Hans Joachim Iwands Predigtmeditation zu Matthäus 25,31-46 (1950): „Unser sich so schmückendes und brüstendes christliches Abendland sollte sich durch diesen Text einmal ins Licht des künftigen Gerichts stellen, dann würde sich zeigen, was Stroh und Stoppeln sind und was als Silber und Gold im Weltenfeuer des über uns kommenden Endgerichts bestehen wird. Die Flüchtlinge, die verbrannten Städte, die geschändeten Menschen in Lagern und Zwangsarbeit — sie sind die Bewährung, die Jesus meint, wenn er kommen wird „in seiner Herrlich­keit“.

Predigtmeditation zu Matthäus 25,31-46 (1950) Von Hans Joachim Iwand Dieser Text gehört zu den eindrucksvollsten aus dem ganzen Neuen Testament. … Mehr

Julius Schniewind, Abendmahlsansprache über Psalm 138,3.7 (Februar 1945): „‚Wenn ich mitten in der Angst wandle, so erquickst du mich‘, das bedeutet: du machst mich lebendig, du erhältst mich am Leben, du schenkst mir das Leben. Gott hat die Macht, uns aus dem Tode herauszureißen, uns noch mitten im Tode zu erhalten.“

Abendmahlsansprache über Psalm 138,3.7 Von Julius Schniewind „Wenn ich dich anrufe, so erhörest du mich und gibst meiner Seele große … Mehr

Jürgen Roloff über den Tod im Neuen Testament: „Theologisch qualifiziert ist Tod im Sinne der Tren­nung des Menschen von Gott, des Ausschlusses aus der Sphäre heilvoller Gemeinschaft mit ihm, zu ver­stehen. Gott ist selbst das Leben und darum Gott der Lebenden, nicht der Toten (Mk 12,27); ihm dank Jesus Christus angehören heißt, das Leben haben.“

Über den Tod im Neuen Testament Von Jürgen Roloff 1. Als Tod wird zunächst, gemäß der allgemei­nen, theologisch nicht qualifizierten … Mehr

Karl Barths Brief an eine Vertreterin des Vereins Kirche und Frieden in Holland, 1938: „Die Diktatur ist das ausgesprochene Regiment der bewußten und planvollen Ungerechtigkeit und Unfreiheit. Die Diktatur ist als solche die Bedrohung des rechten Friedens. Im Zeitalter der Diktaturen muß die Kirche in allen noch nicht von ihnen beherrschten Ländern mit dem Willen zum rechten Frieden auch die Bereitschaft zu dessen Verteidigung gutheißen und fordern.“

Brief an eine Vertreterin des Vereins Kirche und Frieden in Holland, 1938 Basel, den 24. Oktober 1938. Sehr geehrte Frau … Mehr