Real-Encyklopädie für protestantische Theologie und Kirche (1879): Genügsamkeit ist eine „Frucht des Geistes, eine Eigenschaft des neuen Menschen, wobei man mit den Umständen, in welche man durch die Vorsehung Gottes ge­setzt ist, mit der Stellung, die man in der Welt einnimmt, mit dem Ruf, den man genießt, mit dem Anteil von zeitlichen Gütern, den man besitzt, wohl zufrieden ist.“

Interessant ist, wie 1879 die Genügsamkeit in der zweite Auflage der Real-Encyklopädie für protestantische Theologie und Kirche als Tugend mit … Mehr

Paul Schneiders letzte Predigt zu Erntedank 1937 über Psalm 145,15-21, die ihn in den Tod führte: „Schlimmer als Teurung des Brotes ist für ein Volk die Teurung des Wortes Gottes. Dass wir solche Zeit der Teurung des Wortes Gottes im deutschen Volk befürchten müssen, da schon viele evangelische Pfarrer, die lauter und rein und ohne Scheu vor dem Mißfallen der öffentlichen Gewalten Gottes Wort und Willen verkündigen, Gefangenschaft und Verfolgung erleiden, das will uns die Freude und den Dank dieses Erntedankfestes dämpfen.“

Paul Schneider hatte am 3. Oktober 1937 vormittags seine Predigt im Erntedankgottesdienst in seiner Kirchengemeinde Dickenschied im Hunsrück gehalten. Nachdem … Mehr

Gerhard Schoenauer über Wilhelm Löhe als Seelsorger: „An diesem Vorfall wird deutlich, wie ernst Löhe seine seelsorgerliche Aufgabe nahm und wie wenig er einer kirchenleitenden Behörde das Recht einräumte, geistliche und seelsorgerliche Dinge seiner Ge­meinde zu beurteilen. Seelsorge und Zucht war für ihn Sache der einzel­nen Gemeinde.“

Ein schönes Porträt über Wilhelm Löhe als Seelsorger stammt von Gerhard Schoenauer: Wilhelm Löhe Von Gerhard Schoenauer I. Biographie Wilhelm … Mehr

Matthias Laros über Max Josef Metzger (1947): „Kein Priester und keiner seiner Freunde und Bekannten durfte bei der Hinrichtung und Einsargung dabei sein. Er starb völlig allein, auch ohne die Möglichkeit, ähnlich seinem alten Freund Thomas Morus, gerade im Tode ein weithin leuchtendes und wirkendes Fanal seines Glaubens aufzurichten. Auch darauf mußte er verzichten. Gottes Wege sind immer wieder ganz anders, als wir sie uns denken.“

In seiner Einleitung zu Max Josef Metzgers Gefangenschaftsbriefe schrieb Matthias Laros (1882-1965), Freund und Nachfolger Metzgers in der Leitung der … Mehr

Friedrich Mildenberger über Karl Steinbauer 1936 in Penzberg: „Weiter verweigerte Steinbauer die zum 1. Mai als nationalem Feiertag des Deutschen Volkes angeordnete Beflaggung der Kir­chengebäude. Schon am Morgen des 1. Mai 1936 wurde er des­wegen von einem Polizeibeamten zur Rede gestellt, der von der Gestapo in München beauftragt worden war, nachzuprüfen, ob Steinbauer der Anordnung zur Beflaggung nachge­kommen war. Obwohl dieser mit seiner sofortigen Verhaftung rechnete, er­folgte zunächst nichts. Steinbauer vermutet, dass er damals durch Drohungen gefügig gemacht werden sollte. In einem am 2. Mai von ihm aufgesetzten polizeilichen Vernehmungsproto­koll begründete er sein Verhalten ausführlich mit seiner seelsorgerlichen Verantwortung unter Berufung auf sei­ne Ordina­tion.“

Damit die Kette des Gehorsams nicht abreißt! Fragen der kirchlichen Rechtsordnung, an einem konkreten Fall erläutert Von Friedrich Mildenberger Am … Mehr