„Es geht um die Erkenntnis, dass Christus nicht gegen Karl Marx gestorben ist, sondern für uns alle“ – Gustav Heinemanns Rede im Deutschen Bundestag vom 23. Januar 1958: „Es gibt ein Blatt ‚Evangelische Verantwortung‘, herausgegeben vom Evangelischen Arbeitskreis der CDU. In der Nummer vor der Wahl, der Nummer vom August 1957, war eine Zuschrift zu lesen, wonach der Westen ja noch eine Waffe gegen das ‚Untier im Osten‘ habe und diese Waffe die aufhaltende Macht im Sinne des 2. Thessalonicherbrief es gegen den Antichristen sei. Ich bitte Sie herzlich, verehrte Freunde von der CDU und dem evangelischen Teil darin: sorgen Sie doch dafür, dass solche Klänge endlich verschwinden. Es geht nicht um Christentum gegen Marxismus. (Zurufe von der CDU/CSU: Sondern?) – Sondern? Es geht um die Erkenntnis, dass Christus nicht gegen Karl Marx gestorben ist, sondern für uns alle.“

Das gilt als eine der Sternstunden des Deutschen Bundestages, Gustav Heinemanns Rede am 23. Januar 1958, in der er sich … Mehr

Karl Barth, Rede zum Volkstrauertag 1954: „Wer nämlich seine Vergangenheit nicht wahrhaben will, der sehe zu, dass sie nicht so, wie sie war und vielleicht schlimmer als so, in anderer Gestalt, aber wieder in Form eines Dabeiseins, seine neue Gegenwart werde! Und es geht fast noch weniger an, die Opfer des Krieges und des Nationalsozialismus verges­sen zu wollen. Es ist wahr: Wir sind die Entronnenen, ‚wir sind noch einmal davongekommen'“.

Als Karl Barth 1954 von der hessischen Landesregierung  eingeladen worden war, im Rahmen eines Staatsaktes eine Rede zum Volkstrauertag zu … Mehr