Gerhard Friedrich, Julius Schniewind, ein Lehrer der Kirche: „Wenn man vom Ende her das Leben Schniewinds betrachtet, so ist es, als ob die Gestalt seines Lehrers Martin Kähler ihn bis zu seinem letzten Atemzug begleitet hat. Es ist schon darauf hingewiesen worden, daß beide sehr spät im gleichen Le­bensalter in ein Ordinariat berufen wurden. Schniewind hat durch seinen persönlichen Einsatz den Leitsatz von Kähler erfüllt: aliis in serviendo consumor.“

Julius Schniewind, ein Lehrer der Kirche Von Gerhard Friedrich Julius Schniewind wäre am 28. 5. 1983 hundert Jahre alt geworden. … Mehr

Über Bartgebot und Bartverbot für „Geistliche“: „In der evangelischen Kirche ist der Bart Sache persönlicher Freiheit, doch sieht die Reformationszeit den kriegsmännischen Bart (Schnauzbart, Spitzbart) nicht gern. Die Konsistorien des 19. Jahrhunderts führen einen heimlichen, jedoch vergeblichen Kampf gegen den Schnurrbart.“

Es gibt wohl kein besserer Beispiel als die Barttracht dafür, wie sehr kirchliche Sittenlehren vom jeweiligen Zeitgeist beeinflusst sind: Bart, … Mehr

Edith Steins Brief an Papst Pius XI. zur Judenverfolgung in Deutschland vom April 1933: „Ist nicht diese Vergötzung der Rasse und der Staatsgewalt, die täglich durch Rundfunk den Massen eingehämmert wird, eine offene Häresie? Ist nicht der Vernichtungskampf gegen das jüdische Blut eine Schmähung der allerheiligsten Menschheit unseres Erlösers, der allerseligsten Jungfrau und der Apostel?“

Brief an Papst Pius XI. zur Judenverfolgung in Deutschland vom April 1933 Von Edith Stein Heiliger Vater! Als ein Kind … Mehr

Hans Joachim Iwand, Der Name des Herrn. Predigt zu Apostelgeschichte 4,11-12 (1935): „Mit einem Male ist es klar, mit einem Male ahnen alle, die einen mit Schrecken und die anderen mit seligster Gewißheit, dass mit der Auferweckung Jesu der Gegenangriff Gottes eingesetzt hat gegen das Gericht aller derer, die Jesus zu den Toten geworfen haben: dass diese Tat frevelnden Hochmutes den Himmel zerris­sen, dass sie Gott in seiner Majestät zum Eingreifen gebracht hat, dass dieser Name Gewalt bekommen hat wie noch nie ein Name auf Erden, dass er über der Erde steht wie eine Erinnerung, die nicht verblasst und wie eine Verheißung, die alle Tage neu ist.“

Der Name des Herrn. Predigt zu Apostelgeschichte 4,11-12 Von Hans Joachim Iwand Apostelgeschichte 4,11-12: Das ist der Stein, von euch … Mehr

Wilhelm Vischers Leserbrief wider die schweizer Einreisesperre für Juden 1942: „Die Sorge um unsere eigene Ernährung und die Angst vor den Machthabern dieser Zeit dürfen uns nicht dahin drängen, daß wir die Gottesfurcht wegwerfen. Jetzt müssen und können wir mit der Tat den Dank an Gott beweisen, der so oft in Reden ausgesprochen worden ist, den Dank dafür, daß er durch seine Gnade unser Vaterland wunderbar erhalten hat.“

Leserbrief wider die schweizer Einreisesperre für Juden Von Wilhelm Vischer Nachdem die Schweiz am 13. August 1942 eine Einreisesperre für … Mehr

Clara Eisenkraft (Spaleck), Christuserleben in Theresienstadt: „Diese sogenannten Volljuden waren eigentlich die bewussteren Christen! Bei ihnen fand man vielfach das, was man bei den Menschen vergeblich suchte: bewusstes Christentum in Theorie und Tat. Das waren die Menschen, die mit größter Aufopferung unter den widrigsten Verhältnissen und unmöglichen Umständen Großes leisteten im Dienst an ihren Mitmenschen und Gefährten der Leiden.“

In Ergänzung zu Goldschmidts Geschichte der evangelischen Gemeinde Theresienstadt 1942-1945 hatte Clara Eisenkraft (Spaleck) in ihrem postum erschienenen Buch „Damals … Mehr

Karl Barths Rückruf-Brief an Dietrich Bonhoeffer in London vom 20. November 1933: „Sie müssten jetzt alle noch so interessanten denkerischen Schnörkel und Sondererwägungen fallen lassen und nur das Eine bedenken, dass Sie ein Deutscher sind, dass das Haus Ihrer Kirche brennt, dass Sie genug wissen und was Sie wissen gut genug zu sagen wissen, um zur Hilfe befähigt zu sein und dass Sie im Grunde mit dem nächsten Schiff auf Ihren Posten zurückkehren müssten! Nun, sagen wir: mit dem übernächsten!“

Nachdem Dietrich Bonhoeffer den Pfarrdienst für zwei deutschsprachige Auslandsgemeinden in London übernommen und seine Beweggründe Karl Barth in einem Brief … Mehr

Dietrich Bonhoeffers Brief an Karl Barth über seinen Weggang nach London 1933: „Ich fühlte, daß ich mich unbegreiflicherweise gegen alle meine Freunde in einer radikalen Opposition befände, ich geriet mit meinen Ansichten über die Sache immer mehr in die Isolierung, obwohl ich persönlich in nächster Beziehung mit diesen Menschen stand und blieb – und das alles machte mir Angst, machte mich unsicher, ich fürchtete, daß ich mich aus Rechthaberei verrennen würde.“

Nachdem Dietrich Bonhoeffer am 17. Oktober 1933 den Pfarrdienst für zwei deutschsprachige Auslandsgemeinden in London übernommen hatte, schrieb er an … Mehr