Fritz Bauers Schlussplädoyer im „Remer-Prozess“ von 1952: „Ein Unrechtsstaat, der täglich zehntausende Morde begeht, berechtigt jedermann zur Notwehr gemäß § 53 StGB. Jedermann war berechtigt, den bedrohten Juden oder den bedrohten Intelli­genzschichten des Auslandes Nothilfe zu gewähren. Insoweit sind alle Widerstandshandlun­gen durch den § 53 StGB gedeckt.“

Für die moralisch-rechtliche Beurteilung des Widerstandes vom 20. Juli 1944 in der Bundesrepublik hat Fritz Bauer im Remer-Prozess im März … Mehr

Helmut Gollwitzer über Hans Joachim Iwand: „Die Verkündigung und die Kirche gehören also in das eschatologische Gesche­hen hinein; aber sie können sich nicht selbst hineinstellen. Der gleiche Theologe, der der Pre­digt Außerordentliches zutraut, dem Predigen inmitten eines zusammengebrochenen, dem äußeren und dem inneren Nihil ausgesetzten Volkes das sinnvollste und unerläßlichste Tun ist, und der einen großen Teil seiner letzten Kraft an die Erneuerung der Predigt wendet, ist jedem Besitzbewußtsein der Kirche, jeder sich selbst aufblähenden Amtstheologie, jeder hier­archischen Verfestigung bitter feind. Von da­her wird er schärfster Kritiker einer glaubenslos sich in der Welt einrichtenden und den Schutz weltlicher Macht sich erkaufenden Kirche.“

Eine anspruchsvolles und sympathisches theologisches Porträt von Hans Joachim Iwand hatte Helmut Gollwitzer 1966 verfasst: Hans Joachim Iwand Von Helmut … Mehr

Hans Joachim Iwands Predigtmeditation zu Epheser 3,14-21 (1942): „Eins aber bleibt dabei ‚unfasslich‘, nämlich die Liebe Christi selbst. Sie muss die Erkenntnis überragend bleiben, wenn anders nicht die Gnosis, sondern eben der Glaube das Fundament des neuen Seins bleiben soll. So ist die ‚Fülle Gottes‘ das nie erreichbare, darum gerade aber uns immer tiefer, weiter, höher treibende Ziel der Vollkommenheit, das innere Gesetz des Wachstums, das den Bau bestimmt.“

Eine umfassende und tiefsinnige Predigtmeditation über Epheser 3,14-21 hatte Hans Joachim Iwand 1942 verfasst, damals noch für den 16. Sonntag … Mehr

Hans Joachim Iwands Predigtmeditation zu Johannes 16,23b-33 (Rogate, 1950): „Wo die Gemeinde sich selbst schon als Sieger fühlt und nicht mehr teilnimmt an der Enge und Drangsal dieses todgeweihten, angefochtenen Daseins in der Welt, wo man jetzt schon mitherrschen und mittriumphieren und die Knechtsgestalt der Kirche hin­ter sich lassen möchte, da wird man ebenso lasch und glaubenslos, phrasen- und formel­haft werden im Gebet wie dort, wo man sich einem pseudochristlichen Fatalismus überlässt und mit dem Unglauben an den Sieg Jesu über den Kosmos auch den ‚Sinn des Bittgebetes‘ über­haupt in Frage stellt und die entscheidenden Schlachten und Aufgaben eben nicht mehr so, in der eigenen Ohnmacht vor Gott und allein durch sein Eingreifen und sein Handeln zu bestehen wagt.“

Predigtmeditation zu Johannes 16,23b-33 (Rogate, 1950) Von Hans Joachim Iwand Er in der Mitte der auf seinen Namen hin vereinigten,er, … Mehr

Hans Joachim Iwands Predigtmeditation über Lukas 10,38-42: „Jetzt ist Jesus da, jetzt heißt es, unser Dasein durch seine Gegenwart bestimmen lassen. Jetzt ist ER allein der, der handelt und wir sind die, die von dorther angesprochen, von dorther belehrt, von dorther gesucht und gerufen, getroffen und erleuchtet werden. Das ist Jesu Gegenwart. Das ist der Sinn seines Eintritts in unsere Häuser. Jesus offenbart uns Gottes Geheimnisse. Darum durchbricht Maria alle Schranken, demonstrativ für das Ungeheuerliche, das sich damit ereignet, dass Jesus in ihr Haus eintritt, dass er ihr so menschlich, irdisch, so gütig, so ohne allen feierlichen Abstand nahe ist.“

Eine großartige Predigtmeditation über Lukas 10,38-42 (Maria und Martha) hatte Hans Joachim Iwand 1959 für den Sonntag Sexagesimae verfasst: Predigtmeditation … Mehr