Henning Luthers (1947-1991) postum veröffentlichter Vortrag „Die Lügen der Tröster“ von 1991 ist für die Seelsorge während der Corona-Pandemie eine … Mehr
Schlagwort: Hiob
Walter Zimmerli, Was ist der Mensch: „Der Mensch ist auf jeden Fall der Mensch Gottes. Nicht so, daß der Mensch darin eine eigene Mächtigkeit besäße. Die ohnmächtige Hilflosigkeit des Menschen erreicht in der Schilderung des zerschlagenen Hiob ihre letzte Steigerung.“
Was ist der Mensch. Rektoratsrede Von Walter Zimmerli Wer einen verantwortlichen Dienst in unserer Gesamtuniversität zu übernehmen hat, dem drängt … Mehr
Wenn die Corona-Pandemie keine göttliche Strafe sein kann, wie ist dann Gott im Unheil zugegen?
Wenn die Corona-Pandemie keine göttliche Strafe sein kann, wie ist dann Gott im Unheil zugegen? Wie kommen manche Christinnen und … Mehr
Eberhard Jüngels Predigt über Hiob 7,17-21: „Gott hat ein Herz: für jeden, der ihm die Wahrheit sagt – mag sie auch noch so gotteslästerlich sein. Wofür er kein Herz hat, das sind jene frommen Sprüche, mit denen man ihn bedienen und sich salvieren zu können meint, und die sich doch sofort in fromme Lügen verwandeln, wenn sie ihre Wahrheit erweisen müssen. Bloß keine frommen Sprüche, liebe Gemeinde! Gott hasst sie.“
Predigt über Hiob 7, 17-21 Von Eberhard Jüngel Gnade sei mit Euch und Friede von Gott unserem Vater und dem … Mehr
Claus Westermanns Predigtmeditation über Hiob 14,1-6: „Dann kann man die Verse 1-6 in die Predigt aufnehmen als das, was sie sind: Worte eines Angefochtenen, der von der in sein Dasein hineinragenden Macht des Todes schwer getroffen und schwer angeschlagen ist. Man kann dann an diesen Worten Menschen unserer Zeit und unserer Welt deutlich machen, dass ein neutrales, vom Zuschauersitz aus gesprochenes Wort über die Vergänglichkeit des Menschen sehr erbaulich sein kann, aber angesichts der wirklichen Macht des Todes, wie sie hier in Hiobs Leben hineinwirkt, wertlos ist. Man kann zeigen, wie das hier vom Tod Gesagte wirklich ernst ist, und deshalb auch gefährlich und durchaus anfechtbar und rebellisch.“
Am vorletzten Sonntag im Kirchenjahr ist nunmehr Hiob 14,1-6.13.15-17 die alttestamentliche Lesung. Claus Westermann hatte seinerzeit dazu eine Predigtmeditation geschrieben, … Mehr
Gabriele Miller über Fridolin Stier: „Stier interessierte sich für rundweg alles, was es unter dem Himmel gibt, vor allem aber für die Rätselfragen der Welt, die ihn, je älterer wurde, desto mehr gefangen nahmen. Deshalb blieb er auch der Thematik jenes alttestamentlichen Buches am meisten verpflichtet, dessen Übersetzung samt Kommentar er als erste publizierte: dem Buch Ijob. Das Ijob-Problem hat Stier ein Leben lang nicht losgelassen – am Schreibtisch nicht und nicht als Schicksal. Davon geben seine Tagebücher (»Vielleicht ist irgendwo Tag« und »An der Wurzel der Berge«) beredtes Zeugnis. Sie zeigen aber auch, wie gerne der auf einem Allgäuer Bauernhof Aufgewachsene die Vögel pfeifen und die Katzen schnurren hörte.“
Von Gabriele Miller (1923-2010) stammt folgende Erinnerung an Fridolin Stier: Todestag von Fridolin Stier (1902-1981) 2. März Mappe unter dem … Mehr
Zur Theodizeefrage: „All diese Theodizee-Versuche überzeugen nicht wirklich, nehmen Gott als Idee aus dem Geschehen heraus, lassen ihn wie einen Modelleisenbahnbauer denken, der zur seinen Werken keine lebendige Beziehung hat und selbst in das Geschehen nicht persönlich involviert ist. Wer die Theodizeefrage stellt, sitzt am Schreibtisch oder auf der Schulbank. Sind Menschen vom Leiden selbst eingeholt, klagen sie, verbittern, schweigen oder beten.“
Zur Theodizeefrage „Ist Gott dann nicht ungerecht, wenn er zürnt?“ (Römer 3,5) Die Frage nach der Theodizee – die Rechtfertigung … Mehr
Gerhard von Rad, Die Diskussion über die Leiden Hiobs (1961): „Hiob steht in einer äußersten Dramatik des Glaubens; das Gottesbild hat sich ihm beinah in zwei Aspekte zerrissen, denn er appelliert allen Ernstes an den Freund Gott gegen den Feind Gott, der ihn zerstört.“
Gerhard von Rad hatte sich im Oktober 1961 in zwei Vorträgen für den damaligen Südwestfunk des Buchs Hiob angenommen. Hier … Mehr
Gerhard von Rad, Die Erzählung von den Leiden Hiobs: „»Der Herr hat’s gegeben, der Satan hat’s genommen.« Hiob hat es ausschließlich mit Gott zu tun. Aber das, was Hiob sagt, das ist entscheidend, denn – wieder hat Herder es prächtig formuliert – : Dieser Hiob leidet als der Ruhm und Stolz Gottes.“
Von Gerhard von Rad stammt der oft zitierte Spruch „Die legitimste Form theologischen Redens vom Alten Testament ist […] immer … Mehr