Hans Joachim Iwand, Predigt zu Römer 5,1-11 vom 11. März 1945: „Die Hoffnung des Glaubens lebt nicht an der Wirklichkeit vorbei, sondern sie führt euch mitten da hindurch, mitten durch die Trübsale, mitten durch die Leiden. Hier erst zeigt sich, ob euer Glaube wirklich Glaube ist, ob er die Kraft hat, durchzuhalten, ob er unverwüstlich ist, unverwüstlicher als alle die Verwüstungen, die Krieg und Not, Schuld und Irrtum um euch und in euch hervorrufen. «Trübsal bringt Geduld.» Die Welt ist der Kampfplatz, auf dem euer Glaube sich bewähren muss.“

Nachdem Hans Joachim Iwand schon 1942 eine Predigtmeditation zu Römer 5,1-11 veröffentlicht hatte (wieder abgedruckt in: Hans Joachim Iwand, Predigtmeditationen. … Mehr

Hans Joachim Iwand in seiner Bonner Vorlesung zu Luthers Theologie: „Der Nationalsozialismus war eine Schöpfung des «Protestantismus». Geistig kommt er von dieser Wurzel her, geistig ist er ein wirkliches Ende, so dass wir heute ganz neu gefragt sind: Wer sind die Seinen? Es müsste deutlich werden: die Seinen sind wir, als Protestanten, als Erben der Reformation, schon lange nicht mehr.“

Im Hinblick auf das Reformationsjubiläum von 2017 ist dies die entscheidende Frage: Ist der gegenwärtige Protestantismus legitimer Erbe der Reformation? … Mehr