Martin Luther über Galater 5,1 – Zur Freiheit hat uns Christus befreit!: „Es geht um die Freiheit, zu der Christus uns befreit hat, nicht um die Freiheit aus irgendeiner menschlichen Knechtschaft oder Tyrannengewalt, sondern um die Freiheit von dem ewigen Zorn Gottes. Wo? Im Gewissen. Hier hat unsere Freiheit ihren Ort und will diese Grenzen nicht überschreiten.“

Martin Luther muss für den Protestantismus als Apostel bürgerlicher Freiheit und emanzipatorischer Selbstbestimmung herhalten, als hätte er nie De servo … Mehr

Warum die evangelische Kirche die „rechte alte Kirche“ ist – Aus Martin Luthers Schrift „Wider Hans Worst“: „Zum neunten kann niemand leugnen, dass wir eben dasselbe Leiden (wie Petrus 1. Petr. 5, 9 fordert) wie unsere Brüder in der Welt haben. Da verfolget man uns an allen Orten, da erwürget, ertränkt, henkt und tut man uns um des Wortes willen alle Plage an und gehet es uns gleich wie der alten Kirche.“

In seiner Schrift „Wider Hans Wort“ von 1541 polemisiert Martin Luther gegen Herzog Heinrich von Braunschweig zu Wolfenbüttel, der in … Mehr

Leszek Kolakowski, Doktor Luthers Gespräch mit dem Teufel, Wartburg, 1521: „Was willst du, räudiges Schwein? Wozu bist du hergekommen? Mich zu erschrecken? Ich fürchte dich nicht, du kümmerst mich so wenig wie der Kuhdreck an der fürstlichen Scheune. Oder willst du mich etwa versuchen? Zur Sünde verlocken, mir Zoten ins Ohr flüstern, meine Begehrlichkeit aufstacheln? Du würdest mich wohl am liebsten so zurichten, daß ich dem Knecht eins in die Schnauze gebe, mich wie ein Ferkel besaufe, die Dienstmagd notzüchtige, wie? Und wenn ich dies alles wirklich tun sollte? Nun denkst du gewiß, du hättest mich endlich unter deinen zottigen Pranken, hättest mir die Kette um den Hals geschlungen und heidi, hinunter zur Hölle!“

Doktor Luthers Gespräch mit dem Teufel, Wartburg, 1521 Von Leszek Kolakowski Leszek Kolakowski (1927-2009), der wohl bekannteste polnische Philosoph des … Mehr

Martin Luther über die blinde Vernunft: „Menschliche Vernunft und Natur kann Gott in seiner Majestät nicht begreifen, darum sollen wir nicht weiter suchen noch forschen, was Gottes Wille, Wesen und Natur sei, als soweit ers uns befohlen hat. Sein Wort hat er uns gegeben, darin er reichlich offenbart hat, was wir von ihm wissen, halten, glauben und wessen wir uns zu ihm versehen sollen; danach sollen wir uns richten, so können wir nicht irren. Wer aber von Gottes Willen, Natur und Wesen Gedanken hat außer dem Wort, wills mit menschlicher Vernunft und Weisheit aussinnen, der macht sich viel vergebliche Unruhe und Arbeit und fehlt weit.“

Luthers Tischrede Nr. 6539 (aus Johannes Aurifabers Sammlung, Tischreden aus verschiedenen Jahren, WA TR 6, 26,30-28,32) stellt kurz und bündig … Mehr