Hans Jonas, Last und der Segen der Sterblichkeit (The Burden and Blessing of Mortality, 1992): „Es ist eine Pflicht der Zivilisation, vorzeitigen Tod unter Menschen weltweit und in allen seinen Ursachen zu bekämpfen – Hunger, Krankheit, Krieg und so fort. Was unsere Sterblichkeit als solche angeht, so kann unser Verstand keinen Streit darüber mit der Schöpfung haben, es sei denn, er verneint das Leben selbst. Was jeden von uns betrifft, so könnte das Wissen, daß wir hier nur kurz weilen und daß unserer zu erwartenden Zeit eine unverhandelbare Grenze gesetzt ist, sogar nötig sein als Antrieb dafür, unsere Tage zu zählen und sie so zu leben, daß sie durch sich selber zählen.“

Last und der Segen der Sterblichkeit (The Burden and Blessing of Mortality) Von Hans Jonas Seit unvordenklicher Zeit haben Sterbliche … Mehr

David J. Bosch über Evangelisation: „Evangelisation ist mehr als die „Gewin­nung von Seelen“, als ob ihre größte Sorge der Rettung von Seelen gelte, die fort­bestehen müssen, wenn alle Welt vergangen ist. Evangelisation betrifft die Ret­tung der Menschen (nicht allein ihrer „Seelen“) hinsichtlich aller ihrer Verhältnis­se.“

Evangelisation, Evangelisierung Von David J. Bosch 1. Modelle Der Begriff Evangelisation ist von dem griechischen Verb euangelizein bzw. euangelizesthai abgeleitet. … Mehr

Viktor E. Frankl, Was ist der Mensch? (1949): „Überhaupt war das Erlebnis des Konzentrationslagers ein einziges großes Experiment – ein wahres experimentum crucis. Unsere toten Kollegen haben es ehrenvoll bestanden. Sie haben uns bewiesen, daß der Mensch es in der Hand hat, auch unter den ungünstigsten, den unwürdigsten Bedingungen noch Mensch zu bleiben – wahrer Mensch und wahrer Arzt.“

Was ist der Mensch?[1] Von Viktor E. Frankl In memoriam … Zum Gedenken …»Was ist der Mensch, daß Du seiner … Mehr

Willem Eicke den Hertog, Predigt zu Johannes 20,11-18, gehalten am Ostermontag 1944 im KZ Dachau: „Gott sei Dank. Du kannst lachen, weil Gott dir zu lachen gibt. Und wie Er gelacht hat damals bei der Schöpfung über das Werk seiner Hände, da Er sah, dass es gut war, so lacht er am Ostermorgen, als der Herr auferstanden ist. Er sieht, wie er es gemacht hat, und siehe, es ist sehr gut. Tod, Sünde, Welt und mein böses Fleisch, ich lache euer. Denn am Ostermorgen hat Gott mir ein Lachen zugerichtet. Und ich darf die Freude weitertragen als seine Gabe und Aufgabe in diesem schrecklichen Leben, in dieser tödlichen Welt im KZ, ja gerade im KZ, bis einmal alles vorbei ist, und Gott wird abwischen alle Tränen von unseren Augen, und der Tod nicht mehr sein wird, noch Leid, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein wird. Denn das wird alles vorübergehen. Nur Gottes Lachen wird bleiben. Der Anfang und das Ende. Halleluja!“

Und Gott lacht … Predigt eines holländischen Pfarrers gehalten am Ostermontag 1944 im Konzentrations-Lager Dachau Von Willem Eicke den Hertog … Mehr

Cicely Saunders über Glaube (Faith, 1974): „Geballte Hände sind einsam, unnachgiebig, verschlossen. Offene Hände sind verletzlich, annehmend und ein Symbol für den Glauben, der empfangen und gesegnet werden kann, über all unsere Vorstellungen hinaus. Sie sind bereit für Freiheit und Spontaneität. Jesus sagt uns, dass wir wie Kinder werden müssen, um in sein Reich einzutreten … sicherlich in ihrem Vertrauen und ihrer Offenheit, die so bereit ist, in der Liebe zu wachsen.“

Glaube (Faith) Von Cicely Saunders Eine der ersten Regeln für das Ablegen von Prüfungen lautet: „Lesen Sie die Frage“. Was … Mehr

Cicely Saunders über die Hospizbewegung in ihrer Rede anlässlich der Verleihung des Templeton-Preises 1981: „Gott nutzt die Verluste unseres Lebens und unseres Todes, um uns sich selbst zu schenken, er geht mit uns durch unsere Schmerzen und Leiden. Sie sind alle von seiner erlösenden Kraft erfüllt, weil er selbst gelitten hat und gestorben ist, und zwar mit der Ausrüstung eines Menschen. Und er ist wieder auferstanden.“

Der Tod bleibt ein Rätsel. Rede anlässlich der Verleihung des Templeton-Preises 1981 Von Cicely Saunders Dieser äußerst großzügige und aufregende … Mehr

Cicely Saunders, Das Problem der Euthanasie (The Problem of Euthanasia, 1976): „Wir sehen auch, dass die Qualitäten, die wir als die größten preisen – aufopfernde Liebe, Großzügigkeit und Mut – nur in einer freien und damit gefährlichen Welt möglich sind. Der Christ glaubt, dass der Gott, der diese Welt geschaffen hat, in der Verwundbarkeit der Menschwerdung in sie eingetreten ist, das Leiden geteilt und verwandelt hat und es immer noch in den Personen aller seiner Kinder teilt.“

Das Problem der Euthanasie (The Problem of Euthanasia) Von Cicely Saunders 1967 schrieb Hinton: „Es scheint eine schreckliche Anklage zu … Mehr

Cicely Saunders, Dimensionen des Todes (Dimensions of Death, 1968): „Als einer meiner Freunde im Sterben lag und darüber trauerte, dass ein Abschied nur diejenigen verletzen könnte, die er liebte, schaute er plötzlich zum Kruzifix an der Wand der Krankenstation auf. „Ich kann meinen Erlöser sehen.“ Für den Christen ist das Kreuz das Zentrum aller Zentren, der Ort, an dem sich Zeit und Ewigkeit treffen und alle unsere Sorgen und unser Versagen verwandelt werden. Es lehrt uns, dass wir in jedem Kummer und in jedem Schmerz Gott sehen können, und wenn wir das sehen, können wir auch den Sieg über diese sehen, der für uns alle errungen wurde.“

Dimensionen des Todes (Dimensions of Death) Von Cicely Saunders Während meiner Arbeit als Ärztin und Krankenschwester habe ich viele sterbende … Mehr