Es wird aber auch notwendig sein, dass ein grundsätzlicher Verzicht auf die ganze Sündenbock- und Minderwertigkeitstheologie des Rabbiners Paulus ausgesprochen wird.“
Reinhold Krauses zweistündige Rede auf der Kundgebung der Deutschen Christen am 13. November 1933 im Berliner Sportpalast ist ein bedrückendes … Mehr
Johann Christoph Hampe über Joseph Wittig: „Man hat ihn einen modernen Hiob genannt, und der Vergleich mag darin wirklich stimmen, dass er das, was ihm widerfuhr, als ein Schicksal hinnahm, das ihn von diesem Gott und seiner Kirche nicht trennen konnte. Noch zuletzt hat er das Hiobschicksal in Protest und Ergebung durchdekliniert, als er die „schlesische Passion“ und seinen Auszug aus der geliebten Heimat als seinen „Roman mit Gott“ erlebte und formulierte.“
Über Joseph Wittig (1879-1949), dem er als Schlesier landsmännisch verbunden gewesen ist, hatte Johann Christoph Hampe 1966 ein sympathisches Porträt … Mehr
Elisabeth Schmitz, Denkschrift „Zur Lage der deutschen Nichtarier“ von 1935/36 (vollständiger Text): „Einer Judenverfolgung im Namen von Blut und Rasse muss eine Christenverfolgung notwendigerweise folgen. Einen Anfang davon hat die Bekennende Kirche, haben vor allem ihre Pfarrhäuser zu spüren bekommen. Aber trotz alles Leides wird es niemand einfallen, es in einen Vergleich setzen zu wollen zu dem Leid der deutschen Juden und Nichtarier. Und ganz abgesehen von der Größe des Leides bleibt der große Unterschied: Der Christ leidet persönlich, der Jude und Nichtarier mit Kindern und Enkeln. Und selbst wenn die Glieder der Bekennenden Kirche unter die Ariergesetzgebung gestellt würden, wären noch immer die Verwandten, die weitere Familie nicht mitbetroffen. Und die Hauptsache: Die Bekennende Kirche leidet – und darf das wissen – um ihres Glaubens willen, der Nichtarier wird verfolgt, weil Gott ihn in eine bestimmte Familie hat hineingeboren werden lassen.“
Im Sommer 1935 wurde der Bekennende Kirche sowohl vom Völkischen Beobachter wie auch vom Stürmer vorgeworfen, dass sie die nationalsozialistische … Mehr