Friedrich Mildenbergers Vortrag „Die Auferstehung und unser Leben in dieser Welt. Wahrnehmungen des Auferstehungsglaubens“ von 1981 ist ein schönes Beispiel … Mehr
Kategorie: Ethik des Evangeliums
Dietrich Bonhoeffer, Betrachtung zu Ostern: Auferstehung (1940): „Die Auferstehung Jesu Christi ist Gottes Ja zur Kreatur. Nicht Zerstörung, sondern Neuschöpfung der Leiblichkeit geschieht hier. Der Leib Jesu geht aus dem Grabe hervor, und das Grab ist leer. Wie es möglich, wie es zu denken ist, dass der sterbliche und verwesliche Leib nun als der unsterbliche, unverwesliche, verklärte Leib da ist, bleibt uns verschlossen. Nichts vielleicht wird durch die Verschiedenartigkeit der Berichte über die Begegnung des Auferstandenen mit den Jüngern so deutlich, wie dies, dass wir uns über die neue Leiblichkeit des Auferstandenen keine Vorstellung zu machen vermögen. Wir wissen, es ist derselbe Leib – denn das Grab ist leer; und es ist ein neuer Leib – denn das Grab ist leer.“
Im März 1940 schrieb Dietrich Blonhoeffer in einer hektographierte Beilage für den monatlichen Rundbrief des pommerschen Bruderrates der Bekennenden Kirche … Mehr
Dietrich Bonhoeffer, Der auferstandene Christus (Ethik): „Das Wunder der Auferstehung Christi hebt die Vergötzung des Todes, wie sie unter uns herrscht, aus den Angeln. Wo der Tod das Letzte ist, dort verbindet sich die Furcht vor ihm mit dem Trotz. Wo der Tod das Letzte ist, dort ist das irdische Leben alles oder nichts. Das Trotzen auf irdische Ewigkeiten gehört dann zusammen mit einem leichtfertigen Spielen mit dem Leben, krampfhafte Lebensbejahung mit gleichgültiger Lebensverachtung. Nichts verrät die Vergötzung des Todes deutlicher als wenn eine Zeit für die Ewigkeit zu bauen beansprucht und doch in ihr das Leben nichts gilt, wenn man große Worte spricht über einen neuen Menschen, eine neue Welt, eine neue Gesellschaft, die heraufgeführt werden soll, und wenn dieses Neue alles nur in einer Vernichtung des vorhandenen Lebens besteht.“
Der auferstandene Christus Von Dietrich Bonhoeffer Ecce homo – seht den von Gott angenommenen, von Gott gerichteten, von Gott zu … Mehr
‚Bei dir ist die Quelle des Lebens‘: „Die Natur kennt nur vergängliche Generationen – ein Werden und Vergehen ohne ein Danach. Uns aber führt das Osterevangelium weiter: Jesus Christus, Gottes Sohn, am Kreuz gestorben und begraben, ist von den Toten leibhaftig auferstanden. Mit Ostern ist der Vergänglichkeitslauf der Natur aufgehoben. Die Schöpfung ist durch Christus nicht auf den Tod ausgerichtet, sondern auf das ewige Leben beim dreieinigen Gott.“
„Bei dir ist die Quelle des Lebens“ Im Frühling macht uns die Natur das Leben leichter. Wo saftiges Grün und … Mehr
Zu Dietrich Bonhoeffers Plädoyer für eine nicht-religiöse Interpretation biblischer Begriffe: „Ein religionsloses Christentum stellt das Evangelium Jesu Christi als eigensinnige Botschaft vor. An Stelle einer hermeneutischen Transformation der Botschaft tritt die narrative Invitation in das Evangelium: Menschen sollen in die Namensgeschichte des Gottes und seines Sohnes Jesus Christus hineingenommen werden.“
Zu Dietrich Bonhoeffers Plädoyer für ein religionsloses Christentum bzw. für eine nicht-religiöse Interpretation biblischer Begriffe Dietrich Bonhoeffers Plädoyer für ein … Mehr
Wilhelm Kamlah über die Widerfahrnis (Philosophischen Anthropologie, 1972): „Unser aller Leben ist eingespannt zwischen den Widerfahrnissen Geburt und Tod. Gleichsam das erste und das letzte Wort hat für uns nicht unser eigenes Handeln. Aber auch, wenn wir handeln, widerfährt uns stets etwas. Es gibt Widerfahrnisse ohne Handeln, aber es gibt kein pures Handeln. Auch ein so mächtiges Handeln wie das sogenannte ’schöpferische‘ ist doch stets auf vorgegebene Bedingungen angewiesen und Störungen ausgesetzt, so dass es mehr oder weniger oder gar nicht ‚gelingt‘. Handlungen führen zum Erfolg oder zum Mißerfolg oder auch zu unerwarteten Nebenfolgen.“
„Widerfahrnis“ ist kein geläufiger anthropologischer Begriff, obwohl er das aufnimmt, was in der klassischen griechischen Philosophie mit páthos bezeichnet wird. … Mehr
Jürgen Moltmann über die Auferstehung Jesu (2019): „Das Grab war leer, sonst hätten die Jünger die Auferstehung Jesu Christi nicht verkündigen können. In Jerusalem hätten die Juden darauf verwiesen: Da liegt er doch im Grab, er ist nicht auferstanden. Der Leichnam wurde auferweckt und ist wieder lebendig geworden. Jesus ist also der gleiche Mensch, der er vorher war. Sonst hätten die Jünger ihn nicht erkannt. Und sie erkennen ihn an seiner Stimme und an den Wundmalen. Jesus ist in der ersten Gegenwart den Jüngern erschienen und in der zweiten Gegenwart uns. Im Wort der Verkündigung und im Sakrament ist er gegenwärtig. Für mich bedeutet dies: im Ende der Anfang. Christi Ende war sein wahrer Anfang. Das erlebe ich mit meinen 92 Jahren immer wieder: Im Ende der Anfang. Das hab ich erlebt, als ich ohne Hoffnung war, in dem ersten Jahr meiner Gefangenschaft nach dem 2. Weltkrieg. Da habe ich in meinem Ende den Anfang mit Christus erlebt.“
„Wage es, mit der Gewissheit der Auferstehung zu leben“ Ein Gespräch mit dem Tübinger Theologieprofessor Dr. Jürgen Moltmann über die … Mehr
Alfons Deissler über das Ethos des Alten Testaments: „Weltdienst“ und „Menschendienst“ werden im Alten Testament in den Rang des „JHWH-Dienstes“ erhoben“
Ethos des Alten Testaments Von Alfons Deissler Grundlegung Religionsgeschichtlich wird die „Existenz Israels vor JHWH“ mit Recht als „ethische Religion“ … Mehr
Karfreitagspredigt zu Johannes 19,16-30 und zur Frage nach einem selbstbestimmten Sterben: „Wo Menschen sich an einer selbstbestimmten Tötung versuchen, weil sie sich nicht selbst dem eigenen Sterben-Müssen überlassen wollen, verlieren sie sich in ihrer vermeintlichen Selbstbestimmung. Wer einen Ausschalter für das eigene Leben beansprucht, gibt sich selbst im eigenen Tod verloren. Für sich selbst sterben führt in die hoffnungslose Vergangenheit: Das war’s mit mir und meinem Leben: Punkt. Aus. Ende.“
Wer einen Ausschalter für das eigene Leben beansprucht, gibt sich selbst im Tod verloren „Es ist vollbracht“ – Jesu Schlusswort … Mehr