Zu Weihnachten 1962 erschien von Karl Barth in dem vom Migros-Genossenschafts-Bund herausgegebenen Wochenblatt „Wir Brückenbauer“ eine Besinnung, die die Weihnachtsbotschaft … Mehr
Schlagwort: Karl Barth
Karl Barth, Der Christ in der Gesellschaft. Eine Tambacher Rede (1919): „Nein nein, antworten wir, geht uns, ihr Psychiker, mit eurem Innseits! Apage Satanas! Jenseits, trans, darum gerade handelt es sich, davon leben wir. Wir leben von dem, was jenseits des Reichs der Analogien ist, zu denen auch unser bißchen Innseits gehört. Von den Analogien führt keine Kontinuität hinüber in die göttliche Wirklichkeit. Kein gegenständlicher Zusammenhang zwischen dem, was gemeint ist, und dem, was ist, darum auch kein gegenständlicher, etwa entwicklungsmäßig vorzustellender Übergang von hier nach dort. Das Himmelreich ist eine Sache für sich, seine Verheißung sowohl wie seine Offenbarung, wie die Fülle seiner Gegenwart, so gewiss es nicht für sich bleibt und bleiben kann. So ist das Ziel der Geschichte, das télos, von dem Paulus 1. Korinther 15,23-28 geredet, kein geschichtliches Ereignis neben andern, sondern die Summe der Geschichte Gottes in der Geschichte, in ihrer uns verhüllten, ihm aber und den von ihm erleuchteten Augen offenbaren Herrlichkeit.“
Im besten Sinne verstörend ist der expressive Gottesanspruch, den Karl Barth in seiner Tambacher Rede in die religiöse Landschaft nach … Mehr
Karl Barths Adventspredigt über Römer 15,5-13 von 1933: „Christus gehörte zum Volk Israel. Dieses Volkes Blut war in seinen Adern das Blut des Sohnes Gottes.“
In der neuen Perikopenordnung ist in der ersten Predigtreihe für den 3. Advent Römer 15,4-13 vorgesehen. Karl Barth, dessen 50. … Mehr
Karl Barths nationalreligiöse Besinnung „Gott im Vaterland“ zum eidgenössischen Bettag 1910: „«Gott im Vaterland», wenn wir davon singen und sagen, so sprechen wir die einfache Gewissheit aus, daß wir unser Volk und Land mit seinen Nöten und Hoffnungen dem Ewigen, Allmächtigen befohlen wissen, der alles Daseins Grund und Wesen ist und der uns in Jesus seinen Willen und seine Liebe kundgetan hat. Wenn wir die Worte «Gott» und «Vaterland» nebeneinander stellen, dann bedeutet das, dass wir all unsere Gedanken und Gefühle, all die Regungen guten Willens, die wir unserer Heimat, unserem Staat widmen, in Beziehung und Verbindung setzen wollen mit der verborgenen Tatsache, die unserm innern Lebensgrund Trost im Leben und im Sterben geworden ist.“
Wer nachvollziehen will, welche theologische Radikalisierung sich bei Karl Barth in seinen Safenwiler Jahren (1911-1921) vollzogen hatte, muss dessen Texte … Mehr
Karl Barths Gebet für seinen verstorbenen Vetter Paul Basilius: „Herr unser Gott! Du gibst uns Menschen das Leben, und dann nimmst du es wieder, verbirgst es für eine Weile im Geheimnis des Todes, um es dereinst erneuert und gereinigt ans Licht zu bringen als unser ewiges Leben.“
Anlässlich der Bestattung seines Vetter Paul Basilius Barth (1881-1955) am 27. April 1955 hielt Karl Barth die Predigt (über Johannes … Mehr
Karl Barths Predigt zur Beerdigung seines Sohnes Matthias (1. Korinther 13,12): „Können wir selbst nicht jubeln, so hören wir doch eine ganz andere Stimme jubeln auch über der bösen Stelle am Fründenhorn“
Der 22. Juni 1941 ist als Tag des kriegsverbrecherischen Überfalls der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion in die Geschichtsbücher eingegangen. … Mehr
Karl Barth, Rede zum Volkstrauertag 1954: „Wer nämlich seine Vergangenheit nicht wahrhaben will, der sehe zu, dass sie nicht so, wie sie war und vielleicht schlimmer als so, in anderer Gestalt, aber wieder in Form eines Dabeiseins, seine neue Gegenwart werde! Und es geht fast noch weniger an, die Opfer des Krieges und des Nationalsozialismus vergessen zu wollen. Es ist wahr: Wir sind die Entronnenen, ‚wir sind noch einmal davongekommen'“.
Als Karl Barth 1954 von der hessischen Landesregierung eingeladen worden war, im Rahmen eines Staatsaktes eine Rede zum Volkstrauertag zu … Mehr
Karl Barths Abschiedspredigt in Safenwil vom 9. Oktober 1921 über 1. Petrus 1,24-25: „Ihr könntet mir sagen, ich sei ein allzu einsamer Mann gewesen, ich sei zu wenig in die Häuser und unter die Leute gegangen. Ihr könntet mir zurufen, was ja in einer Zeitung gestanden hat: Er verstand seine Gemeindegenossen nicht, und sie verstanden ihn nicht. Und ich müsste euch zugeben: ja, daran ist etwas, und ich weiss, dass es nicht so hätte sein sollen. Aber was hat mich denn in die Einsamkeit getrieben? Wer hat mir denn etwa das abgenommen, was ich sagen wollte? Wer hat, mich denn verstehen wollen, auch dann, wenn ich mir alle Mühe gab, ihn zu verstehen? Und wieder würden wir wahrscheinlich quitt und könnten nur sagen: Alles Fleisch ist wie Gras.“
Das war’s. Karl Barths gottesdienstlicher Abschied als Pfarrer der reformierten Kirchgemeinde in Safenwil stand für Sonntag, den 9. Oktober 1921 … Mehr
Hans Joachim Iwand, Vom Primat der Christologie (1956): „Treten wir unter neuen Bedingungen an die Sache heran? Sind unsere Waffen schärfer geschliffen? Sind wir besser gerüstet für diesen Gipfelanstieg, der nicht gelingen wird, wenn wir nicht bereit sind, alles dafür einzusetzen! Omnia in Christum instaurare!“
Der Aufsatz „Vom Primat der Christologie“, den Hans Jochim Iwand 1956 für die Barth-Festschrift „Antwort“ geschrieben hatte, gilt wohl als … Mehr