Søren Kierkegaard, Der »Professor« der Theologie: „Der »Professor« drückt aus, dass die Religion ein gelehrtes Problem ist; der Professor ist die größte Satire auf den »Apostel«. Man ist – Professor (wes­sen?) dessen, was ein paar Fischer in die Welt gesetzt haben: oh, treffliches Epigramm. Dass das Christentum die Welt solle überwinden können: ja, das hat der Stifter selbst vorausgesagt, und das glaubten die »Fischer«. Aber das Siegeszeichen: dass das Christentum in dem Maße siegen solle, dass es Professoren der Theologie gäbe – das hat der Stifter nicht vorausgesagt.“

Der »Professor« der Theologie Von Søren Kierkegaard O fürchterliche Tiefe der Verwirrung, o fürchterliche, durch Beharrung verhärtete Irreführung. Von Generation … Mehr

Paul Schempp, Die Kirche am Scheideweg (1934): „Wie kann man behaupten, die Schrift sei unangetastet, wenn man die Möglichkeit, christlicher Pfarrer zu sein, abhängig macht von der arischen Abstammung? Gott hat es nun einmal gefallen, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs zu sein, Jesus Christus ist nun einmal nach dem Fleisch von dem Samen Davids geboren, das Heil kommt nun einmal von den Ju­den, die Heiden sind nun einmal aufgepfropft auf das auserwählte Volk, Paulus verbietet nun einmal als Apostel der Heiden den Christen, die vorher Heiden wa­ren, sich zu rühmen wider die Juden.“

Im Nachlass Paul Schempps fand sich ein handschriftliches Memorandum „Die Kirche am Scheidewege“ aus dem Frühjahr 1934, in dem Schempp … Mehr

Hans Joachim Kraus über Julius Schniewind: „In Konventen richtete Schniewind seine Botschaft an die Pastoren, führte zahllose Einzelgespräche, richtete die Mutlosen und Verzagten auf und war in den Zeiten der Verwirrung ein pastor pastorum von überwältigender Güte und Hin­gabe. Das Vermächtnis seiner Sorge um die ihm anvertrauten Prediger des Evangeliums liegt in der Abhandlung ‚Die geistliche Erneuerung des Pfarrer­standes‘ vor. So war Schniewind in den letzten Jahren seines Le­bens rastlos unterwegs. Er­schöpft und krank reiste er in kalten, überfüllten und schmutzigen Zügen, übernachtete er in überheizten Wartehallen oder eiskalten Unterkünften. Als er sich einer Operation unterziehen musste, waren seine Widerstandskräfte erlahmt.“

Julius Schniewind Von Hans-Joachim Kraus Julius Schniewind, geboren am 28. Mai 1883 in Elberfeld. Theologiestudium in Bonn, Halle, Berlin und … Mehr