Eugen Rosenstock-Huessy Von Hans Storck Eugen Rosenstock-Huessy, geboren am 6. Juli 1888 in Berlin. Jurastudium, 1912 Dozent in Leipzig, im … Mehr
Kategorie: Ethik des Evangeliums
Arthur Rich über Leonhard Ragaz (1868-1945): „Leonhard Ragaz ist in dieser relativen Hoffnung ein revolutionärer Mensch geworden. Nicht daß er sich der sozialistischen Revolution verpflichtet gewußt hätte — er sprach von „Revolution Christi“ —, aber soweit der Sozialismus das gedrückte Proletariat befreien und eine gerechtere Welt heraufführen wollte, sah er in ihm einen Anruf Gottes in der Zeit, dem der Nachfolger Christi Gehorsam schuldet.“
Leonhard Ragaz Von Arthur Rich Leonhard Ragaz, geboren am 28. Juli 1868 in Tamins, Graubünden. Theologiestudium in Basel, Jena (bei … Mehr
Martin Buber über Jesu Spruch vom Zinsgroschen in „Geltung und Grenze des politischen Prinzips“ (1953): „Wird die Geschichtszeit und die Geschichte verabsolutiert, so kann es sich leicht ereignen, dass in der geschehenden Geschichte der zeitbefangene Denker dem aktuellen staatlichen Machtgetriebe den Charakter des Absoluten und in diesem Sinn Zukunftbestimmenden zuspricht. Danach mag für ein Weilchen der Gnom Erfolg krampfhaft grinsend den Gottessitz der Vollmacht einnehmen.“
Geltung und Grenze des politischen Prinzips Von Martin Buber Dieser Vortrag ist im Juni 1953 anläßlich der Verleihung des hansischen … Mehr
Hans Joachim Iwand, Evangelium und Gesetz (Vorlesung über die Rechtfertigungslehre, 1958): „Man muß Gott glauben, dass wir Sünder sind. Es ist also kein Zufall, keine Schwäche, keine durch diese oder jene Lage gegebene Verfehlung, sondern es ist notwendig, unausbleiblich, unsere Bestimmung: Der Mensch, der wir sind, muß offenbar werden in seiner Übereinstimmung mit diesem dort in Jesus Christus gekreuzigten und hingerichteten Adam. Insofern sagt das Gesetz, was ist.“
Evangelium und Gesetz Von Hans Joachim Iwand Dieses Thema kommt zweimal in der Dogmatik vor. Einmal dort, wo von den … Mehr
Jürgen Habermas, Israel und Athen oder: Wem gehört die anamnetische Vernunft? (1993): „Die Spannung zwischen dem Geiste Athens und dem Erbe Israels hat sich innerhalb der Philosophie nicht weniger folgenreich ausgewirkt als innerhalb der Theologie. Wenn aber das philosophische Denken nicht aufgeht in der synthetischen Arbeit jenes Idealismus, der das kirchlich verfaßte Heidenchristentum des Abendlandes auf den theologischen Begriff gebracht hat, dann kann sich die Kritik am hellenisierten Christentum auch nicht gegen die argumentierende Vernunft per se, gegen die unpersönliche Vernunft der Philosophen als solche richten.“
Als die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Münster am 16. Juni 1993 unter dem Titel «Gott in dieser Zeit» ein Symposion … Mehr
Ernst Wolf, In memoriam Hans Joachim Iwand (1960): „Iwand hat seinen theologischen Kampf gekämpft, oft allein gelassen, aber doch kein Einsamer, ein Warner, der auch der Kirche, solange er lebte, immer etwas unangenehm war, und der nach seinem Tode ihr nunmehr unersetzlich fehlen wird. Was er hinterläßt, ist ein theologisches und geistiges Vermächtnis, das dazu aufruft, den von ihm eingeschlagenen Weg selbständig weiterzuverfolgen.“
In memoriam Hans Joachim Iwand (11.7.1899 – 2.5.1960) Von Ernst Wolf „Es liegt in der Theologie dieses Mannes und in … Mehr
Karl Rahner, Warum bin ich ein Christ: „Weil ich Mensch und Christ bin, ist es für mich im letzten doch selbstverständlich, daß ich ein Christ in der Kirche, ein kirchlicher Christ bin. Ich möchte das Denken und die freie Entscheidung nicht «sozialisieren», Verstand und Freiheit bei einem Kollektiv abliefern. Aber ich kann mich nun einmal auch nicht so wichtig nehmen, dass mir meine eigene Überzeugung noch wirklich radikal wichtig wäre, wie es dem Glauben als totaler Lebensentscheidung eigen sein muss, wenn sie von vornherein und nur die meine sein wollte.“
Warum bin ich ein Christ Von Karl Rahner Die Frage: Warum bin ich ein Christ? ist eine radikal andere Frage … Mehr
Jürgen Moltmann, Bund dogmatisch (EKL, 1955): „Die Bestimmung des Menschen zum Bund und im Bund zum Leben unter der Herrschaft Gottes ist die Grundlage christlicher Ethik. Der Mensch ist als Partner des Bundes und als „Gehilfe am Reiche Gottes“ (Kol 4,11) Gott verbunden und in Dienst genommen, seinerseits Gott zu verherrlichen, im Glauben dem Zuspruch der Gnade zu antworten und mit seinem Leben sich dem Anspruch der Gebote gegenüber zu verantworten.“
Da war Jürgen Moltmann noch keine 29 Jahre alt, als er als Studentenpfarrer 1955 für das Evangelische Kirchenlexikon einen konzisen … Mehr
Aufrichtige Erzählungen eines russischen Pilgers, erste Erzählung: „Das unablässige innerliche Jesusgebet ist das ununterbrochene, unaufhörliche Anrufen des göttlichen Namens Jesu Christi mit den Lippen, mit dem Geist und mit dem Herzen, wobei man sich seine ständige Anwesenheit vorstellt und ihn um sein Erbarmen bittet bei jeglichem Tun, allerorts, zu jeder Zeit sogar im Schlaf.“
Aufrichtige Erzählungen eines russischen Pilgers, erste Erzählung Anonym Ich, nach der Gnade Gottes ein Christenmensch, meinen Werken nach ein großer … Mehr