Menschen ohne Heimat Von Hans Joachim Iwand Es ist gut, wenn wir uns klarmachen, daß es sich nicht nur um … Mehr
Kategorie: Ethik des Evangeliums
Dietrich Bonhoeffer, Uns ist ein Kind geboren. Predigtmeditation über Jesaja 9,5-6 (Weihnachten 1940): „Der heilige Eifer Gottes um seine Sache bürgt dafür, dass dieses Reich in Ewigkeit bleibt und zu seiner letzten Vollendung kommt, aller menschlichen Schuld, allem Widerstand zum Trotz. Ob wir dabei sind oder nicht, darauf wird es nicht ankommen. Gott selbst führt seinen Plan zum Ziel mit uns oder gegen uns. Aber er will, dass wir mit ihm seien. Nicht um seinetwillen, sondern um unsretwillen. Gott mit uns – Immanuel – Jesus – das ist das Geheimnis dieser Heiligen Nacht. Wir aber jubeln: »Uns ist ein Kind gegeben, ein Sohn ist uns geboren.«“
Eindrücklich ist Dietrich Bonhoeffers Predigtmeditation zu Jesaja 9,5-6, die er 1940 auf Weihnachten hin verfasst hat. Mitten in die Kriegssituation … Mehr
Karl Barth, Der Christ in der Gesellschaft. Eine Tambacher Rede (1919): „Nein nein, antworten wir, geht uns, ihr Psychiker, mit eurem Innseits! Apage Satanas! Jenseits, trans, darum gerade handelt es sich, davon leben wir. Wir leben von dem, was jenseits des Reichs der Analogien ist, zu denen auch unser bißchen Innseits gehört. Von den Analogien führt keine Kontinuität hinüber in die göttliche Wirklichkeit. Kein gegenständlicher Zusammenhang zwischen dem, was gemeint ist, und dem, was ist, darum auch kein gegenständlicher, etwa entwicklungsmäßig vorzustellender Übergang von hier nach dort. Das Himmelreich ist eine Sache für sich, seine Verheißung sowohl wie seine Offenbarung, wie die Fülle seiner Gegenwart, so gewiss es nicht für sich bleibt und bleiben kann. So ist das Ziel der Geschichte, das télos, von dem Paulus 1. Korinther 15,23-28 geredet, kein geschichtliches Ereignis neben andern, sondern die Summe der Geschichte Gottes in der Geschichte, in ihrer uns verhüllten, ihm aber und den von ihm erleuchteten Augen offenbaren Herrlichkeit.“
Im besten Sinne verstörend ist der expressive Gottesanspruch, den Karl Barth in seiner Tambacher Rede in die religiöse Landschaft nach … Mehr
Gottes Weg mit den Menschen – Die Bibel. einfach lesen von Irmgard Weth
Seit dreißig Jahren gibt es nun die Neukirchener Kinderbibel. Und wer sie Kindern vorgelesen hat, ist als Erwachsener in aller … Mehr
Karl Barths nationalreligiöse Besinnung „Gott im Vaterland“ zum eidgenössischen Bettag 1910: „«Gott im Vaterland», wenn wir davon singen und sagen, so sprechen wir die einfache Gewissheit aus, daß wir unser Volk und Land mit seinen Nöten und Hoffnungen dem Ewigen, Allmächtigen befohlen wissen, der alles Daseins Grund und Wesen ist und der uns in Jesus seinen Willen und seine Liebe kundgetan hat. Wenn wir die Worte «Gott» und «Vaterland» nebeneinander stellen, dann bedeutet das, dass wir all unsere Gedanken und Gefühle, all die Regungen guten Willens, die wir unserer Heimat, unserem Staat widmen, in Beziehung und Verbindung setzen wollen mit der verborgenen Tatsache, die unserm innern Lebensgrund Trost im Leben und im Sterben geworden ist.“
Wer nachvollziehen will, welche theologische Radikalisierung sich bei Karl Barth in seinen Safenwiler Jahren (1911-1921) vollzogen hatte, muss dessen Texte … Mehr
Karl Barth, Rede zum Volkstrauertag 1954: „Wer nämlich seine Vergangenheit nicht wahrhaben will, der sehe zu, dass sie nicht so, wie sie war und vielleicht schlimmer als so, in anderer Gestalt, aber wieder in Form eines Dabeiseins, seine neue Gegenwart werde! Und es geht fast noch weniger an, die Opfer des Krieges und des Nationalsozialismus vergessen zu wollen. Es ist wahr: Wir sind die Entronnenen, ‚wir sind noch einmal davongekommen'“.
Als Karl Barth 1954 von der hessischen Landesregierung eingeladen worden war, im Rahmen eines Staatsaktes eine Rede zum Volkstrauertag zu … Mehr
„Wir sind bereit, für das Evangelium alles zu verlieren und jeden Preis zu zahlen, bis hin zum Verlust von Freiheit und Leben.“ Ein Ruf für den Glauben an Christus aus den chinesischen Hauskirchen
Dass sich in der staatlichen Religionspolitik in der Volksrepublik China ein grundsätzlicher Wandel abzeichnet, ist in den am 1. Februar … Mehr
Rabbiner Yehuda Teichtal, Hier bin ich! Das biblische Wort »Hineni« ist eine Verpflichtungserklärung: „Wenn ich Hineni sage, muss ich den Mut aufbringen, mein Ego zu überwinden. Ich entdecke das Innerste meiner Seele, die sich danach sehnt, etwas über dem eigenen Selbst zu verbinden.“
Von Yehuda Teichtal, orthodoxer Rabbiner in Berlin, gibt es in der Jüdischen Allgemeinen einen ansprechenden Text über das kleine hebräische … Mehr
„Alles, was Gott geschaffen hat, ist gut“ – Predigt über 1. Timotheus 4,4-5 an Erntedank: „Wer im Gotteslob und im Dankgebet den alltäglichen Dingen und Aufgaben Gottes Güte immer wieder neu zuspricht, dessen Wahrnehmung der Schöpfung verändert sich zum Positiven. Im Lobpreis lichtet sich unsere Lebenswelt, weitet sich unser Gesichtsfeld auf den Himmel zu.“
Predigt über 1. Timotheus 4,4-5 an Erntedank „Alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich, was mit … Mehr