Protestation der evangelischen Reichsstände auf dem Reichstag zu Speyer am 20. April 1529: „So protestieren und bezeugen wir hiermit öf­fentlich vor Gott, unserem einigen Erschaffer, Erhalter, Erlöser und Seligmacher (der – wie bereits erwähnt – allein unser aller Herzen erforscht und erkennt und auch danach gerecht richten wird), auch vor allen Menschen und Geschöpfen, dass wir für uns, die Unseren und für alle jeder Verhandlung und vermeintlichem Reichstagsabschied, wie wir vorher gesagt, oder anderen Sachen, die gegen Gott, sein heiliges Wort, unser aller Seelenheil und gutes Gewissen, auch gegen den vorher zitierten Speyrer Reichstagsabschied vorgenommen, beschlossen und gemacht worden sind, nicht zustimmen noch einwilligen, sondern sie aus rechtlichen und anderen redlichen Gründen für nichtig und unverbindlich halten.“

Protestation der evangelischen Reichsstände auf dem Reichstag zu Speyer 1529 Nachdem 1529 auf dem Reichstag zu Speyer durch einen Mehrheitsbeschluss … Mehr

Netti Boleslav (1923-1981), Erinnerung an den Warschauer Ghettokampf: „Vater, / ich sehe dich, / wie dein Alter unter der Peitsche der Flammen sich krümmt, / wie aus den Höhlen deiner Augen / die Funken in den Himmel prasseln. / Deine brennenden Lippen / kämpfen im Schemah, / um das letzte Wort. / Jisrael geht unter!“

ERINNERUNG AN DEN WARSCHAUER GHETTOKAMPF Vater, in einer weißen Zeit,prophezeitest du die schwarze Welle.Wir sehen uns niemals wieder,sagtest du! Juden … Mehr

Rudolf Bohrens Predigt über Ezechiel 34,1-16 (1977): „Ist es nicht bald Zeit, dass jeder verzweifelte Schmierer seinen Pinsel und die grüne Farbe wegwerfen kann, weil Gott selbst ihn anruft und zur grünen Weide leitet? Ist es nicht bald Zeit, dass aus Juden und Christen eine Herde unter einem Hirten werde und das Wort wahr wird: „Auf guter Weide werde ich sie weiden, und auf den hohen Bergen Israels wird ihre Trift sein“? Ich meine, es wird Zeit.“

Predigt über Ezechiel 34,1-16 Von Rudolf Bohren „Und es erging an mich das Wort des Herrn: Menschensohn, weissage wider die … Mehr

Willem Eicke den Hertog, Predigt zu Johannes 20,11-18, gehalten am Ostermontag 1944 im KZ Dachau: „Gott sei Dank. Du kannst lachen, weil Gott dir zu lachen gibt. Und wie Er gelacht hat damals bei der Schöpfung über das Werk seiner Hände, da Er sah, dass es gut war, so lacht er am Ostermorgen, als der Herr auferstanden ist. Er sieht, wie er es gemacht hat, und siehe, es ist sehr gut. Tod, Sünde, Welt und mein böses Fleisch, ich lache euer. Denn am Ostermorgen hat Gott mir ein Lachen zugerichtet. Und ich darf die Freude weitertragen als seine Gabe und Aufgabe in diesem schrecklichen Leben, in dieser tödlichen Welt im KZ, ja gerade im KZ, bis einmal alles vorbei ist, und Gott wird abwischen alle Tränen von unseren Augen, und der Tod nicht mehr sein wird, noch Leid, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein wird. Denn das wird alles vorübergehen. Nur Gottes Lachen wird bleiben. Der Anfang und das Ende. Halleluja!“

Und Gott lacht … Predigt eines holländischen Pfarrers gehalten am Ostermontag 1944 im Konzentrations-Lager Dachau Von Willem Eicke den Hertog … Mehr

Claus Westermann, Instrumentale Musik, Gesang und Dichtung in Israel (RGG): „Wenn Berge und Hügel (Ps 65, 13 f.) und Bäume (96, 2) in das Orchester des Gotteslobes aufgenommen werden und in Ps 148 die ganze Schöpfung zum Lob gerufen wird, so ergibt sich von daher der tiefste Sinn der Instrumentalmusik im Zusammenhang des Gotteslobes: die Instrumente tragen den Gottespreis aus Menschenmund hinüber in die Weite des Geschaffenen. Die ursprünglich selbständige Bedeutung der Musikinstrumente kehrt hier abgewandelt und des magischen Charakters entkleidet wieder; die Instrumente sind im Gotteslob mehr als nur Begleitung.“

Im Hinblick auf die neue Predigtperikope 1.Samuel 16,14-23 zum Sonntag Kantate, verbunden mit einer Bitte: Lasst die Harfe aus dem … Mehr

Warum David in 1. Samuel 16 entgegen der Luther-Bibel 2017 nicht zur Harfe greift: „Bei dem kînôr handelt es sich um eine Kastenleier, bestehend aus »einem Resonanzkörper (gegebenenfalls in Tierform) als Basis, zwei schräg nach außen weisenden Stäben und einem oft schrägen, nach vorne geneigtem Joch«, wobei die Saiten »über einem kurzen Stab am Resonanzkörper divergierend nach oben zum Querjoch« verlaufen.“

Warum David in 1. Samuel 16 nicht zur Harfe greift David und die Harfe passen nicht zueinander. Wenn in der … Mehr