Karl Barth, Die wirkliche Kirche (1948): „Seht und hört — ein wahrhaft erbauliches Schauspiel, das ich hier in Ungarn nicht genug bewundern kann — wie in der Zigeunerkapelle ein jeder Einzelne seine Augen und Ohren ganz und gar beim Prim-Geiger hat und mit seinem eigenen Spiel nur dessen Inventionen zu folgen bemüht ist und eben so notwendig selbstverständlich und glücklich mit allen Anderen zu­sammen spielt. Dies heißt einander helfen in reiner Sachlichkeit. So ist man in der wirklichen Kirche beieinander.“

Die wirkliche Kirche Von Karl Barth Das Wort „Kirche“ hat in unseren Lagen wieder einen bedeutsame­ren und kräftigeren Klang bekommen. … Mehr

Paul Schempp, Der Einzelne und die Gemeinschaft in Christus (1950): „Du hast es nicht nötig, Angst zu haben, und hast es auch nicht nötig, Angst zu machen, denn du bist nur Knecht als Knecht des Herrn, nicht weil so viele Herren faktisch über dir sind. Und du bist nur Herr als der Herr, dem Christus sich als Herr zum Knecht macht und ihm die Macht und Aufgabe gibt, so als Herr und nicht als menschlicher Knecht anderen, eben den dir untergebenen Menschen zu dienen.“

Da war noch kein Teilband der Versöhnungslehre in Karl Barths Kirchliche Dogmatik erschienen, als Paul Schempp 1950 mit seinem Text … Mehr

Karl Barth über Rudolf Bultmanns Entmythologisierung des Ostergeschehens (Kirchliche Dogmatik): „Wieder vertritt hier Bultmann die wohlbekannte, die reichlich humorlose Marburger Tradition, laut derer das erste Gebot der Wahrhaftigkeit unweigerlich darin bestünde, dass man sich in dieser Hinsicht nur ja keine Freiheiten erlauben dürfe. «Man kann nicht elektrisches Licht und Radioapparat benützen, in Krankheitsfällen moderne medizinische und klinische Mittel in Anspruch nehmen und gleichzeitig an die Geister- und Wunderwelt des Neuen Testamentes glauben». Wen schauderte da nicht? Aber wenn nun das moderne Weltbild in Wirklichkeit gar nicht so abgeschlossen, das moderne Denken so einheitlich gar nicht wäre, wie man es uns einst unter der Diktatur der Marburger Kant-Schule glauben machen wollte?“

Über Rudolf Bultmanns Entmythologisierung des Ostergeschehens (aus KD III/2) Von Karl Barth R. Bultmann «entmythologisiert» das Osterereignis, indem er es … Mehr

Karl Barth, Die Grundformen des theologischen Denkens (1936): „Es geht um ganze Herrschaft, um ganzen Gehorsam, es geht um Leben und Tod, es geht um das Überschreiten eines Rubikon, denn es geht um den Glauben, wenn es um Jesus Christus geht. Nicht jeder kann und mag über diesen Rubikon gehen. Niemand – so steht es deutlich genug in der Bibel – kann und mag es von sich aus.“

Die Grundformen des theologischen Denkens Von Karl Barth Was ich Ihnen in dieser Stunde bieten möchte, ist schlicht eine kurze … Mehr

Karl Barth, Über den prophetischen Dienst der christlichen Gemeinde und des einzelnen Christen (KD III/4): „Ist es ihr prophetisches Zeugnis, dann ist es ja gerade nicht etwa aus der Tiefe der jeweiligen Gegenwart, sondern in der Gegenwart aus der Tiefe jener qualifizierten Vergangenheit und jener qualifizierten Zukunft geschöpft, gesagt im Angesicht des gekommenen und wiederkommenden Herrn und ihm verantwortlich in der Gegenwart gesagt.“

Über den prophetischen Dienst der christlichen Gemeinde und des einzelnen Christen Von Karl Barth Wir dürfen diese Übersicht nicht schließen, … Mehr

„Parergon“. Karl Barth über sich selbst (1938 und 1948): „Ich konnte mich auf keinem der genannten Gebiete einfach an eine gegebene Kirchenlehre und theologische Tradition anschließen, sondern mußte von der von mir für richtig gehaltenen Mitte (dem alt- und neutestamentlichen Zeugnis von der Person und dem Werk Jesu Christi) aus Alles neu durchdenken und entfalten. So stand ich tatsächlich Jahr für Jahr vor neuen und sehr aufregenden Fragen und in Untersuchungen, in deren Verlauf und Zusammenhang ich einen weiten Weg zu gehen hatte.“

„Parergon“. Karl Barth über sich selbst[1] Von Karl Barth Veränderung 1928-1938 Der Herausgeber von „The Christian Century“ hat mit größtem … Mehr