Hans Joachim Iwand, Predigtmeditation zu Lukas 5,1-11 (5. Sonntag nach Trinitatis) von 1939: „Menschen fangen — das ist der Beruf, in den Jesus seine Jünger ruft. Das ist es, was sie bei ihm lernen werben in dem täglichen Umgang mit ihm. Also nicht nur die Lehre an sich, nicht nur die Wahrheit an sich — das wäre Spekulation und nicht Arbeit auf dem Ackerfeld Gottes. Aber doch wieder Menschenfang eben mit der Wahrheit, Menschenfang nicht mit List und Fälschung, sondern so, daß die Wahrheit die Menschen frei macht. Für die­sen Beruf verlassen sie alles, was sie haben, denn ‚wer die Hand an den Pflug legt und stehet zurück, der ist nicht geschickt zum Reiche Gottes‘.“

Predigtmeditation zu Lukas 5,1-11 (5. Sonntag nach Trinitatis) Von Hans Joachim Iwand Die Berufung der ersten Jünger gehört hinein in … Mehr

Hans Joachim Iwand, Predigt über Lukas 6,36-42 (1939): „Meine Brüder und Schwestern, wir stehen hier vor der Grenze der menschlichen Moral. Jeder, der etwas erfahren hat vom menschlichen Leben, wird es wissen: wir können nirgends richten, ohne dass wir uns darin verurteilen. Wo wir auch immer glauben, mit unserer Moral, mit unserem Wissen von Gut und Böse die Menschen richten zu können, da richten wir uns selbst, ganz gleich was es sei. Wenn die Kirche heute die da draußen rich­tet, richtet sie sich selbst, und wenn die draußen heute die Kirche richten, richten sie sich alle selbst. Wenn sich heute die Leute hinstellen und die Moral predigen — es pfeifen uns ja die Spatzen von allen Dächern, es ist so, als ob wir alle das Lied singen könnten: Was richtest du einen anderen und dich selber nicht? Die ewigen Gesetze Gottes er­füllen sich hier über Men­schen, die da glauben, andere richten, an­dere verdammen, andere verurteilen zu können; und es weiß doch die ganze Welt, dass wir selber genauso sind wie die, die wir rich­ten. Das sagt Jesus. Es ist so, als ob er ein großes Halt hineinruft in dieses grausame menschliche Gericht, das wir vollziehen, ein: Haltet an, ihr wißt ja nicht, was ihr tut. Ihr baut die Mauer des Ge­fängnisses, in das ihr selbst einmal eingeschlossen werdet, in die­sen Maßstab der Unbarmher­zigkeit des Gerichts, da werdet ihr selbst eingeschlossen sein in Ewigkeit. Ihr baut heute schon mit eurer Hartherzigkeit die Mauern des ewigen Gefängnisses!“

Predigt über Lukas 6,36-42 Von Hans Joachim Iwand Darum seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. Rich­tet nicht, so … Mehr

Hans Joachim Iwands Predigt über Johannes 20,19-23 von 1950: „Die Christenheit ist keine Verschwörung, die wie eine Krankheit der Gesellschaft im Dunkel schleicht … wir wissen ja auch, dass man damit die Straße gegen die Christen mobil machen kann. Das ist die Stimmung, die bei den staatlichen Organen herrscht, welche zur Unterdrückung der Kirche eingesetzt werden!“

Predigt über Johannes 20,19-23 – Wie die Jünger froh wurden Von Hans Joachim Iwand Am Abend aber desselben ersten Tages … Mehr

Hans Joachim Iwand, Predigt über Johannes 15,1-8 (1937): „In Christus leben – das heißt doch wohl, im Gericht Gottes bestehen, nicht ergriffen werden von dem Feuer seines Zornes, behütet und bewahrt sein vor dem, vor dem kein Mensch, auch der Kühnste und Gewaltigste nicht, sich selbst bewahren und erhalten kann. Die Gemeinschaft mit Christus ist also eine Gemein­schaft, die angelegt ist auf einen bestimmten Tag, auf den Tag Gottes, auf den jüngsten Tag. An ihm wird uns erst ganz offenbar werden, was das bedeu­tet, dass er bei uns ist und er uns mit seinem Namen deckt. Denn wer nicht in Christus ist, der ist – ob er das nun weiß oder nicht – in eines anderen Hand, der ist den Mächten der Welt preisgegeben und der Tag Gottes wird das offenbar machen, aber wer in Christus ist, dem ist alles in die Hand gegeben, und auch das wird Gott offenbar machen.“

Predigt über Johannes 15,1-8 (1937) Von Hans-Joachim Iwand Liebe Brüder und Schwestern! Wir haben heute nachmittag mit unserer Seminargemeinde die … Mehr

Hans Joachim Iwand über das Blut Christi (1957): „Das Blut Christi umschließt die Wirkung des Todes und der Auferstehung. Es weist auf jene Mitte, wo Tod und Leben in Jesus Christus wie auch in uns in eins greifen. Insofern der Tod Jesu als Aktion Gottes mitten im Reich des Todes und der Sünde zu verstehen ist, hält die Re­deweise vom Blut Christi dieses Von-ihm-selbst-her-wirksam-Sein des Todes Jesu auf­recht.“

Da werden systematische Theologen schmallippig, wenn die Rede auf das Blut Jesu Christi fällt. Anders Hans Joachim Iwand in seinem … Mehr