Fridolin Stier über die Theologie im Vorhof: „Hier ist es still. Die Nacht schweigt tief. Über meinem Zelt stehn die Sterne, Abermillionen Sterne, schön und schrecklich, und schweigen in sich hinein, als wüßten sie es oder als wüßten sie nichts … Wie still es hier ist! Nur die Psalmen fern wo verhallend, und ein Hören­sagen, raunend sehr leise.“

Über die Theologie im Vorhof Von Fridolin Stier »Theologie im Vorhof« – das ist die meine, so hieße ich sie, … Mehr

Martin Luther, Trostbrief an die sterbenskranke Mutter Margarethe (1531): „Wir können uns selbst in solchen Sachen nicht helfen, wir können der Sünde, Tod und Teufel nichts abgewinnen mit unsern Werken, darum ist da an unser Statt und für uns ein anderer, der es besser kann und uns seinen Sieg gibt und befiehlt, dass wir’s annehmen und nicht daran zweifeln sollen.“

Trostbrief an die sterbenskranke Mutter Margarethe Von Martin Luther 20. Mai 1531 Gnad und Friede in Christo Jesu, unserm Herrn … Mehr

Emmanuel Lévinas im Gespräch mit Bertrand Révillon, Vom Nutzen der Schlaflosigkeit (1987): „Wenn ich vom Anderen spreche, verwende ich den Ausdruck »Gesicht«. Das »Gesicht« ist das, was hinter der Fassa­de und hinter der Haltung, die jeder zu bewahren sucht, liegt: Es ist die Sterblichkeit des Nächsten. Um das »Gesicht« des Anderen zu sehen und zu erkennen, muss man schon hinter seine Maske schau­en. In der Nacktheit des »Gesichts« zeigt sich die Ohnmacht eines einzigartigen Seienden, das dem Tod ausgesetzt ist; gleichzeitig aber kommt in ihm ein Imperativ zum Ausdruck, der mich dazu verpflich­tet, es nicht allein zu lassen. Diese Verpflichtung ist Gottes erstes Wort. Für mich beginnt die Theologie im Gesicht meines Mitmen­schen. Die Göttlichkeit Gottes ereignet sich im Bereich des Mensch­lichen.“

Vom Nutzen der Schlaflosigkeit. Emmanuel Lévinas im Gespräch mit Bertrand Révillon Emmanuel Levinas, stellen wir uns vor, ein junger Mensch, … Mehr