Dietrich Bonhoeffer, Friedenspredigt zu Römer 12,17-21 (1938): „Das Kreuz ist keines Menschen Privatbesitz, sondern es gehört allen Menschen, es gilt allen Menschen. Gott liebt unsere Feinde – das sagt uns das Kreuz, er leidet um sie, er hat Not und Schmerzen um sie, er hat für sie seinen lieben Sohn gegeben. Darauf kommt alles an, dass wir bei jedem Feind dem wir begegnen, sogleich denken: den liebt Gott, für den hat Gott alles gegeben. Darum haltet euch nicht selbst für klug: das hieß für unsere Stellung zu unseren Feinden zuerst: Den­ke daran, dass du auch Gottes Feind warst und dass dir Erbarmung widerfahren ist ohne Ver­dienst und Würdigkeit. Es hieß zweitens: Denke daran, dass Gott auch für deinen Feind ans Kreuz ging und ihn liebt wie dich.“

Predigt zu Römer 12,17-21 Von Dietrich Bonhoeffer [Haltet euch nicht selbst für klug. Vergeltet niemand Böses mit Bösem. Fleißiget euch … Mehr

Hans Joachim Iwand, Zur Versöhnungslehre (nach 2. Korinther 5,18-22): „Nun stoßen wir auf das Höchste und Tiefste, auf die eigentliche Goldader der Heiligen Schrift: ‚Er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir würden die Gerechtigkeit Gottes in ihm.‘ Das ist einer der Sätze, auf die man ster­ben kann, weil sie einen Trost bieten, der stärker ist als der Tod. Und wenn man in seinem ganzen Leben nichts anderes begriffen hätte als dies — und diese Sache ist gar nicht so ein­fach zu begreifen, einmal ist man ihr näher und dann wieder weiter von ihr entfernt, man muß immer tiefer und inniger darum ringen, in ihre Mitte zu gelangen, sich dort festzuhalten, mit seinem ganzen Sein und Leben — dann hätte man nicht umsonst gelebt.“

Da hat Hans Joachim Iwand in seinem Vortrag zur Versöhnungslehre die „Goldader der Heiligen Schrift“ freigelegt – mit seiner Auslegung … Mehr

Das Kreuz, das sich für die göttliche Ewigkeit öffnet. Über das „Aeternus-Kreuz“ von Hermann J. Kassel: „Das Aeternus-Kreuz setzt eine le­bensentscheidende Spannung frei – die zwischen dem Kreuzestod Christi an Karfreitag und seiner Auferste­hung an Ostern. In der Form des Innenkreuzes ist der Auferstandene dem Betrachter mit ausgebreiteten Armen segnend zugeneigt. Kreuzes­leid und Osterfreude sind somit in diesem Stahlkreuz vereint. In der Mitte werden Rahmen- und Innen­kreuz ununterscheidbar zusammen­geführt. So bleibt das Doppelkreuz ein einigendes Kreuz, das Diame­trales miteinander ver­bindet: Himmel und Erde, Leben und Tod, Zeit und Ewigkeit.“

Das Kreuz, das sich für die göttliche Ewigkeit öffnet. Über das „Aeternus-Kreuz“ von Hermann J. Kassel Das Aeternus-Kreuz ist ein … Mehr